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Seit 30 Jahren bringt der Verein „Kultur in Hadern“ 
Ausstellungen, Lesungen und mehr ins Stadtviertel

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Von: Daniela Borsutzky

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Ein starkes Team für die Kultur (von li.): Gründungsmitglied Christa Hennings, Vorsitzende Eva Schultheis und Künstlerin und Gründungsmitglied Claudia Artopé. Unterstützung erhalten sie von einem engagierten Kreis von Ehrenamtlichen sowie vom Kulturreferat.
Ein starkes Team für die Kultur (von li.): Gründungsmitglied Christa Hennings, Vorsitzende Eva Schultheis und Künstlerin und Gründungsmitglied Claudia Artopé. Unterstützung erhalten sie von einem engagierten Kreis von Ehrenamtlichen sowie vom Kulturreferat. © Daniela Borsutzky

Der Verein „Kultur in Hadern“ feiert Geburtstag. Um noch weitere Jubiläen und Events feiern zu können, benötigt das Team um Christa Hennings und Eva Schultheis aber Nachwuchs.

HADERN Einen Trachtenverein und Böllerschützen gab es vor 30 Jahren in Hadern. „Aber Kultur? Fehlanzeige“, erinnert sich Christa Hennings. Zusammen mit drei Mitstreitern gründete sie daher im November 1991 den Verein „Kultur in Hadern“, der seitdem Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und mehr organisiert und aus dem Stadtviertel nicht mehr wegzudenken ist.

Nachdem der Verein vor ein paar Jahren kurz vor dem Aus stand, haben sich die Kulturfreunde inzwischen wieder gefangen. Damit das so bleibt, appellieren sie an die Jugend.

Verein „Kultur in Hadern“: Nachwuchs gesucht - Veranstaltungen auch für Menschen mit kleinerem Geldbeutel

„Treibstoff der Geschichte war unsere Freundschaft“, verrät Künstlerin Claudia Artopé, ebenfalls Gründungsmitglied und damalige Nachbarin von Christa Hennings. „Zusammen haben wir damals in der Blumenau Hausmusik gemacht. Und dachten uns, dass wir etwas gegen den kulturellen blinden Fleck tun wollen.“ Heute hat der Verein 280 Mitglieder, organisiert jedes Jahr bis zu 60 Veranstaltungen – „auch für Menschen, die nicht so viel Geld haben“, betont Hennings.

Einig sind sich Christa Hennings, Claudia Artopé und die Vorsitzende Eva Schultheis darin, was das Fortbestehen des Vereins angeht: Man brauche Nachwuchs. Zwar müsse sich „Kultur in Hadern“ keineswegs mit seinem Programm verstecken. Doch „mit einer Verjüngung des Vereins gehen auch neue Impulse einher“, sagt Schultheis.

Sie hat vor ein paar Jahren, als der Verein kurz vor seiner Auflösung stand, den Vorsitz übernommen. Und erinnert sich gerne an das traditionelle Haderner Dorffest zurück, aber auch an die großen Veranstaltungen im Augustinum vor der Pandemie.

Kooperation mit anderen Räumen notwendig - Kulturreisen als Höhepunkt des Schaffens im Verein

Weil der Verein keine eigenen Räumlichkeiten hat, kooperiert er mit der Seniorenresidenz, dem Kleinen Lehrinstitut Derksen, den Kirchengemeinden, der VHS und dem Guardini90. Dass es Letzteres seit inzwischen fünf Jahren am Haderner Stern gibt, ist dem Einsatz des Vereins zu verdanken. Dennoch hofft Schultheis auf eigene Räume in der Zukunft: „Ein großes Kulturzentrum, wie es seit langem am Max-Lebsche-Platz im Gespräch ist, wäre toll!“

Kulturzentrum am Max-Lebsche-Platz?

Ein städtisches Grundstück auf dem Max-Lebsche-Platz, direkt an der U-Bahnstation Klinikum Großhadern, ist als Gemeinbedarfsfläche für kulturelle Nutzung vorgesehen. Weil Hadern ein weiteres Alten- und Service-Zentrum (ASZ) benötigt, wird derzeit geprüft, ob sich an diesem Standort beides verbinden lässt. Aus dem Sozialreferat heißt es, dass voraussichtlich im Dezember dem Stadtrat das weitere Vorgehen zur Entscheidung vorgelegt werden soll. 

Hennings persönliche Höhepunkte in den letzten drei Jahrzehnten waren die Kulturreisen, wie beispielsweise nach Sizilien, Istanbul oder in die neuen Bundesländer. „Die Reisen sind gerade bei Alleinstehenden sehr beliebt“, sagt Hennings. Kultur verbinde Menschen und halte jung.

Zum Jubiläum gibt es unter anderem eine Ausstellung im Guardini90, die ausgewählte Werke Artopés zeigt, die zu einem Jubiläumspreis erworben werden können. Der Erlös geht an den Verein. Weitere Veranstaltungen unter www.kultur-in-hadern.de.

Ein Motiv aus Claudia Artopés Ausstellung
Ein Motiv aus Claudia Artopés Ausstellung © Daniela Borsutzky

Ausstellung „Aus dem Vollen schöpfen“

Claudia Artopés Ausstellung „Aus dem Vollen schöpfen“ ist ab Freitag, 12. November, bis Montag, 21. Februar 2022, im Guardini90, Guardinistraße 90, zu sehen. Geöffnet: Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr, Donnerstag 17 bis 19 Uhr. Eintritt frei.

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