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Windkraft im Forstenrieder Park ist wirtschaftlich möglich - jetzt folgt die weitere Planung

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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 Forstenrieder Park
Im Forstenrieder Park könnte Platz für mindestens drei Windkraftanlagen sein. © soph/Archiv

Der Forstenrieder Park wäre ein potenziell ertragreicher Standort für Windräder. Die Kommunen Pullach und Neuried befassen sich mit dem weiteren Vorgehen.

Windkraft aus dem Forstenrieder Park – dieser Idee geht künftig eine Arbeitsgemeinschaft der Kommunen Pullach und Neuried sowie des Landkreises München nach.

Dem hat der jüngste Kreisausschuss für Energiewende, Landwirtschafts- und Umweltfragen zugestimmt. Pullach und Neuried lassen bereits länger ausloten, ob sich der Forstenrieder Park für Windräder eignen würde. Dazu haben sie sich beim Bayerischen Wirtschaftsministerium um einen sogenannten „Windkümmerer“ beworben. In dieser Position berät die beiden Kommunen seit Oktober der Sollner Energiefachmann Peter Beermann.

Die Ergebnisse der Voruntersuchungen seien vielversprechend, sagt Beermann. „Alle potenziellen Standorte wurden in Bezug auf die Windhäufigkeit untersucht und wären vom Ertrag her wirtschaftlich.“ Grundsätzlich gilt: Windräder wären im Süden des Parks ertragreicher als im Norden, weil dort das Gelände höher liegt und mehr Wind weht.

Im Süden ist der Abstand zur nächsten Gemeinde aber geringer als die benötigte zehnfache Windradhöhe. „Entlang der Autobahn gibt es aber eine etwa 200 Hektar große Fläche, die ausreichend Abstand in alle Richtungen hat. Auf diese werden wir uns wohl konzentrieren“, so Beermann. Aktuelle Szenarien sähen dort drei Windräder vor.

Peter Beermann
Der Sollner Energiefachmann Peter Beermann berät die beiden Kommunen. © soph/Archiv

Windkraft im Forstenrieder Park: zur weiteren Planung Langzeit-Windmessung vonnöten

Um die Pläne zu konkretisieren seien weitere, kostenintensive Untersuchungen – etwa eine Langzeit-Windmessung und ein artenschutzrechtliches Gutachten – nötig. Hier kommt die „Arbeitsgemeinschaft Windenergie Forstenrieder Park“ ins Spiel: In deren Rahmen soll der Landkreis die „für kleinere Kommunen kaum tragbaren, wirtschaftlichen Risiken“ zumindest zeitweilig übernehmen. Zudem könnten sich der „Arbeitsgemeinschaft Windenergie Forstenrieder Park“ weitere interessierte Nachbarkommunen anschließen.

Mit den Bayerischen Staatsforsten gebe es bereits Gespräche. „Verschnellert wird der Prozess durch eine Arbeitsgemeinschaft aber nicht“, meint Beermann. Bestenfalls könnten 2024 Windräder im Park stehen.

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