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Münchner Experte verrät: So vermeiden Sie Familien-Streit an Weihnachten

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Von: Gabriele Winter

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Hohe Erwartungen liefern zu Weihnachten hohes Streitpotential.
Hohe Erwartungen liefern zu Weihnachten hohes Streitpotential. © dpa/Andreas Gebert

Weihnachten ist das Fest der Liebe, dennoch endet es häufig in Streit. Ein Experte verrät, wie sich kleine und große Zankereien beim Feste vermeiden lassen.

München - Statistiken belegen, dass an keinem Tag des Jahres in Familien so viel gestritten wird, wie an Heiligabend. „So traurig das klingt: Aber es kommt wohl davon, dass an kaum einem anderen Tag so viele Familienmitglieder so lange zusammen Zeit verbringen wie an Weihnachten“, meint Michael Kafka, Gemeindereferent und Familienseelsorger der Erzdiözese Freising und München. In Hallo gibt er Tipps, wie das Fest gelingen kann.

Streit an Weihnachten: So können Sie das Fest ohne Zank feiern

• Feiern auf Raten

„Je mehr Menschen auf einmal zusammenkommen, je mehr Zeit sie verbringen, desto leichter kommt es zum Streit. Holen Sie nicht unbedingt die ganze Familie zusammen, sondern feiern Sie in unterschiedlichen Konstellationen. Schließlich haben Sie drei Tage Zeit.“

• Aufgaben delegieren

„Sprechen Sie sich ab und teilen Sie Aufgaben auf. Wer macht das Essen, wer die Nachspeise? Wer kümmert sich um den Baum und wer um die Krippe? Je klarer die Aufgaben verteilt sind, desto weniger kommt es zu Versäumnissen oder Überschneidungen. Und wechseln Sie die Aufgaben über die Jahre ab. Wer dieses Jahr mit dem Baum unzufrieden ist, kann ihn im nächsten Jahr nach seinem Geschmack besorgen.“

Singen an Weihnachten - so wichtig ist das Ritual tatsächlich...

• Rituale etablieren

„Rituale sortieren und gestalten die Festtage. Ob religiös oder nicht – planen Sie Heiligabend mit mehreren Stationen: Vorlesen der Weihnachtsgeschichte oder anderer schöner Geschichten, Essen, Singen, Bescherung und Spielen; all das gibt Struktur und Halt. Allerdings sollte dabei auch abgesprochen werden, wer welches Ritual anleitet und gegebenenfalls die Texte oder Lieder aussucht.“

• Erwartungen drosseln

„Problematisch sind die hohen Erwartungen, die wir an das Fest haben, denn Weihnachten gilt bei uns als das Familienfest schlechthin. Auch wenn immer weniger Menschen etwas mit den religiösen Inhalten anfangen können, bleibt es eine Sehnsucht, einmal im Jahr als Familie eine harmonische Zeit zu verbringen. Und alles, was diese Harmonie stört, wird deshalb auch mehr wahrgenommen als an anderen Tagen. Da ist die nörgelnde Schwiegermutter oder die faule Cousine. Sie werden in so einer aufgeladenen Situation noch viel kritischer beäugt. Macht man sich das vorab bewusst, ist das der erste Schritt zum entspannteren Miteinander.“

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