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Türkgücü München bewirbt sich um Zulassung für Regionalliga Bayern – ein Stadion für Heimspiele fehlt aber

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Von: Benedikt Strobach

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Spielt Türkgücü nächste Saison in der Regionalliga teilweise im Grünwalder Stadion? In München wäre das die einzige Option. In Fürstenfeldbruck soll der Verein noch Interesse zeigen.
Spielt Türkgücü nächste Saison in der Regionalliga teilweise im Grünwalder Stadion? In München wäre das die einzige Option. In Fürstenfeldbruck soll der Verein noch Interesse zeigen. © dpa/Sven Hoppe

Um in der Regionalliga Bayern starten zu können, benötigt der insolvente Verein Türkgücü München ein Stadion für Heimspiele. Doch dem Klub gehen die Möglichkeiten aus...

OLYMPIAPARK Im September 2020 war die Aufregung groß. Stadt und Olympiapark hatten verkündet, dass das als Aufsteiger in die Dritte Liga feststehende Team von Türkgücü München einen Teil seiner Heimspiele im altehrwürdigen Olympiastadionaustragen wird. Jetzt ist der Verein insolvent, musste sich aus dem Spielbetrieb zurückziehen – und hat sich nun laut Bayerischem Fußballverband (BFV) trotz der finanziellen Lage und anderer ungeklärter Fragen für die Teilnahme an der viertklassigen Regionalliga Bayern beworben.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Wie das bei einem Verein ohne Geld möglich ist? „In der Regionalliga Bayern findet keine wirtschaftliche Leistungsprüfung statt“, erklärt ein BFV-Sprecher auf Hallo-Anfrage. Neben der sportlichen Qualifikation müssen aber auch Zulassungsvor­aussetzungen erfüllt werden. Darunter fällt auch die Frage nach einem Stadion.

In München selbst könnte Türkgücü nur im Grünwalder spielen.
In München selbst könnte Türkgücü nur im Grünwalder spielen. © Schlaf

Der BFV schreibt vor, dass bei der Bewerbung eines angegeben werden muss. Diese Spielstätte muss mindestens 2500 Zuschauer fassen können. Die Sportanlage an der Heinrich-Wieland-Straße, an der der Verein sitzt und trainiert, reicht da nicht.

Stadionfrage bei Türkgücü München: In der Stadt bleibt nur das Grünwalder

Wo also geht der Verein, der sich auf Anfrage nicht äußerte, hin? Nicht in den Olympiapark, wie Sprecher Tobias Kohler Hallo erklärt: „Türkgücü hatte uns bereits vor einiger Zeit mitgeteilt, dass sie die kommende Saison nicht mehr bei uns spielen werden.“ Anders sieht das bei der Stadt aus. Sportbürgermeisterin Verena Dietl betont auf Hallo-Anfrage, dass sie das Engagement des Vereins, in der Regionalliga zu spielen, begrüße.

Dazu befinde sich das Referat für Bildung und Sport (RBS) in Gesprächen mit Türk­gücü bezüglich des Grünwalder Stadions. Hier wären jedoch maximal zwölf Spiele möglich – aufgrund des Vorrangs von FC Bayern II und TSV 1860 München, des ordnungsgemäßen Spielbetriebs sowie des Anwohnerschutzes, wie RBS-Sprecher Thomas Groß betont. Die Miete in der Regionalliga beliefe sich auf „900 Euro Mindestmiete plus 5000 Euro Pauschale für Betriebs- und Nebenkosten sowie 2500 Euro Flutlichtpauschale (bei Verwendung)“. Das Dantestadion war nicht Teil der Gespräche.

Stadionfrage bei Türkgücü München: Auch Fürstenfeldbruck könnte Kandidat sein

Eine Spur führt laut mehreren Medienberichten zum SC Fürstenfeldbruck, der gesprächsbereit sein soll. Eine Hallo-Anfrage dort blieb unbeantwortet. Die Stadt Fürstenfeldbruck, Eigentümerin des Stadions an der Klosterstraße, hat aber bisher nichts von Türkgücü gehört, wie eine Sprecherin erklärt.

Das Stadion erfülle zwar die Kapazitäten. Jedoch erachte man es als nicht geeignet für die Regionalliga: „Zum Beispiel ist bislang noch keine Abtrennung von Heim- und Gastbereich vorhanden.“ Viele Möglichkeiten hat Türkgücü aber nicht. Laut TZ und "Fußball Vor­ort" haben zwölf weitere Klubs den Münchnern abgesagt.

Langsam drängt die Zeit. „Die Frage, in welcher Liga Türkgücü München in der kommenden Saison antritt, wird im Rahmen des Zulassungsverfahrens entschieden“, erklärt der BFV-Sprecher. Mitte Mai will der Verband die Zulassungsbescheide verschicken. Im Zuge dessen kann er nachträglich Auflagen erteilen. Diese wären bis Ende Juni zu erfüllen. Falls das nicht passiert, ist die Zulassung weg.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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