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„Wias amoi in Haidhausen war“ – Urmünchner hat Buch übers Viertel geschrieben

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Von: Katrin Hildebrand

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Schlehhuber kennt die Johanniskirche (r.) von klein auf.
Schlehhuber kennt die Johanniskirche (r.) von klein auf. © privat/Schlaf

Seit frühester Kindheit lebt Johann Schlehhuber neben St. Johann Baptist in Haidhausen – nun hat er ein Buch übers Viertel geschrieben. Hallo hat mit ihm gesprochen.

Haidhausen - Fast wäre Walter Sedlmayr bei ihm eingezogen. Zumindest in seiner TV-Serienrolle als Chef der „Polizeiinspektion 1“. „Das ist aber dann doch nichts geworden“, sagt Johann „Hans“ Schlehhuber lakonisch.

Er ist Urmünchner, 1943 geboren, lebte stets in Haidhausen – und stets rund um den Johannisplatz. Mal mit der Oma, mal mit den Eltern und heute mit seiner Frau. Er hat vieles mitbekommen, was im Viertel geschah und nun ein Buch geschrieben: „Wias amoi in Haidhausen war“ ist mit Unterstützung des Vereins „Freunde Haidhausens“ erschienen.

Darin erzählt Schlehhuber vom Gasteigkircherl, von einem kindlichen Ausreißer auf der Suche nach dem Stern von Bethlehem, von alten Postämtern und von der Polizei. Von der echten ebenso wie vom Dreh der Kultserie „Polizeiinspektion 1“.

Hans“ Schlehhuber wohnte von klein auf in Haidhausen – und stets rund um den Johannisplatz neben St. Johann Baptist.
Hans“ Schlehhuber wohnte von klein auf in Haidhausen – und stets rund um den Johannisplatz neben St. Johann Baptist. © Schlaf

Das Film-Revier der TV-Beamten lag nämlich nicht in der Altstadt, wie die Serie vorgibt, sondern in der Balanstraße. Und weil es quasi ums Eck lag, fragte das Filmteam bei Schlehhuber am Johannisplatz an, ob es nicht in seiner Wohnung drehen dürfe. Die sollte die Kulisse bilden für das neue Zuhause des Inspektionschefs samt Familie.

Doch der Haidhauser lehnte ab. „Meine Frau und ich haben damals noch gearbeitet. Da wollten wir nicht, dass während unserer Abwesenheit Dreharbeiten in unserem Wohnzimmer stattfinden.“ Gedreht wurde dann in einer Nachbarwohnung.

Schlehhuber war früher im Sozialamt tätig. Erst vor einem Jahr hat er mit dem Schreiben begonnen. Am Donnerstag, 9. Dezember, stellt er seine Geschichten ab 19 Uhr im Kolpingsaal, Kirchenstraße 6, vor. Anmelden kann man sich unter vke@kayser-eichberg.de.

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