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Bündnis bezahlbarer Wohnraum stellt Maßnahmen vor – so reagieren Münchner Politiker darauf

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Von: Sabina Kläsener

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Der soziale Wohnungsbau soll bis 2026 mit 14,5 Milliarden Euro gefördert werden.
Der soziale Wohnungsbau soll bis 2026 mit 14,5 Milliarden Euro gefördert werden. © dpa/Carsten Hoefer

In München sollen mehr Wohnungen gebaut werden. Dazu hat das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum nun ein Maßnahmenpaket vorgestellt. Die Politiker reagieren:

400 000 Wohnung sollen jährlich entstehen: Das hat die Ampel-Regierung im Koalitionsvertrag festgehalten. Doch schon vor dem Ukraine-Krieg, steigenden Energiepreisen und mangelnden Baustoffen wurde dieses Ziel verfehlt. Das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum, bestehend aus verschiedenen Akteuren wie Studentenwerk, Vertretern der Baubranche und Gewerkschaften, hat nach sechs Monaten Beratung ein Maßnahmenpaket vorgestellt.

Darin enthalten: Bis 2026 sollen 14,5 Milliarden Euro in den sozialen Wohnungsbau fließen, Bauanträge sollen in Zukunft digital und somit schneller gestellt werden können. Kann das die angespannte Lage in München verbessern?

Maßnahmenpaket für mehr Wohnungen: Digitalisierung soll Bauprozess erleichtern

„An der Entwicklung des digitalen Bauantrags arbeiten wir bereits, einzelne Komponenten wie das Hochladen von Anlagen zu den Anträgen sind schon fertig“, erklärt OB Dieter Reiter (SPD). „Wichtig für München sind auch sektorale Bebauungspläne, mit denen der Bau von mehr bezahlbaren Wohnungen möglich wird“, sagt Anna Hanusch (Grüne). Sie vermisse hingegen mehr Nachdruck beim Erhalt des Bestands – ebenso eine realistischere und ehrlichere Zielsetzung von der Bundesregierung. Heike Kainz (CSU) erklärt: „Es ist ein richtiges Signal. Wir müssen uns genau anschauen, wo München von diesen Maßnahmen profitieren kann.“ Dafür müsse die Umsetzung klappen, wo oftmals die Probleme liegen würden.

Auch digitale Akten könnten vieles beschleunigen – „hier ist die Stadt gefragt“. Simone Burger (SPD) begrüßt die Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau, sieht aber auch den Freistaat in der Pflicht: „Der Freistaat muss nachlegen. Wenn Baukosten und Bauzinsen steigen, muss es auch eine höhere Förderung geben.“ Positiv sei das Programm für junges Wohnen, bei dem München mit dem AzubiWerk schon vorangeschritten sei.

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