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Schöner die Kassen nie klingeln? Münchner Händler starten hoffnungsvoll ins Weihnachtsgeschäft

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Von: Sebastian Obermeir

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Die Maskenquote dürfte dieses Jahr geringer sein als in den vergangenen Jahren – doch die Münchner Händler hoffen auf Umsatzzahlen auf Vor-Pandemie-Niveau.
Die Maskenquote dürfte dieses Jahr geringer sein als in den vergangenen Jahren – doch die Münchner Händler hoffen auf Umsatzzahlen auf Vor-Pandemie-Niveau. © Archivfoto/Schlaf

Das Weihnachtsgeschäft hat begonnen und Münchner Händler hoffen wieder auf zahlreiche Kunden. Dennoch ist eine gewisse Verunsicherung vorhanden. Die Zahlen zur Vorweihnachtszeit:

551,80 Euro geben die Münchner durchschnittlich für Weihnachtsgeschenke aus. Damit liegt die Landeshauptstadt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Das geht aus der Weihnachtsstudie der FOM Hochschule hervor, an der 2281 Menschen in München teilgenommen haben. „Wir hätten erwartet, dass sich die aktuellen Krisen und Herausforderungen stärker auf die Kauflaune der Münchner Bürger auswirken“, sagt der wissenschaftliche Leiter der Studie, Prof. Dr. Oliver Gansser. „Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass mit dem Weihnachtsfest der Wunsch nach Tradition und einem ritualisierten Familienerlebnis einhergeht.“

45,2 Prozent der Befragten werden heuer gleich viel, 23,4 Prozent etwas weniger, 10,3 Prozent deutlich weniger – und 21 Prozent mehr für ihre Geschenke ausgeben. Wie ist da die Stimmungslage bei den Münchner Betrieben? Wolfgang Fischer von der Händlervereinigung CityPartner: „Unternehmen wie Privatpersonen ächzen unter den Energiekosten und der Inflation. Wir sind dennoch vorsichtig hoffnungsvoll.“ Zwar seien Passantenfrequenzen von Adventssamstagen 2019 bisher noch nicht zu vergleichen. „Aber manchmal kommen wir an Zahlen von regulären Samstagen 2019 ran.“

Weihnachtsgeschäft in München: Christkindlmarkt als Anziehungsfaktor

Im Handel spüre man zwar eine gewisse Verunsicherung, in der Gastro läuft’s laut Fischer aber besser: „Die Wirtshäuser sind gut besucht. An den Wochenenden kriegt man auf den Freischankflächen kein Streichholz mehr drauf.“

Positive Effekte verspricht er sich vom Christkindlmarkt, der viele Menschen in die Innenstadt lockt. „Gerade an Weihnachten haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Menschen auch in Krisenzeiten sich und ihren Liebsten etwas gönnen möchten.“ Laut FOM-Studie sind die beliebtesten Weihnachtsgeschenke Bücher (52 Prozent), Kleidung, Schuhe und Accessoires (50 Prozent) sowie Kosmetik und Parfüm (49 Prozent). Am meisten Geld wird für Smartphones (173 Euro), Schmuck und Uhren (148 Euro) und elektronische Geräte (133 Euro) ausgegeben.

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