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Keine Sportflächen auf der Erdbeerwiese ‒ BA Pasing-Obermenzing stellt sich gegen Pläne aus dem Rathaus

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Einige Obermenzinger protestierten bei der jüngsten Sitzung des BA 21 mit Plakaten gegen die Verlagerung der Sportflächen auf die sogenannte Erdbeerwiese an der Weinschenkstraße. Sie fordern stattdessen, dort einen Würmpark zu schaffen.
Einige Obermenzinger protestierten bei der jüngsten Sitzung des BA 21 mit Plakaten gegen die Verlagerung der Sportflächen auf die sogenannte Erdbeerwiese an der Weinschenkstraße. Sie fordern stattdessen, dort einen Würmpark zu schaffen. © Andreas Schwarzbauer

Der Bezirksausschuss 21 stellt sich gegen Verlagerung von Sportflächen auf die Erdbeerwiese in Obermenzing. Ein anderer BA begrüßt die Pläne aus dem Rathaus.

Im Streit um die Erdbeerwiese an der Weinschenkstraße stellt sich der Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing mehrheitlich gegen die Pläne der grün-roten Rathauskoalition. Der BA Allach-Untermenzing dagegen begrüßt das neue Konzept (s. Kasten).

Dieses sieht vor, die Grund- oder die Realschule von der Pfarrer-Grimm-Straße auf das Areal des SV Untermenzing zu verlagern und dort zudem eine neue Feuerwache zu bauen. Die Sportflächen sollen dafür auf die Erdbeerwiese wandern.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Widerstand gegen Rathaus-Pläne für Sportflächen auf der Erdbeerwiese an der Weinschenkstraße

Die Viertelpolitiker im 21. Stadtbezirk wollen die Grünfläche jedoch von jeglicher Bebauung freihalten und sie zu einem Landschaftspark aufwerten. „Wir sehen die Notwendigkeit einer wohnortnahen Schulversorgung und einer neuen Feuerwache. Aber wenn es mehrere Optionen gibt, sollte man darüber diskutieren, welche am besten ist“, meinte CSU-Sprecher Sven Wackermann. Das ist in seinen Augen sowohl für die Schule als auch für die Feuerwehr die Fläche an der Ecke Mühlangerstraße/Pasinger Heuweg.

Die Erdbeerwiese sei als Grünfläche zu wertvoll. Es sei zudem falsch, dass der derzeitige Vorschlag dort keinerlei Gebäude-Bebauung vorsehe. So sei in einer Variante ein Vereinsheim geplant. Hinzu komme, dass ein fünf Meter hoher Lärmschutzwall notwendig sei. Wackermann geht zudem davon aus, dass wie auf dem derzeitigen Areal auch an der Weinschenkstraße ein Kunstrasenfeld entstehen werde. „Dann haben wir knapp einen Hektar Plastik dort.“

Christian Müller (SPD) hingegen sprach sich dafür aus, die Grundschule und die Feuerwache auf dem SVU-Gelände zu errichten, um Synergie-Effekte zu nutzen und nicht noch weitere Flächen „zuzukleistern“. Seine Fraktionssprecherin Constanze Söllner-Schaar meinte: „Ich glaube, dass man mit dem Sportplatz auf der Erdbeerwiese leben kann und die geplante Aufwertung des restlichen Grünbereichs im Süden und Osten ein Gewinn ist.“

Schließlich forderte die Mehrheit gegen die Stimmen der SPD, die Erdbeerwiese ganz freizuhalten. Auch die Grünen schlossen sich dem an.

BA 23 bleibt dabei

Der BA Allach-Untermenzing hatte sich im Juni 2021 für die „Variante light“ ausgesprochen. Diese entspricht den jetzigen Plänen. Viertel-Chef Pascal Fuckerieder (SPD): „Der BA steht weiterhin dahinter.“ Er rechnet heuer mit einer Stadtrats-Entscheidung.

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