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In München fährt eine Tram mit jüdischen Comic-Motiven ‒ Aktion zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

IKG-Präsidentin Dr. h.c. Charlotte Knobloch (l.) mit Projekt-Initiatorin Jehudit de Toledo-Gruber.
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IKG-Präsidentin Dr. h.c. Charlotte Knobloch (l.) mit Projekt-Initiatorin Jehudit de Toledo-Gruber.

„Jewy Louis“ dreht auf einer Tram in München seine Runden. Bei der Aktion zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ sind die Motive des Comic-Künstlers Ben Gershon zu bewundern.

  • Aktion zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ in München.
  • Figuren aus „Jewy Louis“ des Comic-Künstlers Ben Gershon sind auf einer Tram zu sehen.
  • Die Straßenbahn fährt auf verschiedenen Linien quer durch die Stadt.

Zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ dreht in München eine Tram mit jüdischen Motiven ihre Runden. Die Straßenbahn der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zeigt Werke des niederländisch-jüdischen Comic-Zeichners Ben Gershon und wird bis Ende Oktober auf wechselnden Linie eingesetzt.

„Mit den jüdischen Charakteren von Ben Gershon weisen wir mit einem Augenzwinkern, aber im Kern durchaus ernst darauf hin, dass München natürlich auch eine jüdische Heimatstadt ist und die Kippah ebenso sehr zu dieser Heimat gehört wie der Tirolerhut.“, erklärt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch. Diese Botschaft müsse vor allem im Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ sichtbar werden.

Die Tram mit jüdischen Motiven ist in München unterwegs.

Bisher wurden die Münchner Trambahnen nur zu bestimmten Feierlichkeiten, wie etwa dem Stadtgeburtstag, dem Oktoberfest oder der Pride Week, geschmückt. Eine ganze „Motiv-Tram“ für einen solchen kulturellen Anlass sei dagegen etwas ganz Besonderes.

Eine Tram mit jüdischen Comic-Motiven des Künstlers Ben Gershon fährt durch München

Auf der Tram sind Figuren aus dem Comic „Jewy Louis“ von Ben Gershon zu sehen. „Comics sind Teil der jüdischen Geschichte, Superman, Batman und Asterix stammen alle von jüdischen Künstlern. Mit Jewy Louis will ich gerade auch die jüdische Tradition auf humorvolle Weise bekannter machen.“, erklärt der Künstler zum Start der Tram. In der Münchner Geschichte gab es auch dunkle Zeiten, in denen Juden nicht mit der Tram fahren durften.

Auf der Motiv-Tram sind Figuren aus dem Comic-Strip „Jewy Louis“ zu sehen.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), sieht in dem Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ein besonders wichtiges Jubiläum.

Wir freuen uns, dass wir mit dieser Motiv-Tram, neben ganz vielen anderen Veranstaltungen zum Jubiläum, klar zum Ausdruck bringen können: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland ist ein Grund zu feiern! Und gerade in Zeiten wie diesen gilt es, jüdisches Leben in München auch sichtbar zu machen!

Oberbürgermeister Dieter Reiter

MVG/jh

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