1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Hallo München

Was die GWG in dem Quartier rund um die ehemalige Strobel-Fabrik plant

Erstellt:

Von: Daniela Borsutzky

Kommentare

Die GWG will in dem Areal „Angler-/Heimeranstraße“ mehr Wohnraum schaffen.
Die GWG will in dem Areal „Angler-/Heimeranstraße“ mehr Wohnraum schaffen. © Daniela Borsutzky

Die GWG hat die Pläne für das Areal rund um die ehemalige Strobel-Fabrik bekanntgegeben. Dabei werden insgesamt zwei Varianten vorgestellt. Was geplant ist:

Westend - Es ist eines der wenigen Industriegebäude im Stadtbezirk, das noch erhalten ist: die ehemalige Nähmaschinenfabrik Strobel an der Heimeranstraße 68. Im Erdgeschoss ist dort heute ein HiFi-Geschäft. Künftig will die städtische Wohnungsgesellschaft GWG in dem Areal „Angler-/Heimeranstraße“ mehr Wohnraum schaffen.

Konkret: Die alte Fabrik ist Teil einer Konzeptidee für die Adressen Heimeranstraße 68 und 70 sowie Anglerstraße 4, 6 und 8, sagt GWG-Sprecher Michael Schmitt gegenüber Hallo. „Durch Umnutzung von Gewerbeflächen könnte künftig weit mehr Wohnraum als im Bestand vorhanden generiert werden.“

Planungen um Ehemalige Strobel-Fabrik: Zwei Varianten bei LBK eingereicht

Für die Strobel-Fabrik und die westlich angrenzende Hausnummer wurde bereits ein Vorbescheid in zwei Varianten eingereicht, wie Ingo Trömer vom Planungsreferat bestätigt: „Sanierung der Bestandsgebäude mit teilweiser Umnutzung von Gewerbe zu Wohnen (Variante A) oder Abbruch und Neubau der Vordergebäude Nr. 68 und 70 (Variante B) sowie Neubau mit Tiefgarage.“

Ein Abriss und Neubau sei zum heutigen Planungsstand nicht das Ziel der GWG. Doch: „Die Bausubstanz weist inzwischen erhebliche Mängel auf. Es besteht daher eine hohe Leerstandsquote und die Bewirtschaftung ist verglichen mit den regulären Standards der GWG München aufwendig“, sagt Unternehmenssprecherin Nadine Kölmel.

Ziel sei es, „mit dem Bestand behutsam umzugehen und ein innovatives neues Gesamtkonzept anzubieten“. Im Fokus stehe „das gemeinschaftliche Denken des gesamten Areals“, und mehr Wohnraum zu schaffen. Daher soll es in Zukunft mehr gemeinschaftliche Flächen geben, wie beispielsweise eine Werkstatt, ein großes Kinderspielzimmer, ein CoWorking-Raum und eine Dachterrasse. „Der Skelettbau im Rückgebäude der Heimeranstraße 68 soll weiterhin gewerblich genutzt werden und ermöglicht im Grundriss eine flexible Raumgestaltung“, sagt Schmitt.

Planungen um Ehemalige Strobel-Fabrik: Erste Sanierungen ab 2024 möglich

Die GWG möchte möglichst viele verschiedene Fördermodelle bis zu freifinanzierten Wohnungen anbieten und so für „eine gute Durchmischung der Bewohnerschaft“ sorgen. Zudem soll das „kreative Flair im Hinblick auf die Geschichte des Areals erhalten beziehungsweise neu interpretiert werden“. Künstlern, Designern und Start-Ups sollen Flächen angeboten werde. Auch ein „umfangreiches Mobilitätskonzept“ ist vorgesehen.

Da man sich noch in der Konzeptphase befinde, könne man keinen konkreten Zeitplan nennen. „Wir gehen allerdings davon aus, dass erste Sanierungsmaßnahmen ab 2024 erfolgen könnten. Die weitere Entwicklung des Geländes könnte dann ab circa 2027 erfolgen.“

Mit den heutigen Mietern der gewerblichen Flächen sowie der Wohnungen werde man frühzeitig in Kontakt treten und diese in die weiteren Entwicklungen einbinden, verspricht die GWG. „Die Fläche des bestehenden Edeka soll weiterhin der Nahversorgung dienen“, sagt Schmitt.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare