Stunk um Allee-Pläne 

Tempo 30 am Mittleren Ring? So könnten Anwohner der Landshuter Alle vor Lärm und Feinstaub geschützt werden

Zum Schutz der Anwohner vor Lärm und Feinstaub fordert der BA ein nächtliches Tempo­ 30-Limit auf dem Ring.
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Zum Schutz der Anwohner vor Lärm und Feinstaub fordert der BA ein nächtliches Tempo ­30-Limit auf dem Ring.

Wie schützt man Anwohner der Landshuter Allee vor Lärm und Feinstaub? Einfach umzusetzen wäre ein Tempo 30 Limit. Im BA stehen aber noch andere Vorschläge zur Debatte.

  • Anwohner der Landshuter Allee sollen vor Lärm und Feinstaub geschützt werden.
  • Ein Tempo 30 Limit am Mittleren Ring wäre am einfachsten umzusetzen.
  • Im BA Neuhausen Nymphenburg stehen noch andere Vorschläge zur Debatte.

Wie die Anwohner der Landshuter Allee am besten vor Lärm und Feinstaub geschützt werden können, ist im BA Neuhausen-Nymphenburg weiterhin umstritten.

Während CSU und FDP an der Tunnellösung festhalten, hat die rot-grüne Koalition im Stadtrat diese beerdigt und die Verwaltung aufgefordert, Alternativen auszuarbeiten. Was das Baureferat jetzt vorgelegt hat, bezeichnet nun der gesamte BA als „völlig unzureichend“.

Tempo 30 für Mittleren Ring zum Schutz der Anwohner der Landshuter Allee vor Lärm und Feinstaub?

Er fordert baldmöglichst „effektive Maßnahmen zum Schutz der Anwohner“. Schnell und einfach umsetzbar könnte nach Ansicht der BA-Mehrheit ein nächtliches Tempo-30-Limit auf den oberirdischen Abschnitten des Mittleren Rings sein.

Zur Debatte steht außerdem eine Umverteilung und -gestaltung der Oberfläche auf dem Bestandstunnel mit „Verbesserung der Querungsmöglichkeiten unter Einbeziehung der Ideen und Wünsche aus der Bürgerschaft“. Das begrüßt der BA und will so früh wie möglich mit einbezogen werden.

Einverstanden ist das Gremium auch mit der einzigen konkreten Maßnahme, die das Baureferat in einer Beschlussvorlage für den Stadtrat vorschlägt: Im Bereich der Borstei sollen Lärmschutzwände errichtet werden. Dafür nötige Baumfällungen sollen auf ein Minimum reduziert und Ersatzpflanzungen vorgenommen werden.

Die Hoffnung auf ein „wirksames Konzept in Bezug auf Verkehr, Ökologie, Gesundheits- und Lärmschutz für die Zukunft der Landshuter Allee“ verbindet der BA nach jetzigem Planungsstand erst mit einem Neubau der Donnersbergerbrücke. Das wird aber noch mindestens zehn bis 15 Jahre dauern. Dass bis dahin „nichts unternommen wird“, um die Anwohner zu schützen, wird von den Stadtteilpolitikern scharf kritisiert.

Auch der Stadtrat ist mit dem Konzept des Baureferats nicht zufrieden und hat die Verwaltung aufgefordert, weitere Maßnahmen zu prüfen.

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