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NFTs in München: Panini-Alben in der Cloud

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Von: Sebastian Obermeir

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NFT Sammelkarten
Preise, fast wie am regulären Transfermarkt: Mehr als 100.000 Euro gehen zum Teil für die Sammelkarten des FC Bayern über den Tisch. © dpa/Peter Kneffel

Ein digitales Stück München besitzen – das ermöglichen sogenannte NFTs. Was dahintersteckt...

STRG+C, STRG+V und schwupps gibt es die Datei zweimal. Mit sogenannten NFTs (siehe Kasten) ist das nicht so einfach: „Die NFTs ermöglichen es, ein digitales Unikat zu schaffen“, erklärt Björn Jansen von NFTMunich. In anderen Worten: „Es gibt Millionen Kopien der Mona Lisa. Aber nur ein Original, das im Louvre hängt. Wenn ein Künstler nun ein digitales Kunstwerk schafft, kann er es zum NFT und damit einmalig machen.“

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Immer mehr Münchner Unternehmen entdecken NFTs

Tatsächlich entdecken immer mehr Münchner Künstler und Galeristen die Technologie für sich, so der Experte, der mit seiner Firma andere dabei berät, wie sie in die Welt dieser neuen Technologie eintauchen können. Auch die großen Münchner Unternehmen versuchen, die richtige Nische für sich zu finden, sagt er. Besonders viel tue sich aber auf der Community- und Sammlerseite.

NFT-Sammelalben vom FC Bayern München

Erkannt haben das nicht nur die Fußballer des FC Bayern, dessen Spieler man quasi in einer Art digitalem Panini-Album sammeln kann, sondern auch der FC Bayern Basketball. Der Club gab ein NFT-Sammelalbum mit 43 Motiven heraus, die es in verschiedenen Seltenheitsstufen gibt: Manche Motive existieren 3000 mal, andere nur 100 Mal. Die Preise variieren zwischen 5 und 30 Euro.

Die dahintersteckende Technologie ermögliche aber noch viel mehr, erklärt Jansen. Eintrittskarten könnten etwa so ausgestattet werden, dass der Veranstalter bei Weiterverkäufen des Tickets mitverdient, bei einem Auto mit NFT-Fahrzeugdaten könnte eine Manipulation des Kilometerstands verhindert werden. Das große Manko: Die derzeit verwendete Blockchain-Technologie verbraucht viel Rechenleistung und damit Energie. „Hier gibt es aber bereits ressourcenschonendere Alternativen“, sagt Jansen. „NFTs sind gekommen, um zu bleiben.“

Weitere Münchner Beispiele für NFTs

Die Welt der NFTs ist vielfältig wie die echte: Im virtuellen Universum Cryptovoxels gibt es die „NFT Gallery Munich“ an der digitalen Prinzregentenstraße, das Hofbräuhaus gab zuletzt virtuelle Bierkrüge heraus, die TU München startet immer wieder „Hackathons“ wie den Munich NFT, bei dem eine Plattform mit zugehörigen Münchner Kunstwerken entstand. Die „Friends of Dionysus“ wollen mit NFTs eine Community erschaffen, die sich um eine echte Winzerei in Italien kümmern soll, die „Bavarians“ von NFTMunich bringen die Szene bei echten Treffen in Haidhausen zusammen. 

Was verbirgt sich hinter Blockchain, NFTs, Crypto & Co.?

NFT steht für „Non-Fungible Token“. Digitale Kunstwerke, Bild-, Audio- oder Videodateien oder auch echte Besitztümer können zu NFTs werden. Durch Blockchain-Technologie wird dabei sichergestellt, dass das digitale Objekt einzigartig und nicht kopierbar bleibt – und Informationen darüber beinhaltet, wem die Datei gehört. Bei NFTs handelt es sich folglich um digitale Eigentumszertifikate. Virtuelle Güter werden so zu fälschungssicheren Sammlerstücken. Ge- und verkauft werden NFTs mit Cryptowährung, die nicht physisch wie Papiergeld oder Münzen existiert.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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