Hauptsorge: Verkehr

Großer Ansturm bei digitaler Veranstaltung zum Kirschgelände: Diese Fragen und Wünsche wurden zum neuen Wohngebiet gestellt

Die Elly-Staegmeyr-Straße soll das künftige Wohngebiet erschließen.
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Die Elly-Staegmeyr-Straße soll das künftige Wohngebiet erschließen.

Das Interesse an den Plänen für das Kirschgelände ist groß. Bei einer digitalen Erörterungsveranstaltung nahmen 480 Bürger teil, um Fragen und Wünsche zu stellen. Was dabei herauskam.

Untermenzing - 1300 Wohnungen, eine Grundschule, vier Kindertageseinrichtungen, eine zentrale Grünfläche und ein Quartiersplatz anstelle eines Gewerbegebiets mit hohem Lkw-Aufkommen: Das sind die Pläne für das zwölf Hektar große Kirschgelände, die noch bis Donnerstag, 15. April, öffentlich ausgelegt sind.

Und das Interesse daran ist groß. Bis zu 480 Teilnehmer verfolgten jetzt eine digitale Erörterungsveranstaltung und brachten per E-Mail über 100 Fragen und Forderungen ein. Die meisten drehten sich erwartungsgemäß um Verkehrsthemen.

Erneut wurde deutlich: Die Anwohner haben Angst, dass mit dem großen Wohngebiet noch mehr Verkehr auf sie zukommt als bisher – unter anderem auch in der Willi-Wien-Straße und besonders an der Unterführung Allacher Straße.

Jonas Wurtz vom Mobilitätsreferat kündigte dazu weitere Zählungen und die Fortschreibung eines bereits vorliegenden Verkehrsgutachtens an. Angesprochen wurden zudem Punkte wie Radwegführung, Stellplatzkonzepte für Autos und Fahrräder, E-Mobilität sowie der ÖPNV.

Die Gebäudehöhen variieren von drei Geschossen (zur Bestandsbebauung) über sechs Etagen (an der Bahn) bis zu neun Stockwerken.

Viele Fragen galten auch dem Zeitplan sowie den Perspektiven für die dortigen Gewerbebetriebe. Laut Bernd Willer vom Planungsreferat wird frühestens 2022 Baurecht bestehen. Erste Wohnungen könnten 2024 fer­tig werden, drei Jahre später das ganze Quartier. Bei der Suche nach neuen Gewerbeflächen könnten sich Betriebe unter anderem an die Stadt wenden.

Besorgt fragten Bürger zudem wegen des Schattenwurfs durch die Neubauten nach. Es kam die Forderung nach Angeboten für Jugendliche und Unterflurcontainern für Wertstoffe.

„Alle Wortmeldungen werden von den Referaten im weiteren Verlauf bewertet, abgewogen und im Verfahren gewürdigt“, fasste BA-Chef Pascal Fuckerieder (SPD) zusammen.

Hier können sich die Bürger informieren und mitreden:

Die Planungsunterlagen liegen noch bis Donnerstag, 15. April, an folgenden Dienststellen zur Einsicht bereit:

- im Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28b, Erdgeschoss, Raum 071, montags bis freitags von 6 bis 18 Uhr

- bei der Bezirksinspektion West, Landsberger Straße 486, nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung unter 23346550 (Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Freitag von 7.30 bis 12 Uhr, Dienstag von 8.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr und Donnerstag von 8.30 bis 15 Uhr)

- bei der Stadtbibliothek Allach-Untermenzing, Pfarrer-Grimm-Straße 1, Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 15 Uhr (wenn die Pandemielage die Öffnung der Bibliotheken zulässt)

Die Unterlagen sind zusammen mit weiterführenden Hinweisen zu den Äußerungsmöglichkeiten auch im Internet zu finden unter www.muenchen.de/auslegung.

ul

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