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Übernachtungen sind in Münchens Hotels während der Wiesn doppelt so teuer wie sonst

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Während der Wiesn werden in München Rekorde gebrochen.
Während der Wiesn werden in München Rekorde gebrochen. © dpa/Tobias Hase

Endlich wieder Wiesn: Warum das Oktoberfest im Allgemeinen ein Fest der Superlative ist – und in diesem Jahr im Speziellen Rekorde brechen könnte...

München - Zur Wiesn-Zeit wird’s kuschelig in München – zumindest, was Hotelbetten anbelangt. Während des Oktoberfests 2019 waren an den meisten Tagen über 90 Prozent ausgebucht, weiß Ralf Zednik von München Touristik. „Nur montags ging es zum Teil auf 80 Prozent runter.“ Dabei zählt die Stadt im Frühherbst nicht einmal die meisten Touristen. „Vor Corona war der Juli meistens der stärkste Monat“, sagt Zednik. Vor drei Jahren kamen in dem Sommermonat über 900 000 Gäste in die Stadt – etwa 100 000 mehr als im September und Oktober.

Doppelt so teuer wie regulär: Das kosten Hotelübernachtungen in München während der Wiesn

Für die Wiesn heuer rechnet Martin Stürzer – stellvertretender Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands München sowie Geschäftsführer des „Europäischen Hofs“ und „Hotel Marc“ – mit einer ähnlichen Hotel-Auslastung wie 2019. Schon Wochen vor dem Wiesn-Start seien in seinen Häusern an den Wochenenden nur noch Restkapazitäten zu haben gewesen. Zum Ende der Sommerferien seien die Buchungen nochmal stark angestiegen, „besonders für Termine unter der Woche“.

Martin Stürzer, stellvertretender Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands München.
Martin Stürzer, Hotelier und stellvertretender Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands München. © privat

Was ihm Hoffnung macht: „Im Hotel Marc hatte ich diesen Sommer eine Auslastung wie nie zuvor, immer über 90 Prozent“, sagt der Hotelier. Darum seien auch die Zimmerpreise wieder so hoch wie vor Corona. „Zur Wiesn wird man in München im Schnitt 300 Euro für ein Doppelzimmer zahlen müssen.“

Zum Vergleich: Zum Ende der Sommerferien seien es – wenn kein größeres Event stattfindet – etwa 150 Euro. „Natürlich sind die Preise während des Oktoberfests sehr teuer“, weiß auch Stürzer. Ein Grund dafür: Zusatzkosten der Hotels während der Wiesn – etwa für Dekoration, zusätzliche Reinigungen oder Sicherheitspersonen. „Aber am Ende geht es immer um Angebot und Nachfrage.“

Immerhin: Ersteres ist gestiegen. Laut München Touristik gibt es heuer mit 93 000 Hotelbetten gut 6000 mehr als noch vor Corona.

Rekorde

Bricht die Wiesn 2022 nach zwei Jahren Zwangspause alle Rekorde? Diese Bestmarken gelten aktuell:

Besucher: 7,1 Millionen Menschen verzeichnete man 1985.

Maß Bier: 2011 wurden 7,92 Millionen Maß Bier ausgeschenkt.

Ochsen: 2017 wurden sage und schreibe 146 Ochsen verspeist.

Hendl: Stolze 808 000 Hendl sind 1991 verputzt worden.

Glühwein: Mit 3700 Litern ist wohl 2004 am meisten Glühwein getrunken worden. Dieser darf nur ausgeschenkt werden, wenn es an drei Tagen in Folge unter zehn Grad hat. Offiziell bestätigt ist dieser Rekord nicht.

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