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Haben die „Isar-Tiger“ in München ein Comeback? ‒ BA will Verkehr in Harlaching entlasten

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Von: Katrin Hildebrand

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Sind die Hellabrunner Parkplätze belegt, bilden sich durch den Suchverkehr zu Stoßzeiten oft Staus bis zur Thalkirchner Brücke.
Norbert Weigler, BA-Unterausschussvorsitzender Mobilität, würde den Verkehr über die Thalkirchner Brücke gerne durch den Einsatz des „Isar-Tigers“ entlasten. © Katrin Hildebrand

Die Verkehrssituation am Harlachinger Berg und der Thalkirchner Brücke ist untragbar – BA fordert Einsatz der „Isar-Tiger“-Minibusse zur Entlastung.

Harlaching - Parkplatzsuchende rund um den Zoo. Stau auf der Thalkirchner Brücke. Und für Radler eine gefährliche Fahrt den Harlachinger Berg hinab – sowie eine anstrengende Schwitztour hinauf. Um die brenzlige Lage auf der Strecke Isarhochufer, Brücke und U-Bahn-Station Thalkirchen zumindest ein bisschen zu entschärfen, fordert der BA dafür nun den Einsatz von VW-Minibussen der MVG, den „Isar-Tigern“ mit Platz für bis zu sechs Personen.

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Rückkehr der „Isar-Tiger“ in Harlaching: BA will Fahrzeuge zur Entlastung des Verkehrs

„Uns ist klar, dass die Verkehrsbetriebe derzeit kein Geld haben, aber keine Stelle in der Stadt wäre so geeignet für den Einsatz der ,Tiger‘ wie diese“, erklärt Norbert Weigler (Grüne), Unterausschussvorsitzender Mobilität, gegenüber Hallo.

Eine öffentliche Verbindung zwischen der U3-Station Thalkirchen und dem Harlachinger Mangfallplatz, Endhaltestelle der U1, sei überfällig. Dass sie bisher nicht existiert, liegt an der Thalkirchner Brücke. Diese lässt, um LKW-Schleichverkehr zu verhindern, pro Fahrzeug ein Maximalgewicht von drei Tonnen zu. Das schließt auch Busse der MVG grundsätzlich aus.

Die ,Isar-Tiger‘ dagegen würden sich eignen: Sie waren bis zu Pandemiebeginn als Sammeltaxis unterwegs und gleichen einem kleinen Lieferwagen. Ihr zulässiges Gesamtgewicht liegt bei knapp über zwei Tonnen. „Wir hätten sie gern als Shuttle-Busse“, sagt Weigler. So könne man neben den beiden U-Bahn-Stopps auch die Tram Tiroler Platz bedienen und eine dringend nötige MVG-Querverbindung schaffen. „Ein Probeeinsatz wäre toll. Wenn er sich bewährt, könnte man das Prinzip erneut aufgreifen, sobald bei der MVG wieder mehr Geld da ist.“

Ein „Isar-Tiger“ der MVG.
Ein „Isar-Tiger“ der MVG. © Schlaf

Minibusse zur Entlastung des Verkehrs: Das sagt die MVG zur BA-Forderung

Die Verkehrsgesellschaft reagiert auf Hallo-Anfrage skeptisch: „Ein Linienverkehr mit einer Fahrzeuggröße wie dem VW Caddy ist nicht wirtschaftlich“, sagt Sprecher Maximilian Kaltner. Leider seien wegen der Brücke auch keine klassischen MVG-Kleinbusse einsetzbar. Wirtschaftsreferent und BA-Mitglied Clemens Baumgärtner (CSU) machte in der jüngsten Sitzung ebenfalls wenig Hoffnung. „Schon der Regelverkehr muss gekürzt werden.“ Die Mehrheit der Viertelpolitiker sprach sich dennoch für den Antrag der Grünen-Fraktion aus. Norbert Weigler meinte: „Das hat auf jeden Fall Signalcharakter.“

Laut MVG ist die Wiederkehr des Tigers als Taxi nicht ausgeschlossen. „Wir haben Ideen für die Umsetzung eines On-Demand-Angebots zur Ergänzung von U-Bahn, Bus und Tram.“ Für die Planung brauche es aber erst einen entsprechenden Stadtrats-Beschluss.

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