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Für einen sicheren Schulweg: Schüler des Willi-Graf-Gymnasiums fordern Maßnahmen in der Borschtallee

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Von: Kassandra Fischer

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Schüler im Kreuzungsbereich von Karl-Theodor- und Angererstraße und der Borschtallee.
Schüler im Kreuzungsbereich von Karl-Theodor- und Angererstraße und der Borschtallee. © Ahrens

Schülersprecher und Elternbeirat des Willi-Graf-Gymnasiums schlagen Alarm und fordern Maßnahmen zur Schulweg-Sicherheit in der Borschtallee.

Schwabing-West - Wenn die Schüler des Willi-Graf-Gymnasiums am Morgen angeradelt kommen, wird es auf den letzten Metern oftmals ziemlich gefährlich. Zwischen fahrenden und parkenden Autos müssen sie sich den Weg durch die Borschtallee bahnen. Für die beiden Schülersprecher Niklas Reich und Emil Döberlein (beide 16) steht fest, dass sich etwas ändern muss. „Die Situation ist nicht länger zumutbar“, sagt Reich. „Es geht um die Sicherheit von Schülern. Bis noch etwas ernsthaftes passiert, ist es nur eine Frage der Zeit“, warnt der Elftklässler.

Gefährliche Situation für Schüler in der Borschtallee: Maßnahmen für einen sicheren Schulweg gefordert

Die Situation schnellstmöglich verbessern will auch Sibo Ahrens. Er ist im Elternbeirat und hat zwei Söhne in der 7. Klasse. Gemeinsam mit Reich hat er bei der Bürgerversammlung deshalb einen Antrag gestellt, in dem sie eine Reihe von Maßnahmen fordern. Er wurde einstimmig angenommen.

Zum Hintergrund: Die Borschtallee ist eine Fahrradstraße. Davon merke man in der Praxis jedoch wenig, so die Kritiker. Da es sich um eine Sackgasse handelt, geht es für hineinfahrende Fahrzeuge – es gilt „Anlieger frei“ – auch bloß auf demselben Weg wieder hinaus. Am Morgen seien das vor allem sogenannte Elterntaxis, die ihre Sprösslinge mit dem Auto bis zum Schulhof vorfahren und dort trotz Halteverbot stehen bleiben. Dann müssen sie wenden und wieder zurück.

Mit jeder grünen Ampelphase bahnt sich jedoch ein Schwall von neuen Radlern seinen Weg. Da wird es schnell eng. Ausweichen müssten dann meist die Schüler auf dem Rad, Platz dafür gibt es aber keinen: Eine der beiden Fahrspuren steht voller parkender Autos. Sie können entlang der Straße derzeit gebührenfrei abgestellt werden. Anlieger gebe es praktisch keine, stattdessen stünden dort hauptsächlich Dauerparker, teils mit ausländischen Kennzeichen, kritisiert Reich.

Gefahren in der Borschtallee: Schülersprecher fordern Maßnahmen für mehr Sicherheit

Zur Verbesserung der Situation sollen deshalb die gebührenfreien Parkplätze entlang der Allee aufgelöst werden und ein Halteverbot entlang der gesamten Borschtallee gelten, so die erste Forderung. Die Polizei soll den Bereich zu den Stoßzeiten intensiver kontrollieren. Eine Kurzparkzone an der Karl-Theodor-Straße könnte zudem das Einfahren der „Elterntaxis“ in die Borschtallee überflüssig machen, glauben die Antragssteller und fordern dort einige Stellplätze entsprechend umzuwandeln. Die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich von Karl-Theodor- und Angererstraße und der Borschtallee soll außerdem analysiert werden – mit dem Ziel, auch dort die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Weiteres Problem: Die Radabstellflächen auf dem Schulgelände reichen bei weitem nicht mehr aus. Der Parkplatz am Wendehammer, gleich nach dem Haupteingang des Gymnasiums, soll deshalb aufgelöst werden. Stattdessen könnten dort neue Radabstellmöglichkeiten entstehen.

Dass sich etwas tun muss, steht für Reich außer Frage. Es gehe schließlich um die Gefährdung von Schülern. „Und es wird jedes Jahr schlimmer.“ Der gestellte Antrag zeige, dass man die Situation mit einfachen Mitteln verbessern könne. Für Ahrens geht es auch um die Frage nach der Verteilung des öffentlichen Raums. Er verspricht: „Wir werden nicht mehr locker lassen!“

Döberlein, Niklas Reich und Sibo Ahrens (v. li.) fordern Maßnahmen, damit der Schulweg zum Willi-Graf-Gymnasium sicherer wird.
Döberlein, Niklas Reich und Sibo Ahrens (v. li.) fordern Maßnahmen, damit der Schulweg zum Willi-Graf-Gymnasium sicherer wird. © Kassandra Fischer

Der Bezirksausschuss aus Schwabing-West befasst sich am Mittwoch, 28. September, um 19.30 Uhr, in der Aula des Berufsschulzentrums, Elisabethplatz 4, mit dem Thema.

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