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Das Würmtal wählt neue Pfarrgemeinderäte ‒ Online mit mehr Wählern, aber weniger Kandidaten

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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An die Wahlurnen gerufen sind die Katholiken im Würmtal am Sonntag, 20. März. Sie können heuer aber auch vorab im Internet abstimmen.
An die Wahlurnen gerufen sind die Katholiken im Würmtal am Sonntag, 20. März. Sie können heuer aber auch vorab im Internet abstimmen. © dpa/Felix Kästle

Die digitale Abstimmung für die Pfarrgemeinderäte soll die Wahlbeteiligung steigern – im Würmtal gestaltet sich die Suche nach Kandidaten allerdings schwierig.

Würmtal - Die Katholiken im Würmtal wählen ihre Pfarrgemeinderäte (PGR) für die kommenden vier Jahre. Offizieller Wahltag ist Sonntag, 20. März. Allerdings können die Pfarreimitglieder in Gräfelfing, Neuried und Planegg schon jetzt abstimmen – nicht nur per Brief, sondern erstmals auch digital. Organisiert wird das von der Erzdiözese München-Freising.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Wahl des Pfarrgemeinderats: digitales Angebot soll Beteiligung im Würmtal steigern

„Wir hoffen, dass wir so noch mehr Menschen erreichen“, sagt Thomas Heidenreich, der derzeit noch dem PGR von St. Stefan in Gräfelfing vorsteht. Vor vier Jahren habe die Wahlbeteiligung bei knapp 20 Prozent gelegen. Damals hatten alle Berechtigten erstmals die Unterlagen zugeschickt bekommen, was die Beteiligung in der gesamten Erzdiözese steigerte. „Ich denke schon, dass das Angebot der digitalen Stimmabgabe noch einmal einen Schub geben wird“, vermutet der PGR-Vorsitzende in St. Elisabeth Planegg, Achim Thomas.

Sein Neurieder Pendant – Stefan Schimpfle – hofft, dass die Online-Wahl auch Jüngere mobilisiert. Wahlberechtigt sind alle Pfarreimitglieder ab 14 Jahren. „Das wäre klasse, weil die Wahl zeigt ja auch das allgemeine Interesse an unserer Arbeit für die Pfarrgemeinde“, sagt Schimpfle.

Neuer Pfarrgemeinderat: Suche nach Kandidaten im Würmtal schwierig

Und die sei seit der Corona-Pandemie ungleich schwerer geworden. „Weil wir viele Aktivitäten runterfahren mussten, haben einige schon den Bezug zur Pfarrei verloren.“ Das habe sich auch bei der Kandidatensuche für die PGR-Wahl bemerkbar gemacht. Fünf von neun Pfarrgemeinderäten haben ihr Engagement beenden wollen. Ersatz für sie zu finden: eine Herausforderung. „Wir sind froh, dass wir wenigstens acht Kandidaten zusammenbekommen haben“, erklärt Schimpfle.

Damit die Neurieder Katholiken aber eine echte Wahl haben, werden heuer nur noch sieben statt neun Pfarrgemeinderäte gewählt. Vor 2018 seien es Schimpfle zufolge sogar noch zehn gewesen.

Pfarrgemeinderäte im Würmtal: Viele langjährige Mitglieder treten zur Wahl nicht mehr an

Auch in anderen Pfarrgemeinden wird es personelle Umbrüche geben. Beim PGR St. Johannes Evengelist in Lochham stellen sich nur zwei der sechs Mitglieder erneut zur Wahl. In St. Elisabeth in Planegg bewerben sich heuer zehn Kandidaten um acht Ämter. Mehrere langgediente Mitglieder stehen nicht mehr zur Verfügung – darunter der Vorsitzende Achim Thomas.

Bei St. Stefan in Gräfelfing hört der Vorsitzende Thomas Heidenreich ebenfalls auf, nach 24 Jahren Ehrenamt. „Es ist wichtig, neue Leute ranzulassen, sonst gibt es keine Veränderung“, erklärt er seine Entscheidung. Neben ihm werden zwei weitere Mitglieder des sechsköpfigen Gremiums nicht mehr antreten. „Aber wir konnten neun Kandidaten aufstellen, auch wenn wir suchen mussten.“

Hängt die schwierige Kandidatensuche auch mit dem im Januar veröffentlichten Missbrauchsgutachten zur Erzdiözese zusammen? „Eher nicht“, so der Tenor der aktuellen PGR-Vorsitzenden im Würmtal. Vielmehr sei es heute für alle Ehrenämter schwer, Menschen zu begeistern.

So funktioniert die Abstimmung

Die Online-Wahl für die Pfarrgemeinderäte ist bereits gestartet und noch bis Donnerstag, 17. März, 16 Uhr möglich. Jeder Wahlberechtigte hat dafür per Brief ein individuelles Passwort und den Zugangslink zugeschickt bekommen. Auch eine Teilnahme per Briefwahl ist möglich. Der Brief muss dafür spätestens am Sonntag, 20. März, 12 Uhr, in den Pfarrbüros eingegangen sein.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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