Kreative und Jugend

Soziale Projekte am Leonrodplatz: Bürgerversammlung will Jugendliche und Künstler fördern

Das Zwischennutzungsprojekt „Gabriele“ könnte ein zusätzliches Angebote für Jugendliche im Viertel schaffen.
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Das Zwischennutzungsprojekt „Gabriele“ könnte ein zusätzliches Angebot für Jugendliche im Viertel schaffen.

In Neuhausen ist man sich bei der Bürgerversammlung einig: Jugend- und Künstlerprojekte am Leonrodplatz sollen unterstützt werden. Welche Anträge beschlossen wurden.

Neuhausen - Mehr Platz und Förderung für Jugendliche und Künstler in Neuhausen-Nymphenburg: Dazu wurden in der jüngsten Bürgerversammlung für den Stadtbezirk mehrere Anträge beschlossen.

Einstimmig unterstützten die Anwesenden, dass die sogenannte Halle 23 im Kreativquartier für fünf bis sechs Jahre „als Pilotprojekt für kulturelle Bildung mit Stadtteilbezug“ entwickelt werden und der Jugend zur Verfügung stehen soll.

Um den Betrieb kümmern will sich die Kooperationsgemeinschaft „Gabriele“ aus örtlichen Jugendhilfeträgern wie IMAL und Kontrapunkt. Antragsteller Ulrich Gläß von Kontrapunkt erläuterte, dass die Stadt vor allem für die Miete aufkommen müsse, da mit den geplanten kommerzfreien Sozial- und Kulturprojekten keine Einnahmen zu erwirtschaften seien.

Aktuell schreibt die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft (MGH), ein Tochterbetrieb der Stadt, die Halle für eine Miete von rund 13,40 Euro pro Quadratmeter aus. Folgt die Stadt dem Beschluss der Bürgerversammlung, könnte das bereits bestehende, derzeit aber heimatlose Zwischennutzungsprojekt „Gabriele“ dort weiterbestehen und zusätzlich Angebote für Jugendliche im Viertel schaffen.

Ums Kreativquartier am Leonrodplatz ging es auch in den Anträgen von Christian Schnurer vom Berufsverband Bildender Künstler. Er wünscht sich von der Stadt, dass diese Flächen auf dem Gelände für „Kunst im Öffentlichen Raum“ kostenlos zur Verfügung stellt – quasi als „Markenzeichen“ des Quartiers.

Ein solcher Mietpreisverzicht eröffne Künstlern die Chance auf Fördergelder vom Freistaat Bayern. Dies gelte für Kunstprojekte, die bis Ende 2021 starten, so Schnurer.

Zudem wies er auf zwei leerstehende Betriebswohnungen im Gebäude der „Halle 6“ hin und beantragte, dass die MGH diese in Zusammenarbeit mit Künstlern dieser Halle umgehend nutzbar macht. Beide Initiativen stießen auf Zustimmung.

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