Tafel-Traum ist jetzt Realität

Nach langer Standort-Suche: Münchner Tafel hat Lebensmittelausgabe in Pasing gestartet

Ein Rentner aus Pasing war der erste Gast, den die Münchner Tafel bei der Kirche Maria Schutz an der Bäckerstraße versorgen konnte. Bisher musste der 77-Jährige zum Westkreuz kommen.
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Ein Rentner aus Pasing war der erste Gast, den die Münchner Tafel bei der Kirche Maria Schutz an der Bäckerstraße versorgen konnte. Bisher musste der 77-Jährige zum Westkreuz kommen.

Eine eigene Ausgabestelle der Münchner Tafel sollte in Pasing errichtet werden. Jedoch war es schwierig einen geeigneten Standort zu finden. Wo dieser sich nun befindet.

Pasing - Insgesamt 28 Ausgabestellen hat die Münchner Tafel inzwischen in der Landeshauptstadt. Die jüngste wurde nun in Pasing eröffnet: Ab sofort werden jeden Mittwoch – immer von 13.30 bis circa 17 Uhr – am Parkplatz der Kirche Maria Schutz Lebensmittel an Bedürftige ausgegeben.

„Ein ganz langer Traum wird damit endlich wahr“, freute sich Hannelore Kiethe, Vorsitzende der Münchner Tafel, zur Eröffnung. Denn der Bedarf im Münchner Westen ist groß: „Wir hatten eine wahnsinnig lange Warteliste mit Wartezeiten von bis zu einem Jahr“, erzählt Sonja Kertesz, Leiterin der Ausgabestelle in Aubing, wo viele Pasinger bisher versorgt wurden.

„Für uns ist die neue Ausgabestelle eine große Entlastung.“ Dazu kommt: Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Zahl der Tafelgäste in München um zehn Prozent auf nun 22 000 Personen gestiegen.

Für Pasing wurden vorerst circa 180 Berechtigungsscheine ausgegeben. „Jeder Ausweis versorgt im Schnitt drei Personen“, so Tafel-Sprecherin Angela Zacher.

Tafel in Pasing : Passender Standort gefunden

Vor gut einem Jahr hatte die Tafel im BA den Antrag gestellt, eine Ausgabe in Pasing zu bekommen. Das hatte das Gremium einstimmig befürwortet. „Aber es war nicht leicht, einen passenden Standort zu finden, es gab viele Absagen“, erinnert sich Graziela de Cammerer (SPD) vom BA-Unterausschuss Soziales.

Der Parkplatz an der Kirche Maria Schutz sei dafür ideal – zentral gelegen und trotzdem seien die Tafelgäste vor neugierigen Blicken geschützt. Die Lebensmittel kommen von lokalen Händlern und werden vor Ort von circa 30 Ehrenamtlichen verteilt. Wer auch helfen will, kann sich bei Evi Schaflitzl, Telefon 0173/435 58 75, melden.

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