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Laubläser, Gehwegparker und ausufernde Hecken ‒ Was Untermenzinger so richtig ärgert

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Von: Ursula Löschau

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Gehwegparker und eine überstehende Hecke: In diesem Abschnitt an der Rueßstraße ärgern sich Manfred Stößel und Regina Reiners gleich doppelt.
Gehwegparker und eine überstehende Hecke: In diesem Abschnitt an der Rueßstraße ärgern sich Manfred Stößel und Regina Reiners gleich doppelt. © Ursula Löschau

Bürger in Untermenzing machen Vorschläge, wie die fünf nervigsten Probleme im Viertel verbessert werden könnten. Doch der BA macht wenig Hoffnung auf Veränderung.

Die Ärgernisse und Rücksichtslosigkeiten in ihrem Viertel haben sich inzwischen so summiert, dass Regina Reiners einfach etwas tun musste: Die fünf nervigsten Probleme hat sie aufgeschrieben und zusammen mit Verbesserungsvorschlägen an den Bezirksausschuss Allach-Untermenzing geschickt.

Um es gleich vorweg zu nehmen: In der jüngsten Sitzung machte das Gremium der Bürgerin wenig Hoffnung, dass der BA oder die Stadt an den genannten Punkten groß etwas ändern könnten. Dennoch hoffen Reiners und ihr Mann Manfred Stößel, dass ihre Appelle nicht völlig ungehört verhallen. „Dinge ändern sich. Wenn alte Gesetze nicht mehr passen, dann kann man diese auch anpassen – wenn man will“, sagt er.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Die fünf nervigsten Probleme in Untermenzing - Bürger machen BA Vorschläge für Verbesserungen

Punkt eins auf Reiners Liste sind Laubbläser: Sie will, dass deren Betrieb auf den Herbst (15. Oktober bis 30. November) beschränkt wird. Als Antwort zitiert der BA das Referat für Klima- und Umweltschutz, nach deren Auskunft das rechtlich nicht möglich sei.

Ärgernis Nummer zwei: Lieferfahrzeuge und Pflegedienste, die Gehwege zuparken. Die Bürger schlagen vor, dafür Kurzparkplätze an Kreuzungen einzurichten. Der BA ist skeptisch, bittet aber um konkrete Standortvorschläge.

Genaue Ortsangaben soll das Ehepaar auch zum nächsten Aufreger liefern: ausufernde Hecken, die Gehwege verschmälern, sowie Falschparker auf Fußwegen. Überhaupt wünschen sich die Untermenzinger Anwohnerparkzonen „nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in Wohngebieten“. BA-Chef Pascal Fuckerieder (SPD) machte jedoch deutlich, dass die „rechtlichen Hürden“ für die Einführung von Parkraummanagement so hoch seien, dass diese Option für den Stadtbezirk derzeit nicht bestehe.

Auch den fünften Bürgervorschlag lehnte er wegen fehlender Rechtsgrundlagen und Instrumentarien seitens des BA und der Stadt ab. Die Idee: ein Parkverbot für Wohnmobile in Wohngebieten und künftig keine Zulassung dafür ohne einen Stellplatznachweis.

Alles in allem erwarten die Bürger, dass die Behörden die Einhaltung der bestehenden Regeln strenger kontrollieren. „Dann bräuchte es wohl nicht einmal weitere Vorschriften“, meint Manfred Stößel.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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