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Sturmtief Ignatz in München: Feuerwehr zieht Unwetter-Bilanz

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Von: Franziska Boner, Romy Ebert-Adeikis, Marco Litzlbauer

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Das Sturmtief „Ignatz“ bringt den ersten großen Herbststurm am Donnerstag nach Deutschland. Auch München ist betroffen.
Das Sturmtief „Ignatz“ bringt den ersten großen Herbststurm am Donnerstag nach Deutschland. Auch München ist betroffen. © dpa/Peter Kneffel

Der deutsche Wetterdienst warnt vor Unwetter am Donnerstag: auch die Landeshauptstadt München sollen heftige Windböen und Regen erreichen. Aktuelle Entwicklungen...

Update 22. Oktober

Gesperrte Parks, Verspätungen bei der S-Bahn, abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume: Obwohl das Sturmtief Ignatz München nur gestreift hat, gab es besonders für die Feuerwehr viel zu tun. Die zieht jetzt eine erste Bilanz.

Sturmtief Ignatz in München: Feuerwehr zieht Bilanz der Einsätze

Zu rund 80 Einsätzen mussten demnach Fahrzeuge der Feuerwehr München im Laufe des Sturm-Tages ausrücken. In vielen Fällen waren Äste abgebrochen und lose am Baum oder bereits herabgefallen. Vereinzelt waren auch andere Objekte, die gesichert werden mussten.

Beispielsweise rückten mehrere Einsatzfahrzeuge zu dem Gebäude aus, in dem es am 14. Oktober gebrannt hatte. Hier war ein provisorisches Dach angebracht worden. Dieses hatte sich durch Windböen gelöst und war gerissen. Die Höhenrettungsgruppe entfernte unter Zuhilfenahme einer Drehleiter die Plane, so die Feuerwehr.

In der Agnes-Bernauer-Straße hatte sich ein Gerüst verselbstständigt und drohte zu fallen. Mit dem Wissen über „Ignatz“ entschieden sich die Einsatzkräfte in Verbindung mit der Gerüstbaufirma, das Gerüst zurückzubauen. Für die Arbeiten war die Agnes-Bernauer-Straße und die Tram zweieinhalb Stunden stadtauswärts gesperrt.

Sturmtief Ignatz in München: S-Bahn wegen Oberleitungsschaden ausgebremst

Um halb neun Uhr fielen einige Äste und Bäume auf die Bahnschienen zwischen München und Mammendorf. Dabei hatte ein Baum in der Nähe der Brücke am Wiedenhopfweg, die Oberleitung von zwei der vier Schienen abgerissen. Der Baum konnte nach Angaben der Feuerwehr aber schnell entfernt werden, die Mitarbeiter der Bahn begannen sofort mit der Instandsetzung.

Die Meldung „Strommast umgefallen“ führte dann um 13.21 Uhr zu einem Einsatz in der Johanneskirchner Straße. Hier war ein morscher Baum quer über die Straße gefallen und hatte eine oberirdische Hausversorgungsleitung abgerissen. Ebenfalls hatte er dabei ein Auto beschädigt.

Die gute Nachricht: Der Feuerwehr sind keine Fälle bekannt, bei denen der Sturm zu Verletzungen bei Personen geführt hat.

Update: 21. Oktober 2021, 12.30 Uhr:

Jetzt vermeldet auch die Polizei München erste Sturmschäden.

Manche Münchner nehmen die Umstände mit Humor: So antwortet eine Twitter-Nutzerin auf den Post der Polizei. „Sturmschäden, bei dem bissi Wind? Da hoffen wir mal, dass kein wirklicher Sturm kommt!“

Sicherheitshalber geschlossen wurden auch erste Parks in München. So hat die Bayerische Schlösserverwaltung den Schlosspark Nymphenburg sowie den Schlosspark Schleißheim wegen dem Sturm gesperrt.

„Zudem wird empfohlen, den Englischen Garten sowie alle anderen öffentlichen Grünanlagen nach Möglichkeit zu meiden“, warnt die Schlösserverwaltung. Sie informiert auf ihrer Website über alle Schließungen beziehungsweise Wiederöffnungen der Parkanlagen.   

Update: 21. Oktober 2021, 11:50 Uhr:

Beeinträchtigungen der S-Bahnen durch Sturmtief

Witterungsbedingt kommt es derzeit im S-Bahn Netz zu Beeinträchtigungen. Auf der Stammstrecke verspäten sich die S-Bahnen um bis zu 15 Minuten. Auf den Außenästen kann es vereinzelt zu Verspätungen von bis zu 25 Minuten kommen.

Vorübergehend ganz eingestellt ist der Verkehr der Linie S 1 zwischen München Ost und Freising/Flughafen. Dort hat der Sturm zwischen Laim und Moosach Gegenstände in die Oberleitungen geweht. Reisenden in oder aus Richtung Flughafen werden darum gebeten, alternativ die S8 zu nutzen.

Auch zwischen Hohenbrunn und Höhenkirchen-Siegertsbrunn befinden sich Gegenstände in den Oberleitungen. Auf der S-Bahn-Linie 7 kommt es daher zu Verzögerungen von zehn bis 15 Minuten in beide Richtungen.

Erstmeldung vom 21. Oktober 2021

München - Die Ausläufe des Sturmtiefs Ignatz sind auch in München angekommen: die Wetter-Warnung des DWD gilt in der Landeshauptstadt ab Donnerstag, 8 Uhr.

Es gilt die Warnstufe 2: hier sollen Windgeschwindigkeiten bis 75 km/h erreicht werden. Dabei sind auch vereinzelt Sturmböen möglich, die noch heftiger ausfallen.

Besonders betroffen ist auch das Münchner Umland. Vor allem in den Alpengebieten sind orkanartige Böen mit bis zu 115 km/h möglich. Es können schwere Sturmböen, sowie orkanartige Böen auftreten.

Andere Teile von Bayern noch stärker betroffen

Im Südosten von Bayern gilt bereits seit den frühesten Morgenstunden Warnstufe 3 vor heftigem Wind und Böen.

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt, fällt vor allem am Vormittag in Südbayern und anfangs auch der Oberpfalz noch teils kräftiger Regen, der sich bis Mittag an den östlichen Alpenrand zurückzieht. 

Quelle: DWD/Deutsche Bahn/Feuerwehr München/fb/lit

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