Jubiläum

50 Jahre U-Bahn in München ‒ Wie gefeiert wird und was für die Zukunft geplant ist

Die U-Bahn in München feiert 50ten Geburtstag.
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Die U-Bahn in München feiert 50ten Geburtstag.

Die U-Bahn in München feiert Geburtstag: Alle Zahlen und Fakten, was zum Jubiläum geplant ist und welche Projekte in Zukunft anstehen...

  • Die Münchner U-Bahn wird 50 Jahre alt.
  • Ein Ausblick in die Zukunft: Das tut sich in den kommenden Jahren.
  • So wird der Geburtstag in München gefeiert...

50 Jahre ist es her, dass am 19. Oktober 1971 die erste U-Bahn-Strecke in München eröffnet wurde. Sie führte vom Kieferngarten über die Münchner Freiheit und den Marienplatz zum Goetheplatz.

Seither fahren die Bahnen mit bis zu 80 Kilometer pro Stunde durch Münchens Untergrund. An die Geburtsstunde der Münchner U-Bahn erinnert sich auch der Fotograf Heinz Gebhardt noch gut – er war mit seiner Kamera von Anfang an dabei.

Fotograf und München-Chronist Heinz Gebhardt im Interview mit Hallo München

Mittlerweile ist das Streckennetz 95 Kilometer lang. 100 unterirdische Bahnhöfe zählt die Stadt heute – die vier Kreuzungsbahnhöfe Hauptbahnhof, Sendlinger Tor, Odeonsplatz und Olympia-Einkaufszentrum doppelt gezählt.

704 Wagen von vier Fahrzeugtypen – ein Teil sogar noch aus erster Generation – hat die MVG im Bestand. Zeitgleich im Einsatz sind jedoch maximal 552. 438 Fahrer, davon 75 Frauen, sind dabei auf den unterirdischen Schienen im Einsatz. Das Durchschnittsalter der Fahrer, deren Stimmen ein mancher fast täglich auf dem Weg zur Arbeit hört, liegt bei 43,4 Jahren.

200 000 Personen nutzen täglich den Streckenabschnitt zwischen Odeonsplatz und Universität.

Unfälle gab es in den letzten 50 Jahren kaum. Am 5. September 1983 geriet allerdings ein Wagen in der Wendeanlage zwischen Hauptbahnhof und Königsplatz in Brand. Verletzt wurde dabei niemand. Das Fahrzeug steht heute im Feuerwehrmuseum in München.

So wird 50 Jahre U-Bahn in München heuer gefeiert

Das MVG-Museum zeigt am Jubiläumswochenende, 16. und 17. Oktober, eine Fotoausstellung mit Portraits von Fahrern der MVG, aufgenommen von der Münchner Fotografin Verena Kathrein.

Los geht es am Samstag um 17 Uhr, ab 18 Uhr sogar als Teil der „Langen Nacht der Museen“. Am Sonntag hat die Ausstellung von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Auf einer eigens eingerichteten Webseite präsentiert die MVG zudem anhand von Geschichten, Bildern und Videos eine virtuelle Zeitreise durch 50 Jahre U-Bahn-Geschichte in München.

U-Bahn-Fans können dort immer wieder neue Inhalte entdecken. In einer Jubiläumssendung blickt Thomas Ohrner außerdem gemeinsam mit einem der ersten U-Bahn-Fahrer Münchens zurück auf die vergangenen 50 Jahre, zeigt seltene Fotografien aus dem MVG-Archiv und spricht über die wichtigsten Meilensteine der Münchner U-Bahn.

Die Sendung ist auf dem Youtube-Kanal „Die Mobilitätsmacher“ sowie auf der Sonderseite der MVG unter mvg.de/ubahn abrufbar.

Ausblick in die Zukunft: Das tut sich in den kommenden Jahren bei der Münchner U-Bahn

Eine U6-Verlängerung nach Martinsried 2026. Eine U5-Verlängerung nach Pasing 2029. Und ab den Jahren 2034/35 auch Schienen nach Freiham – das sind die großen Zukunftsprojekte der MVG, die in den kommenden Jahren anstehen.

Das Projekt einer U9-Entlastungsspange befindet sich indes derzeit noch in der sogenannten Vorplanung. „Die U9 wird daher frühestens Ende der 2030er-Jahre in Betrieb genommen“, erklärt MVG-Sprecher Johannes Boos. Umfangreiche Untersuchungen hätten jedoch ergeben, dass die Neubaustrecke baulich umsetzbar sowie betrieblich sinnvoll sei.

An den U-Bahnhöfen soll sich ebenfalls Einiges tun: „Die Sanierung der älteren U-Bahnhöfe nach einem neuen Gesamtgestaltungskonzept ist derzeit in Arbeit“, verrät Boos. Was hingegen vorerst eingestampft wurde: ein Pilotprojekt zu Bahnsteigtüren. Grund dafür: die angespannten Finanzsituation in der Corona-Pandemie.

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