Umspannwerk der Stadtwerke

Neuhauser SWM-Projekt fällt bei Kommission für Stadtgestaltung wieder durch – wird aber gebaut

Umspannwerk an der Landshuter Allee
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Das geplante Umspannwerk an der Landshuter Allee in Neuhausen stößt weiter auf Kritik (Ausgangsentwurf).

Das geplante Umspannwerk der Stadtwerke ist bei der Kommission für Stadtgestaltung wieder auf Kritik gestoßen. Dennoch wird der Bau nun so umgesetzt werden.

Die Planungen für das neue Umspannwerk der Stadtwerke (SWM) an der Landshuter Allee 48 sind vorangeschritten – wenn auch nicht so, wie sich die Kommission für Stadtgestaltung das vorgestellt hat. Im Vorfeld hatte die Kommission unter anderem angeregt, Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach zu installieren und einen Gestaltungswettbewerb für die Fassade auszurichten.

Robert Nagel von den SWM konnte diese Wünsche aber nicht erfüllen: „Das Gebäude ist sehr technisch geprägt. Bei einem Wettbewerb könnte man den daraus folgenden Ansprüchen nicht gerecht werden.“ Eine Solaranlage sei aufgrund der Beschattung durch umliegende Gebäude nicht möglich.

Umspannwerk der Stadtwerke: Architekt hält Änderungsvorschläge für nicht umsetzbar

Einige Änderungen stellte der zuständige Architekt Andreas Wurmer dennoch in der jüngsten Sitzung der Kommission vor. Für die Fassade gibt es eine neue Variante, die sich in der Höhe leicht unterscheidet. Die Außenwand wird oben mit einer sogenannten Reling abgeschlossen. Zusätzlich werden die sichtbaren Trafokammern mit wildem Wein bepflanzt. So soll dem Wunsch der Kommission nach mehr Fassadenbegrünung nachgekommen werden.

Trotz der leichten Veränderungen war sich das Expertengremium einig, dass das Objekt „eine Katastrophe für die Stadt sei“. Kritisiert wurde vor allem, dass die Stadtwerke jegliche Wünsche der Kommission abgelehnt hätten. So entstehe ein Gebäude, welches sich städtebaulich nicht in das Gesamtbild einfügen könne. Doch die Planungen sind schon sehr weit fortgeschritten und die Kommission kann bei aller Kritik an der architektonischen Gestaltung nicht verhindern, dass das Gebäude so realisiert wird. In einem Beschluss hat man sich jedoch mit einem Appell an die Stadtwerke gerichtet. Für die Zukunft wünscht man sich, dass auch bei technischen Gebäuden darauf geachtet wird, einen architektonischen Beitrag für die Stadt zu leisten.

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