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Kostenlose Programmier-Kurse für Schülerinnen - viermonatiger Workshop startet noch im September 

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Von: Kassandra Fischer

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Studentinnen der Technischen Universität bringen Schülerinnen kostenlos Programmieren bei.
Studentinnen der Technischen Universität bringen Schülerinnen kostenlos Programmieren bei. © she.codes

Um mehr Schülerinnen für die Naturwissenschaften zu begeistern, bietet die Initiative „she.codes“ jetzt kostenlose Programmierkurse für Mädchen an. Was dahinter steckt...

Maxvorstadt Studentinnen im MINT-Bereich (kurz für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) verbindet vor allem eines: In den Hörsälen sind sie deutlich unterrepräsentiert. Das weiß auch Clara Buchholz. Sie studiert Wirtschaftsinformatik im Master an der Technischen Universität München (TUM). 2021 lag dort der Anteil der Studentinnen an der Fakultät für Informatik bei 21,15 Prozent.

„Das ist unheimlich niedrig“, bedauert die 25-Jährige aus dem Glockenbachviertel. „Und die Quote hat sich in den letzten Jahren nicht riesig verändert.“ Schade findet sie auch, dass viele junge Frauen überhaupt erst im Studium einen Zugang zum Programmieren finden. Um das zu ändern, bietet sie im Rahmen des Projekts „she.codes“ kostenlose Kurse für Schülerinnen an.

„Wir wollen den jungen Mädchen die Chance bieten, das Programmieren einfach mal auszuprobieren“, sagt Buchholz, die 2020 half, die Hochschulgruppe in München aufzubauen.

Programmier-Workshops für Schülerinnen: Mehr Mädchen für den MINT-Bereich gewinnen

Entstanden war das Projekt 2019 in Karlsruhe. Durch Corona verlagerten sich die Kurse allerdings recht schnell in den digitalen Raum. Das bot ganz neue Möglichkeiten und vor allem eine größere Reichweite. „Schülerinnen aus ganz Deutschland, aber auch der Schweiz und Österreich können dadurch teilnehmen“, freut sich Buchholz. Ebenso flexibel sind auch die Lehrenden.

Inzwischen besteht die Gruppe aus rund 50 ehrenamtlichen Frauen, vor allem Studentinnen, die im MINT-Bereich tätig sind. „Jede IT-interessierte Frau ist bei uns willkommen.“ Insgesamt 580 Schülerinnen haben bislang an dem kostenlosen Angebot teilgenommen. Es richtet sich dabei speziell an Elf- bis 14-jährige Mädchen. Diese Altersspanne ist dabei bewusst von „she.codes“ gewählt worden.

Denn: „Die Forschung hat gezeigt, dass Mädchen sich in dem Alter weniger für Mathe, Informatik und Naturwissenschaften interessieren“, erklärt Buchholz. Und das liege nicht an den Mädchen, betont sie. Sondern an Vorurteilen gegenüber MINT-Fächern, fehlenden weiblichen Vorbildern – in Filmen, Büchern, aber auch im echten Leben – sowie an der unterschiedlichen Förderung durch Lehrkräfte und Eltern, die man bei Jungen und Mädchen beobachten könne. „Genau da wollen wir ansetzen.“

she.codes Workshops

An insgesamt vier Sonntagen (25. September, 23. Oktober, 20. November und 11. Dezember) können Mädchen zwischen elf und 14 Jahren beim „Code-Together Programm“ die Grundlagen der Programmierung lernen. Das kostenlose Angebot findet online, jeweils von 11 bis 13.30 Uhr statt. Keine Vorkenntnisse nötig. Infos und Anmeldung unter https://codes.education/

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