Entsorgungschaos

Widersprüche an der Wertstoffinseln: Münchner beklagt falsche Beschriftung – wäre die Gelbe Tonne eine Lösung?

Die Container an der Diefenbachstraße und der Knotestraße sind verschmutzt und widersprüchlich beschriftet. Anwohner Claus Akkermann fordert neue und verständliche Aufkleber.
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Die Container an der Diefenbachstraße und der Knotestraße sind verschmutzt und widersprüchlich beschriftet. Anwohner Claus Akkermann fordert neue und verständliche Aufkleber.

Verwirrung an der Wertstoffinsel. Die Aufkleber an den Containern sind nach Ansicht eines Münchners einfach zu verschmutzt - das würde dort für Chaos sorgen.

An den Wertstoffinseln trennt der Sollner Claus Akkermann Metall und Plastik. Zwar gibt es seit November 2020 in München Mischcontainer für beide Materialien. Auf den Behältern an der Diefenbachstraße und der Knotestraße in Solln weisen auch Aufkleber darauf hin.

Aber: Sie sind verschmutzt und kaum leserlich. Und auch die alten Kleber sind noch auf den Behältern. „Diese vielen Schilder mit widersprüchlichen Belehrungen versteht keiner“, so der Rentner. „Wenn die Stadt die Menschen zur Sauberkeit erziehen will, darf sie nicht solche Dreckskästen hinstellen“, so Akkermann.

Er fordert: „Mit Hochdruckreinigern sollte die Entsorgungsfirma die Container säubern und Aufkleber erneuern.“

Auch BA-Chef Ludwig Weidinger findet die Container in Solln unansehnlich. Der BA 19 infomiere die Firma Remondis, welche die Behälter leert, regelmäßig über solche Missstände.

Michael Schneider von Remondis teilt mit: „Unsere Behälter reinigen wir einmal jährlich und die Aufkleber tauschen die Fahrer bei Bedarf in München aus. Bisher haben wir aber keine Fehlbefüllung festgestellt und daher keinen Handlungsbedarf gesehen.“

Die Schilder in Solln sollen nun in den nächsten Wochen erneuert werden.

Gelbe Tonne als Lösung für das Entsorgungschaos in München?

Statt an der Wertstoffinsel könnte jeder Haushalt Metalle und Kunststoffe auch in der Gelben Tonne entsorgen. Dafür wurde kürzlich bei der Stadt auch eine Petition eingereicht (Hallo berichtete).

Trotz der Kritik hält München bisher aber an den Containerinseln fest. Es sei ökologischer und mit deutlich geringerem Sammelaufwand verbunden, so Kathrin Stanner-Junghanns vom Abfallwirtschaftsbetrieb München.

Es gehe schneller, die aktuell knapp 950 Inseln anzufahren als circa 108 000 Standplätze beim Gelben-Tonnen-Konzept. Mit der eingereichten Petition wird sich der Stadtrat im Herbst befassen.

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