Steckbrief

Julia Amtmann ‒ Volt-Kandidatin für die Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis München Nord

Julia Amtmann tritt bei der Bundestagswahl als Kandidatin für Volt im Wahlkreis München Nord an.
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Julia Amtmann tritt bei der Bundestagswahl als Kandidatin für Volt im Wahlkreis München Nord an.

Julia Amtmann tritt im Wahlkreis 217 - München Nord - als Kandidatin bei der Bundestagswahl 2021 für Volt an. 

  • Julia Amtmann
  • Alter: 26
  • Viertel (Wohnviertel nicht Stimmkreis): Schwabing
  • Beruf: Projektleiterin Bildungswandel
  • Familienstand: ledig

Nation der Unzufriedenen: Was muss die Bundespolitik Ihrer Meinung nach aus der Pandemie lernen?

In der Krise ist überdeutlich geworden, woran es vorher schon gefehlt hat: In der Verwaltung Flexibilität und Digitalisierung, in den Schulen Chancengleichheit, in der Politik die Fähigkeit, Probleme schnell und pragmatisch zu lösen. Wenn Politiker*innen in einer solchen Krise machttaktische Spielchen spielen, statt an einem Strang zu ziehen und Lösungen auf den Weg zu bringen, verlieren immer mehr Menschen den Glauben an unser demokratisches System. Das ist fatal, denn dieses System ist das beste, das wir je hatten.

Generation Corona: Für Kinder und Jugendliche ist es jetzt wichtig, dass...

… sie endlich wieder ein normales Leben führen können. In die Schule gehen, Gleichaltrige treffen. Kinder und Jugendliche waren durch die Corona-Krise in ihrem Sozialleben heftig eingeschränkt. Wir müssen ihnen jetzt ganz viel Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe geben. Die Politik muss auch wegen der Kinder alles dafür tun, dass es im Herbst keine neue Corona-Welle gibt. Das beste Mittel dafür sind viele, viele Impfungen. Und die Kultusministerien sollten die Schulen dazu anhalten, im neuen Schuljahr keinen riesigen Leistungsdruck aufzubauen.

Welche Entscheidungen der Bundespolitik würden für besseres Klima und zukunftsfähigeren Verkehr in München sorgen?

Die Verkehrswende muss im Bund, in den Ländern und in den Gemeinden angegangen werden. Das ist ganz klar eine Gesamtaufgabe, schließlich machen Verkehrsströme nicht an Länder- oder Stadtgrenzen halt. Der Bund sollte noch viel mehr für den Ausbau des Schienenverkehrs tun. Und das idealerweise gleich im europäischen Rahmen: Stellen Sie sich mal ein richtig gut ausgebautes europaweites Schnellbahnnetz vor! Wer mit dem Zug in die Stadt kommt, wird auch in der Stadt weniger Auto fahren.

Welcher Impuls Ihrerseits fließt in die Bundespolitik ein, damit Wohnen in Ballungsräumen wie München bezahlbar bleibt?

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist ein riesiges Problem, hier muss der Bund Kommunen wie München viel stärker finanziell unterstützen. Zum Beispiel durch Förderung des Sozialwohnungsbaus. Davon gibt es in München viel zu wenige. Und die Schwächsten trifft es ja am härtesten: Frauenhäuser müssen ihre Klientinnen teils schon zu ihren gewalttätigen Männern zurückschicken, weil sie keine Bleibe für sie finden können.

Für München ist es ein Mehrwert, wenn ich in den Bundestag gewählt werde, weil ...

… Volt viele neue Sicht- und Herangehensweisen in die Politik bringt. Wir stehen für mehr Gemeinschaftssinn, für Fortschritt und pragmatische Politik und setzten uns für eine gute Zukunft in ganz Europa ein. Davon profitiert dann natürlich auch München.

Was werden Sie an München vermissen, bzw. worauf freuen Sie sich in Berlin?

In Berlin freue ich mich besonders europäische Politik mit voranzubringen und dabei Bildungspolitik und Obdachlosenhilfe zu fokussieren. Mein Volt-Team in München werde ich hierbei vermissen, aber zum Glück werde ich häufig in meinen Wahlkreis zurückkommen.

Auch meine Isarspaziergänge werden mir fehlen, jedoch spaziere ich in Zukunft auch gerne an der Spree, vor dem Bundestag, entlang.

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