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Wegen Personal-Engpass: Tram 29 entfällt in München bis auf Weiteres

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Von: Kristina Beck

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Tram vor Bayerischem Landtag in München.
Wegen Personalmangels verkehrt die Tramlinie 29 vorerst nicht. (Symbolbild) © Andreas Gebert/dpa

Weil die Werkstätten der MVG unterbesetzt sind, wird die Tram 29 ausgesetzt. Wie die Stadtwerke München die Ausfälle auf der Strecke kompensieren wollen

Die Situation der Trambahnen in München verschärft sich im Jahr 2023 zusätzlich zu den Baustellen im kommenden Jahr. Denn nach den Anpassungen des Busfahrplans im Oktober aufgrund von Personalmangel muss die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) jetzt auch den Fahrplan bei der Tram anpassen – die Linie 29 entfällt vorerst bis Ende Februar, teilt die MVG mit.

Wegen Personalnot und Krankenstand in den Werkstätten: Tram 29 fällt aus

Im Unterschied zum Bus fehle es bei der Tram nicht am Fahrpersonal, sondern an Mitarbeitern in den Werkstätten. Grund dafür ist ein deutlich erhöhter Krankenstand sowie der Mangel an Fachkräften. Das führt unter anderem dazu, dass Schadwagen nicht mehr in der gewohnten Zeit repariert und Fristarbeiten nicht mehr rechtzeitig durchgeführt werden können.

MVG: Einschränkungen sollen so gering wie möglich ausfallen

Die Situation habe der MVG zufolge in den vergangenen Wochen zunehmend zu ungeplanten Ausfällen bei der Tram zu geführt. Damit die Ausfälle für die Fahrgäste besser planbar sind, konzentriere die MVG diese auf der Linie 29.

„Es ist eine missliche Situation, notwendige Kapazitäten nicht mehr bereitstellen zu können. Trotzdem werden wir versuchen, die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich ausfallen zu lassen. Die Linie 29 kann ersatzlos entfallen, ohne dass ein Abschnitt nicht mehr bedient wird. Ein Parallelverkehr durch die Linien 18, 19, 20 und 21 ist stets gewährleistet. Wir kompensieren den Ausfall so weit wie möglich durch den verstärkten Einsatz längerer Fahrzeuge auf den Linien 19 und 20“, sagt Oliver Glaser, Leiter Betrieb Schiene bei der MVG.

Der Personalengpass bei den Busfahrern besteht weiterhin. Das Bus-Angebot bleibt ebenfalls vorerst bis Ende Februar reduziert.

Mehrausgaben bei Traum-Neubaustrecken

Weitere Probleme gibt es bei Neubau der Tram Westtangente, Tram Münchner Norden und Tram Nordtangente inklusive der Tram Johanneskirchen. Die Kosten für die Fertigstellung steigen nach Angaben der Stadt von 530,8 Millionen Euro auf 602,2 Millionen Euro.

Der Finanzierung der Mehrkosten hat der Stadtrat bereits zugestimmt: „Er setzt damit ein Zeichen, dass der Ausbau der ÖPNV Infrastruktur auch in Zeiten schwieriger Haushalts- und Marktsituationen oberste Priorität hat.“

Dies werde zusätzlich durch weitere Maßnahmen des zweiten ÖPNV-Bauprogramms untermauert, die unter anderem ein Maßnahmenbündel für die barrierefreie Wegeleitung im U-Bahn System enthalten.

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