Steckbrief

Susanne Wittmann ‒ Tierschutzpartei-Kandidatin für die Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis München West/Mitte

Dr. Susanne Wittmann tritt bei der Bundestagswahl als Kandidatin für die Tierschutzpartei im Wahlkreis München West/Mitte an.
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Dr. Susanne Wittmann tritt bei der Bundestagswahl als Kandidatin für die Tierschutzpartei im Wahlkreis München West/Mitte an.

Dr. Susanne Wittmann tritt im Wahlkreis München 220 München West/Mitte als Kandidatin bei der Bundestagswahl 2021 für die Tierschutzpartei an.

  • Dr. Susanne Wittmann 
  • Alter: 55
  • Viertel (Wohnviertel nicht Stimmkreis): Neuhausen 
  • Beruf: Ärztin 
  • Familienstand: ledig

Nation der Unzufriedenen: Was muss die Bundespolitik Ihrer Meinung nach aus der Pandemie lernen?

Sie muss lernen, in Krisensituationen sinnvolle Maßnahmen zu ergreifen und ihre jeweilige Vorgehensweise an neue Erkenntnisse anzupassen. Das klingt selbstverständlich, so wurde aber nicht immer vorgegangen, als zum Beispiel die Fleischindustrie trotz der vielen Infizierten verschont blieb, während viele Einrichtungen, in denen es nicht zu Ansteckungen kam, schließen mussten.

Generation Corona: Für Kinder und Jugendliche ist es jetzt wichtig, dass...

ihre wirklichen Bedürfnisse Beachtung finden. Wie Kinder diese Zeit erleben, hängt auch von der Gesamtsituation der Familie ab. Eltern, die ihre Existenzgrundlage verlieren, haben es schwer, ihren Kindern Zuversicht zu vermitteln. Ansonsten habe ich auch vor Corona schon darauf hingewiesen, dass viele Kinder an psychischen Störungen leiden und die derzeitige Familienpolitik ökonomisch statt bedürfnisorientiert ist. Jetzt zeigen sich die Versäumnisse.

Welche Entscheidungen der Bundespolitik würden für besseres Klima und zukunftsfähigeren Verkehr in München sorgen?

Zusätzlich zu Verbesserungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln muss dringend ein Umdenken im Umgang mit der Natur erfolgen. Gerade in München werden momentan viele Bäume gefällt und Grünflächen zugebaut. Auch der Nordosten, wo momentan noch regionales Gemüse angebaut wird, wird bald zugebaut. Es wird praktisch das Gegenteil von Klimaschutz praktiziert, das darf so nicht weitergehen.

Welcher Impuls Ihrerseits fließt in die Bundespolitik ein, damit Wohnen in Ballungsräumen wie München bezahlbar bleibt?

Das Wohnungsangebot muss ausgewogener werden, wichtig sind auch bezahlbare Wohnungen für Menschen, die in Ballungsräumen arbeiten oder lernen. Weniger Leerstand, mehr städtische Wohnungen und Genossenschaftswohnungen. Wir brauchen auch mehr Studentenwohnheime, Personalwohnheime, Dienstwohnungen und Projekte wie Mehrgenerationenhäuser.

Für München ist es ein Mehrwert, wenn ich in den Bundestag gewählt werde, weil ...

meine Einstellung zum Artenschutz und zum Erhalt von Grünflächen der Tendenz entgegenwirken wird, dass München mehr und mehr zur Betonwüste wird. Eine Stadt mit vielen begrünten Plätzen, wo sich Menschen jeder Altersstufe gerne aufhalten, sorgt für ein entspannteres Klima. Anstelle der vielen Ketten mehr kleine Läden, Kulturzentren, Cafés - da ist für alle etwas dabei. Wichtig: Das Müllproblem muss angegangen werden.

Was werden Sie an München vermissen, bzw worauf freuen Sie sich in Berlin?

In München werde ich vor allem meinen Freundeskreis vermissen, außerdem die Pinakotheken und das Lenbachhaus. Gleichzeitig freue ich mich auf meine Freunde und Freundinnen in Berlin. Ich habe in Berlin zehn Jahre lang gelebt und bin immer wieder gerne dort. Sonntags mit lieben Menschen in einem Café am Winterfeldplatz frühstücken gehen - wunderschön!

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