Immer mehr Beschwerden

Vernachlässigter Friedhof in Aubing: BA kritisiert Zustand der Anlage und fordert rasche Änderungen der Stadt 

Die Flächen zwischen den Gräbern haben sich im Aubinger Friedhof abgesetzt.
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Die Flächen zwischen den Gräbern haben sich im Aubinger Friedhof abgesetzt.

Der Aubinger Friedhof verwahrlost zunehmend und birgt für ältere Besucher Gefahren. Der BA kritisiert die Situation dort und fordert die Stadt zum Handeln auf.

Aubing - Ein ganzes Maßnahmenpaket hat der Bezirksausschuss verabschiedet, um die Zustände auf den Friedhöfen zu verbessern. Denn das Gremium erreichen immer mehr Beschwerden.

Auf dem Aubinger Friedhof ist der Gang zum Grab für ältere und körperlich eingeschränkte Besucher derzeit oft eine Herausforderung: Die Flächen zwischen den Gräbern haben sich teilweise so abgesetzt, dass der Boden an vielen Stellen nicht mehr eben, sondern „buckelig und krumm“ sei, kritisiert Christa Zeilermeier, die für die CSU im Bezirksausschuss sitzt.

„Die Gefahr, zu stolpern, ist enorm.“ Zudem lägen dadurch viele der Steinfassungen der Gräber schief. Diese müssten wieder befestigt und die Flächen mit Erde aufgefüllt werden, fordert Zeilermeier. Zudem seien die Mülleimer überfüllt, die Brunnen nicht gereinigt und die Schaukästen stellenweise demoliert. Auch der Rasen müsste mal wieder gemäht werden.

Für die Kontrolle und Instandsetzung ist die Friedhofsverwaltung zuständig. Diese hat aber laut Zeilermeier seit mehreren Jahren nichts mehr getan. „Es gibt anscheinend niemanden mehr, der sich wirklich darum kümmert“, sagt sie.

Veränderungen von Stadt angekündigt - bisher ist nichts passiert

Das Leichenhaus ist zwar vor einigen Jahren saniert worden, sei aber immer noch viel zu klein. „Man hätte damals schon weiter in die Zukunft denken sollen“, moniert Zeilermeier.

Ein weiteres Ärgernis ist für den Bezirksausschuss, dass man 20 Jahre im Bezirk gelebt haben muss, um auf den Friedhöfen in Aubing und Lochhausen ein Grab zu erhalten. Das sei vor allem deshalb problematisch, weil die Stadt im Neubaugebiet Freiham keinen Friedhof vorgesehen hat.

Die Freihamer müssten sich somit in Ober- oder Untermenzing statt im benachbarten Aubing bestatten lassen. Die Stadt habe zwar für das erste Halbjahr 2021 Veränderungen angekündigt. Doch bisher sei nichts geschehen.

Derzeit werde eine Gräberbedarfsprognose erstellt, die ermitteln soll, wie sich die Nachfrage nach Sarg- und Urnenbestattungen langfristig entwickelt, so eine Sprecherin des Gesundheitsreferats. Im Herbst soll die Beschlussvorlage in den Stadtrat eingebracht und über eine Beibehaltung oder Aufhebung entschieden werden.

M. Cacija

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