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Weihnachten für Bedürftige: Verein „Heimatstern“ übernimmt Weihnachtsaktion des „Weißblauen Bumerangs“

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Von: Daniela Borsutzky

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Dank dem Feldmochinger Verein „Heimatstern“ ist der Gabentisch auch künftig reich gedeckt.
Dank dem Feldmochinger Verein „Heimatstern“ ist der Gabentisch auch künftig reich gedeckt. © privat

Weihnachten gerettet: nach der Auflösung des „Weißblauen Bumerangs“ übernimmt der Verein „Heimatstern“ aus Feldmoching deren Weihnachtsaktion

Noch sechs Wochen sind es bis Weihnachten. Normalerweise würden die Mitglieder des „Weißblauen Bumerangs“, einer Initiative, die sich um bedürftige Kinder kümmert, für diese bereits Geschenke-Päckchen sammeln. Doch heuer ist nach vielen Jahren alles anders. Der Bumerang muss seine Arbeit schweren Herzens beenden.

„Weißblauer Bumerang“ kann Weihnachtsaktion nicht mehr durchführen - „Heimatstern“ rettet Aktion

Anfang 2018 verstarb der Laimer Gründer Erwin Ritthaler. „Sein Tod war ein schwerer Schlag“, sagt Aline Sommer, die sich 2014 der Initiative angeschlossen hatte. „Erwins Lücke konnten wir nicht auffangen.“ Auch die gesundheitliche Verfassung seiner Witwe habe eine Fortführung der Arbeit nicht zugelassen, die logistische Herausforderung sei immens, dazu kam Corona. Und Sommer selbst lebt inzwischen am Bodensee.

„Doch wir wollten die Aktion nicht sterben lassen!“ Daher hat sich Sommer an den „Heimatstern“ gewandt. Mit Erfolg: Der Verein aus Feldmoching übernimmt ab sofort die Aktion. Verantwortlich ist Gründerin Petra Lehmann. Die 52-Jährige Milbertshoferin ist zweifache Mutter und war von der Idee sofort begeistert: „Es wäre schade, ein Lebenswerk einfach verpuffen zu lassen.“

„Heimatstern“-Gründerin Petra Lehmann
„Heimatstern“-Gründerin Petra Lehmann © privat

Münchner können bis 10. Oktober Päckchen an „Heimatstern“ spenden

Stichtag ist der 10. Dezember – bis dahin werden Päckchen für Kinder und Jugendliche, deren Gabentisch sonst vermutlich leer bleiben würde, von Spendern angenommen. Danach verteilen die Ehrenamtlichen die Geschenke, gefüllte Schuhkartons mit Spielen, Süßigkeiten, Kleidung oder Kosmetik, beispielsweise an Gemeinschaftsunterkünfte oder Freizeitstätten in München.

„In Zukunft würde ich es auch gerne mit spezialisierten Paketen versuchen. Je nach Bedarf zum Beispiel mit Schulmaterial. Aber jetzt warte ich erst mal ab, wie es heuer läuft“, sagt Lehmann. Sie rechnet mit mindestens einigen hundert Paketen – und leuchtenden Kinderaugen.

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