Ärger über Lärm und Schmutz

München: 2. Stammstrecke sorgt bei Anwohnern für Baustellen-Ärger

Max Haas (li.) und Ekkehard Lübke in der Zufahrt zur Baustellenstraße (re) für die Stammstrecke auf Höhe des Engasserbogens. Laut Bahn wird diese Einfahrt nur im Notfall benutzt. Die Anwohner dagegen berichten von regem Verkehr von Lkw, Lieferwagen und Autos.
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Max Haas (li.) und Ekkehard Lübke in der Zufahrt zur Baustellenstraße (re) für die Stammstrecke auf Höhe des Engasserbogens. Laut Bahn wird diese Einfahrt nur im Notfall benutzt. Die Anwohner dagegen berichten von regem Verkehr von Lkw, Lieferwagen und Autos.

Einige Anwohner sind über die Baustelle für die zweite Stammstrecke in München verärgert. Was die Streitpunkte sind und wie die Bahn auf die Beschwerden reagiert.

Nymphenburg - Ab 7 Uhr früh piepst es am Engasserbogen. Die durchdringenden Warntöne von Baugeräten auf der dortigen Brückenbaustelle vermischen sich mit weiterem Getöse von der Baustelle für die zweite S-Bahn-Stammstrecke, besonders dem Verkehrslärm von der Baustellenstraße.

„Einigen pressiert’s ganz besonders. Die sausen da mit 60 bis 80 Sachen durch“, sagt Anwohner Max Haas (86). Das sei nicht nur laut, sondern wirble auch jede Menge Schmutz und Staub auf.

Haas und sein Nachbar Ekkehard Lübke (48) sind deshalb genervt und erwarten Hilfe von der Bahn: „Uns geht es darum, dass man ein gutes Miteinander findet, immerhin haben wir diese Baustelle noch mindestens fünf Jahre vor der Türe“, sagen beide.

Ihre Hauptforderungen: Schilder mit einem Tempolimit für die Baustraße, auch wenn diese privat ist und nicht der Straßenverkehrsordnung unterliegt, häufigere Reinigungsintervalle sowie eine bessere Kommunikation zwischen Bürgern und Bahn.

Bahn kündigt Entlastung ab Juli an

Deren Sprecherin versichert auf Hallo-Anfrage: „Wir nehmen die Beschwerden der Anwohner hinsichtlich der Lärm- und Staubentwicklung sehr ernst und stehen dazu in regelmäßigem Austausch mit den Baufirmen vor Ort.“ In Anwohner-Newslettern werde „kontinuierlich über außerplanmäßige Nacht- oder Wochenendarbeiten“ informiert.

So auch aktuell: „Noch bis in den Juli hinein muss an vielen Wochenenden und auch abends lange gearbeitet werden, damit die Stabbogenbrücke fertiggestellt und an ihre finale Position geschoben werden kann. Anschließend wird sich die Lage für die Anwohner im Wohngebiet Hirschgarten deutlich entspannen“, erklärt die Bahn-Sprecherin.

Um die Staubentwicklung zu reduzieren, seien regelmäßig Reinigungsgeräte im Einsatz. Die Bahn werde die aktuellen Anwohner-Beschwerden jedoch wieder an die Baufirmen weitergeben – ebenso den Vorschlag einer Tempovorgabe auf der Baustraße.

ul

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