Rund drei Stunden dauert die jüngste Debatte

München: Umgestaltung des Tals sorgt noch immer für Anwohner-Frust 

Teil des Plans: Um den Merkurbrunnen herum soll mehr Aufenthaltsqualität entstehen.
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Teil des Plans: Um den Merkurbrunnen herum soll mehr Aufenthaltsqualität entstehen.

Der Ärger beim geplanten Umbau des Tals geht weiter: Auch die neue Variante kommt nicht gut an – jetzt soll noch einmal diskutiert werden.

  • Seit Monaten protestieren Anwohner des Tals gegen die geplante Umgestaltung.
  • Jetzt hat das Mobilitätsreferat eine neue Variante präsentiert.
  • Das zog erneut eine über dreistündige Debatte nach sich.

ALTSTADT - Das Mobilitätsreferat hat eine neue Variante zur Umgestaltung des Tals entwickelt und dem BA vorgestellt – das Ergebnis von heftigen Protesten in der Bürgerversammlung (Hallo berichtete). Doch auch jetzt machte sich viel Unzufriedenheit breit, es schloss sich erneut eine Diskussion zwischen Stadt, Lokalpolitikern und Bewohnern an.

München: Umgestaltung des Tals sorgt noch immer für Anwohner-Frust 

Die überarbeitete Planung sieht vor: Insgesamt entstehen fünf Behindertenparkplätze über den gesamten Abschnitt verteilt, je in der Nähe von Arztpraxen. Sightseeing- und Linienbusse bleiben im vorderen Tal. Etwas verkleinert auch die Zone für Taxen. Bestehende Lieferzonen im mittleren Tal werden leicht verschoben. Radstellplätze sollen dort auf die Parkflächen wandern, sodass mehr Aufenthaltsqualität um den Merkurbrunnen entsteht. Richtung Isartor wäre es möglich, Freischankflächen vom Gehweg in Parkbuchten zu verlagern. Ansonsten seien auf den wegfallenden Parkflächen Pflanzentröge, Abstellflächen für Räder und E-Scooter oder Sitzgelegenheiten denkbar. Am Ende des Tals schließt nochmal eine Fläche für Taxen an.

Umbau des Tals: Jetzt soll noch einmal diskutiert werden

Rund 150 Rückmeldungen der letzten Monate seien in die neue Variante eingeflossen, betonte ein Vertreter des Mobilitätsreferats. Für die anwesenden Bewohner war das schwer zu glauben. Denn: Die große Forderung der Bürgerversammlung – alle geplanten Maßnahmen so lange aufzuschieben bis gemeinsam mit Anwohnern ein Konzept erarbeitet wurde – stand weiterhin im Raum. Das städtische Referat hatte gehofft, am Abend eine Entscheidung des BA zu bekommen, um dann die konkrete Ausgestaltung der neuen Flächen ans Baureferat zu übergeben. Letztlich beschloss das Gremium nach rund dreistündiger Debatte, die zu keinem Ende kommen wollte, das Thema noch einmal zu vertagen. Auf Basis der neuen Variante soll es nun eine weitere Diskussion mit allen Betroffenen geben. Ziel bleibe aber weiterhin eine „zeitnahe Umsetzung“. Mit der genauen Ausgestaltung der Veranstaltung will sich der BA-Vorstand noch befassen.

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