1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Hallo München

Hürden überwinden und München politischer machen ‒ Die Themenwoche zur politischen Teilhabe für alle

Erstellt:

Von: Sabina Kläsener

Kommentare

Auf dem Weg zum Kreuz in der Wahlkabine warten auf manche Hürden.
Auf dem Weg zum Kreuz in der Wahlkabine warten auf manche Hürden. © Julian Stratenschulte/dpa

Ist der Zugang zum Wahllokal barrierefrei? Wie füllt ein Blinder einen Wahlzettel aus? Um Fragen wie diese dreht sich die Themenwoche „Hürden überwinden – politische Teilhabe für alle“.

Von Montag, 11., bis Freitag, 15. Juli, will die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ) Bewusstsein schaffen, indem Experten und Betroffene andere Lebenswelten zeigen. „Bei Teilhabe denken viele an Menschen mit Behinderung. Es gibt aber auch andere Gruppen“, erklärt Rosaviola Frohneberg, BLZ-Referentin für Demokratiestärkung und Wertebildung.

Hallo München
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

In meist digital stattfindenden Veranstaltungen geht es etwa um die Hürden, die Menschen mit Migrationsgeschichte nehmen müssen, um sich einbringen zu können.

Aber auch darum, ob manche Menschen durch digitale Technologien weniger oder gleich doppelt diskriminiert werden. „Die Technologien können Hürden abbauen, wenn man vom Schreibtisch aus Dinge erledigen kann. Zugleich können sie Menschen ausschließen, wenn das lokale Internet schlecht ausgebaut ist.“

München politischer machen - Die BLZ-Themenwoche zur politischen Teilhabe für alle

Auch leichte Sprache könne mehr Menschen Teilhabe ermöglichen als man denke, zum Beispiel, wenn Deutsch nicht die Muttersprache ist. Im Workshop „Sag’s einfach, aber wie?“ beispielsweise geht es darum, politische Texte zu vereinfachen.

Ein weiterer Aspekt befasst sich mit Wohnungslosen. „Politische Teilhabe erscheint da zweitrangig, weil es um das nackte Überleben geht. Aber das ist total wichtig für diese Menschen.“

Denn: Wie kommt ein Wohnungsloser an seine Wahlbenachrichtigung ohne feste Adresse? „Hier sollte man die Unterbringung in den Fokus nehmen“, schlägt Frohneberg vor.

Rosaviola Frohneberg
Rosaviola Frohneberg © BLZ

„Es geht nicht um den erhobenen Zeigefinger.“ Es gebe für vieles keine Patentlösung, die es aber vielleicht auch nicht brauche: „Wir wollen für diese Themen sensibilisieren, dann können auch kreative Lösungen entstehen.“

Denn der Anspruch sollte sein, dass alle Menschen an der Gesellschaft teilhaben und diese auch mitgestalten können. Infos zum größtenteils kostenlosen Programm gibt es auf www.blz.bayern.de.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare