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Münchner Haus der Schüler*innen fördert Engagement von jungen Menschen

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Von: Kassandra Fischer

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Konstantin und Adina engagieren sich im „Münchner Haus der Schüler*innen“ am Stiglmaierplatz.
Konstantin und Adina engagieren sich im „Münchner Haus der Schüler*innen“ am Stiglmaierplatz. © kf

Direkt beim Stiglmaierplatz gibt es seit 100 Tagen das „Münchner Haus der Schüler*innen“. Von Umweltaktivisten wie „Fridays For Future“ bis zu Schülermitverwaltungen – hier gibt es eigens Räume für jugendliches Engagement.

Maxvorstadt - Mehrzweckflächen mit Beamer und Monitor, eine „Chill-Area“ mit Sofas und zahlreiche Möglichkeiten zum sich Vernetzen – seit 100 Tagen gibt es am Stiglmaierplatz, Brienner Straße 59, das lang ersehnte und jahrelang erkämpfte „Münchner Haus der Schüler*innen“ (MHDS). „Wir wollen das Engagement von jungen Leuten unterstützen und sichtbar machen und haben dafür jetzt die perfekten Räume“, findet Adina Rath. Die 18-Jährige hat heuer Abitur gemacht und ist seit einem Jahr im Vorstand des Trägervereins aktiv.

München: Haus der Schüler*innen will Engagement von jungen Menschen fördern

Zu den Öffnungszeiten können Schüler einfach kommen, sich hinsetzen und arbeiten – in kleinen Gruppen oder alleine. Dann ist auch immer einer der drei sogenannten Hosts da. Dahinter stecken Mitarbeiter wie Konstantin, die selbst noch zur Schule gehen. Er ist Ansprechpartner vor Ort. Dass er selbst noch Schüler ist, sei besonders wichtig. Denn: „Man soll hier von seinesgleichen begrüßt werden“, erklärt Adina.

Früher waren in den Räumen eine Bankfiliale und eine Versicherung. „Wir hatten erst Angst, dass es weiterhin danach aussieht“, gibt Adina zu. Doch inzwischen sind auf den rund 500 Quadratmetern zahlreiche Möglichkeiten für Münchner Schüler entstanden – und weiter am Entstehen. Die Notwendigkeit sei auch groß. Denn: „Der öffentliche Raum ist jugendunfreundlich, überall kostet es etwas“, kritisiert Adina. Im MHDS zahlen die Schüler für alle Getränke bloß einen Euro, es sei aber auch okay, nichts zu konsumieren. Man kann die Räume außerdem kostenfrei mieten, beispielsweise für Podiumsdiskussionen oder Seminare von Schülermitverwaltungen. Vor allem ein abgetrennter Raum mit extra Eingang eigne sich gut für Projektarbeiten und wird häufig von „Fridays For Future“ genutzt. Finanziert wird das Ganze von der Stadt.

MHDS am Stiglmaierplatz: 100-Tage Bilanz mit positivem Feedback

Die ersten 100 Tage seien eine spannende Zeit gewesen – vor allem, weil es endlich Feedback gab. „Wir haben das Gefühl, echt was geschafft zu haben. Die Räume werden super angenommen“, freut sich Adina. Immer wieder bekomme sie zu hören, wie froh Jugendliche sind, dass es das Haus jetzt gibt. Positive Rückmeldungen gebe es aber von allen Seiten. „Es ist einfach toll zu hören: ,Wenn es das bei mir gegeben hätte, hätte mir das geholfen.‘“ Kritik gab es nur vereinzelt. „Manchen gefallen zum Beispiel unsere selbstgebauten Tische nicht“, schmunzelt Adina.

Offene Türen für engagierte Jugendliche

Nicht kommerzielle Räume für Schüler gibt es seit Mitte Juli an der Brienner Straße 59. Dahinter steht der Trägerverein „Münchner Haus der Schüler*innen“. Geöffnet ist das Haus Dienstag bis Donnerstag von 15 bis 20 Uhr, am Freitag von 16 bis 20 Uhr. Jede Gruppe, die sich an ihrer Schule oder für die Interessen von Schülern engagiert, kann auch sogenanntes Member im MHDS werden. Feste Mitglieder sind derzeit „Fridays For Future“, die „Stadtschüler*innenvertretung München“ und das „Münchner Schüler*innenbüro“.

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