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München baut für Geflüchtete ‒ Stadt nimmt vier neue Unterkünfte in Leichtbauhallen in Betrieb

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Bis Anfang Juni werden in München vier Leichtbauhallen zur Unterbringung für Geflüchtete in Betrieb genommen.
Bis Anfang Juni werden in München vier Leichtbauhallen zur Unterbringung für Geflüchtete in Betrieb genommen. © Daniel Karmann

In München wurde die erste Leichtbauhalle als Unterkunft für Geflüchtete in Betrieb genommen, bis Juni sollen vier belegt sein, weitere sind in Planung...

München - Um die Turnhallen der Münchner Berufsschulen, die aktuell als temporäre Unterkünfte für Geflüchtete aus der Ukraine dienen, wieder für den Schul- und Vereinsbetrieb zur Verfügung zu stellen, werden ab sofort vier Leichtbauhallen im Stadtgebiet als Unterbringungen in Betrieb genommen. Die erste der Hallen wird ab heute belegt.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Ukraine-Hilfe in München: Vier neue Leichtbauhallen werden als Unterbringung genutzt

In der Leichtbauhalle an der Kronstadter Straße 36, die am heutigen Mittwoch in Betrieb genommen wird, stehen für die Ukrainer 100 Betten zur Verfügung. Die zweite Leichtbauhalle in der Hansastraße 55 wird voraussichtlich ab Ende der Woche belegt, die hat eine Kapazität von 170 Betten. In beiden Unterkünften sind für Kinder und Familien spezielle Unterstützungsangebote geplant. Die anderen beiden Leichtbauhallen an der Hachinger-Bach-Straße und am Campus Westpark sollen bis Anfang Juni belegt werden.

Den Betrieb der Unterkünfte übernimmt die Jonas Better Place GmbH, für die sozialpädagogische Betreuung schlägt das Sozialreferat den Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. vor. Sechs weitere Unterkünfte sind bei der Stadt bereits in Planung, weitere 30 werden noch geprüft. Ziel ist es, die Unterkünfte möglichst über das gesamte Stadtgebiet zu verteilen.

Geflüchtete aus der Ukraine: Neues Ankunftszentrum am Messegelände und neues Erfassungs-System

Am vergangenen Wochenende wurde bereits das Ankunftszentrum von den Messehallen C5 und C6 in elf dafür errichtete Zelte auf dem Messegelände umgezogen, da die Hallen künftig wieder für den Messebetrieb benötigt werden. Das Ankunftszentrum soll dort nun als Übergangslösung bis Anfang Juli untergebracht werden. Zusätzlich wird es vor Ort Übernachtungsplätze für Geflüchtete geben. Mit den Geflüchteten sind auch Betreiber, Hausmeister- und Sozialdienste, Jugendamt Polizei und KVR in die Zeltstadt umgezogen.

Das „FREE System“

Seit Anfang Mai werden in München ankommende Geflüchtete im neuen FREE System des Bundes erfasst, um eine gleichmäßige Verteilung im Bundesgebiet zu gewährleisten. Bei der Verteilung werden familiäre Beziehungen, medizinische Gründe, bestehende Arbeitsverhältnisse und vorhandener Wohnraum berücksichtigt.

Geflüchtete, die nicht in München oder Bayern bleiben können, müssen sich an den ihnen zugewiesenen Ort begeben, um dort Sozialleistungen oder eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten. Aktuell können sie das kostenlose Angebot der DB nutzen, um sich in das entsprechende Bundesland zu begeben.

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