Synlab statt Saturn

Aus für ältesten Saturn in München: Labordienstleister Synlab übernimmt das Gebäude an der Schwanthalerhöhe

In der Schwanthalerstraße 115 befindet sich das ehemalige Saturn-Gebäude.
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In dieses Gebäude in der Schwanthalerstraße wird im Sommer 2022 Synlab einziehen.

Der Labordienstleister Synlab zieht im Sommer 2022 in die Schwanthalerstraße 115 - der älteste Saturn-Markt Münchens musste schließen. Jetzt stehen Renovierungen an.

Er war der älteste Saturn-Markt in München. Nach 34 Jahren musste die Filiale an der Wiesn Anfang des Jahres ihre Türen schließen. Nun hat die Bayerische Hausbau bekannt gegeben, wer künftig anstelle des Elektrogeschäfts an die Schwanthalerstraße ziehen wird.

Im Sommer 2022 wird der Labordienstleister Synlab die revitalisierte Immobilie für die nächsten 15 Jahre anmieten. Synlab ist ein Anbieter für human- und veterinärmedizinische Labordienstleistungen sowie für Umweltanalysen. „Wir werden den Laborbetrieb unseres medizinischen Forschungszentrums in der Bayerstraße an den neuen Standort umziehen und dort fortführen“, sagt Synlab-Sprecher Christian Ries auf Hallo-Nachfrage. „Im Zuge dessen werden wir auch unsere Flächen vergrößern, um unserem Wachstum in der Region gerecht zu werden“, so Ries.

Umbauarbeiten und Neuvermietung der Saturn-Flächen geplant - Synlab zieht in die Schwanthalerhöhe

Hierzu sind verschiedene Umbauarbeiten nötig. Um beispielsweise die unterschiedlichen Belichtungsanforderungen erfüllen zu können, müssen unter anderem in das Flachdach Oberlichter eingebracht werden. Noch im Mai sollen die Bauarbeiten beginnen und im Sommer des Folgejahres abgeschlossen sein.

12 000 Quadratmeter Gewerbefläche befinden sich an der Adresse, davon gehen 7000 an Synlab. Für die übrigen 5000 Quadratmeter befinde man sich bereits in aussichtsreichen Verhandlungen mit potenziellen neuen Mietern.

Münchner Stadträtin Stöhr für neuen Elektromarkt an der Schwanthaler Straße

Viertel-Chefin Sibylle Stöhr (Grüne) wünscht sich, dass in die noch freie Fläche wieder ein kleiner Elektro-Markt kommt. „Saturn war ein wichtiger, technischer Nahversorger. Sein Wegfall hat eine große Lücke gerissen“, bedauert Stöhr. Die anstehende Baustelle werde man in den kommenden BA-Sitzungen noch thematisieren.

Eine Sprecherin von Saturn erklärt unterdessen, dass man „faire Lösungen“ mit allen Mitarbeitern gefunden habe. „Vielen Mitarbeitenden konnten wir sogar eine Weiterbeschäftigung in anderen Märkten beziehungsweise in der Verwaltung ermöglichen“, so die Sprecherin.

Im kommenden Jahr steht zudem an der Schwanthalerstraße 113 die Renovierung von 214 Wohnungen an. Außerdem werden die Bayerische Hausbau und ihre Konzernmutter, die Schörghuber Unternehmensgruppe, ihren Firmensitz von Bogenhausen ins „Davanto“ an der Gollierstraße verlegen.

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