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Väterberatungszentrum kommt – was dort geplant ist

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Von: Sebastian Obermeir

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Begegnungsstätte und Beratung: In einer vierjährigen Modellphase wird ein Väterzentrum eingerichtet – das erste in München.
Begegnungsstätte und Beratung: In einer vierjährigen Modellphase wird ein Väterzentrum eingerichtet – das erste in München. © Panthermedia/Kostia777

Beihilfe in der Vaterschaft, Austausch mit Gleichgesinnten: Das erste Vaterzentrum soll in München kommen und vier Jahre getestet werden. Alle Infos:

München - Ein Ort für Papas: Der Stadtrat hat jetzt entschieden, wer das erste Väterberatungszentrum in München leiten wird. Die Diakonie Hasenbergl soll über eine vierjährige Modellphase in zentraler Lage eine Anlaufstelle für jegliche väterlichen Anliegen einrichten.

Luis Teuber, Leiter des Bereichs Kinder, Jugend und Familie der Diakonie Hasenbergl, erklärt: „Wir möchten Väter dazu qualifizieren, ihre Rolle zu finden und darin zurechtzukommen.“ Hilfe finden Papas in Einzel- und Gruppenberatungen nicht nur für Trennungssituationen und wenn der Kontakt zu Kindern leidet, sondern auch bei generellen Erziehungsfragen.

Für das Programm hinsichtlich Vater-Kind-Gruppen und -Veranstaltungen kooperiere man mit der Elly-Heus-Familienbildungsstätte. Die Öffnungszeiten seien für Berufstätige optimiert: Am Wochenende soll das Begegnungscafé geöffnet sein, Beratungen finden auch online oder am Wochenende statt.

Väterberatungszentrum in München kommt: Anfang 2023 trotz andauernde Suche nach Räumen

Los geht es noch 2023. Derzeit sei man aber noch auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Der Traum: 150 Quadratmeter, zentrale Lage, Gruppenraum, Cafébereich, Besprechungsbereich und Werkstatt. Auch das Personal müsse noch gefunden werden. Eine große Herausforderung. Aber: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass das machbar ist“, sagt Teuber.

Dass der Bedarf für das Väterzentrum groß ist, zeigen Teubers Erfahrungen mit der Initiative „Casa Papa“. Die Diakonie hat hier rund 300 Väter in drei Jahren in Trennungssituationen beraten. Zudem ist Teuber sicher: „Männer können in einer spezialisierten Einrichtung für Väter besser erreicht werden.“

Und nach dem Modellversuch in vier Jahren? „Ich mache mir keine Sorgen, dass das Angebot beendet wird. Ich glaube, es wird eher noch ausgebaut.“

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