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Gelände des früheren Weyprechthofs in München weiter ungenutzt - Kommt bald der Bauantrag?

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Von: Benedikt Strobach

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Wo früher der Weyprechthof stand, klafft heute eine Baugrube. Susanne Schneider-
Geyer hofft, dass es dort endlich vorangeht.
Wo früher der Weyprechthof stand, klafft heute eine Baugrube. Susanne Schneider- Geyer aus dem BA hofft, dass es dort endlich vorangeht. © Benedikt Strobach

Seit Jahren steht das Gelände des ehemaligen Weyprechthof leer. Die Pläne sind eigentlich bekannt. Bald könnte Bewegung in die Sache kommen.

Harthof Heute befindet sich auf dem Gelände der Max-­Liebermann-Straße 6 nur noch eine Baugrube. Bis 2017 hatte dort der im Harthof sehr beliebte Weyprechthof gestanden. Seitdem gehört das Grundstück der Firma Trei Real Estate. Diese will dort laut eigener Internetseite 88 Mietwohnungen, eine Gaststätte und einen Biergarten errichten. Der Baubeginn ist für 2022 eingeplant, heißt es dort weiter.

Gelände am alten Weyprechthof in München: Baustart eigentlich für 2022 angegeben - kommt Bauantrag noch dieses Jahr?

Was gut klingt, hat aber einen Haken: „Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde weder ein Bauantrag noch ein Antrag auf Vorbescheid eingereicht“, erklärt Karolina Gampenrieder, Sprecherin des Planungsreferats auf Hallo-Anfrage. Ein Blick auf die Internetseite bestätigt das: Weder Antrag noch Genehmigung sind dort datiert. Unter beiden Punkten steht lediglich „n.n.“, was ein noch zu nennendes Datum bedeutet. Seit Jahren gibt es immer wieder Vermutungen und Pläne, was auf dem Gelände entstehen könnte. Unter anderem war von einem Hotel und Studierenden-Wohnungen die Rede.

Der alte Weyprechthof wurde schon vor Jahren abgerissen - nun steht das Gelände leer.
Der alte Weyprechthof wurde schon vor Jahren abgerissen. Das Archivbild von 2019 zeigt das ehemalige Wirtshaus leerstehend. © Oliver Bodmer

Doch bald könnte Licht in die Sache kommen, wie Susanne Schneider-Geyer (SPD) vom BA Milbertshofen-Am Hart erklärt: „Die Firma hat sich gemeinsam mit der GWG bei einer Nachbarschaftsvereinbarung einigen können. Es könnte bald ein Bauvorbescheid oder eine Anfrage bei der Lokalbaukommission eingehen.“ Die GWG hat am Harthof in direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Gasthaus ihre größte zusammenhängende Wohnsiedlung mit knapp 2000 Wohnungen.

Gelände des alten Weyprechthofs in München noch leer: GWG und Grundstücks-Inhaber schließen Nachbarschaftsvereinbarung

GWG-Sprecher Michael Schmitt bestätigt auf Nachfrage, dass die Nachbarschaftsvereinbarung im September 2022 geschlossen wurde. Da deren Inhalt jedoch nicht-öffentlich und vertraulich sei, könne man keine Auskünfte zu Einzelheiten geben. „Grundsätzlich werden in Nachbarvereinbarungen alle Themen geklärt, die Abhängigkeiten zu den Liegenschaften der GWG München im Zuge der Planung, der Durchführung der Baustelle oder des nachherigen Betriebs des Gebäudes eines benachbarten Bauherren darstellen“, erklärt Schmitt. Ob das Genehmigungsverfahren dadurch verzögert wurde, könne die GWG nicht sagen.

Für Schneider-Geyer, Vorsitzende des Unterausschusses „Bau und Stadtgestaltung“, ist die Vereinbarung ein erster Erfolg. Jedoch glaubt sie nicht, dass 2022 noch gebaut werde. „Selbst wenn ein ein Antrag eingereicht wird, dauert das vermutlich ein halbes Jahr, bis dieser genehmigt wird.“ Damit könnte sich auch die für 2024 geplante Fertigstellung verschieben. Einen genauen Zeitablauf kann das Planungsreferat auch nicht nennen.

BA-Mitglied Susanne Schneider-Geyer (SPD)
BA-Mitglied Susanne Schneider-Geyer (SPD) © Benedikt Strobach

„Ohne einen vorliegenden Antrag kann keine Prognose über die Bearbeitungszeit getroffen werden. Hierfür ist eine individuelle Prüfung erforderlich“, sagt Sprecherin Gampenrieder. Antworten könnte die Firma Trei Real Estate liefern. Diese äußerte sich auf Hallo-Anfrage aber nicht zum Projekt.

Schneider-Geyer übt sich noch in Geduld: „Wenn es am Ende gut wird, sollen sie nicht überstürzt handeln.“ Doch auch sie betont: „Ich kann es kaum erwarten, dort im Biergarten wieder anzustoßen.“

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