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Körperlich und mental: So wichtig ist Singen mit der Familie

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Von: Kevin Wenger

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Egal ob jung oder alt: singen mit Leib und Seele ist gut für die Gesundheit.
Egal ob jung oder alt: singen mit Leib und Seele ist gut für die Gesundheit. © Canto-Archiv

Für viele Familien gehört das gemeinsame Singen an Weihnachten fest zu den Feierlichkeiten. Die Tradition hat aber auch positive Nebeneffekte.

München - Musik spielt im Leben vieler eine große Rolle – besonders in der Weihnachtszeit. „Obwohl wir ständig mit Musik in Verbindung sind, geht die Tradition des gemeinsamen Singens schleichend verloren“, sagt Beatrix Thomas von „Il canto del mondo“. Der Verein setzt sich dafür ein, dass Menschen – besonders Großeltern und Kinder – wieder gemeinsam singen.

„Die Grundlage wird im Babyalter geschaffen, wenn sie sich mittels Singsang verständigen“, erklärt Thomas. Beim Projekt „Canto Elementar“ sind Senioren aufgerufen, Gruppen zu bilden und einmal in der Woche in Kindergärten mit den Kleinen zu singen – ohne jegliche Bewertung. Das Programm gibt es in vielen Städten, in München fehlt noch eine Gemeinschaft.

„Wenn man eine Gruppe gründen möchte, braucht man engagierte Leute, die Interesse am Singen haben“, erklärt Thomas. Anleitung finden Interessierte im Online-Ratgeber (il-canto-del-mondo.de). Ein paar andere Angebote, wo Eltern und Kinder gemeinsamen Singen können, gibt es bereits in München oder sind geplant.

Singen an Weihnachten: Tradition fördert Gesundheit

Es gehe nicht nur darum, eine Tradition zu bewahren, erklärt Thomas. „Das Singen fördert auch unsere körperliche und seelische Gesundheit.“ Wissenschaftliche Untersuchungen hätten herausgefunden, dass dabei Glückshormone wie Serotonin und Dopamin ausgeschüttet werden und Stress abgebaut wird. Zudem helfe es bei Angst.

So vermeiden Sie Streits an Weihnachten mit der Familie.

Doch wie fängt man wieder an? Dafür stellt der Verein Anleitungen, Info- und Liedermaterial auf der Internetseite zur Verfügung. „Man kann auch eine CD einlegen und dazu mitsingen. Noch einfacher ist es, damit einzusteigen, eine Melodie zu summen“, erklärt Thomas. Wichtig: Das Singen muss nicht perfekt sein und soll nicht bewertet werden.

Chöre und Musikerziehung

Das Freie Musikzentrum, Ismaninger Straße 29, bietet Kurse für Eltern, Großeltern und Kinder an. Hier findet man auch Angebote für fortgeschrittene Sänger (freies-musikzentrum.de). Auch Kirchen bieten Chöre und musikalische Früherziehung an: zum Beispiel die Pfarrei Heilige Familie in Harlaching, am Bienenkorb 2, und ab Januar wieder in der Pfarrei Mariahilf am Mariahilfplatz 11. Infos unter erzbistum-muenchen.de

Patricia Stücher

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