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Pasing: Einbahnstraße in Richtung Sicherheit auf der Oselstraße

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Die Oselstraße kann bald nicht mehr in Richtung Norden durchfahren werden. Sie wird zur Einbahnstraße.
Die Oselstraße kann bald nicht mehr in Richtung Norden durchfahren werden. Sie wird zur Einbahnstraße. © Andreas Schwarzbauer

Die Oselstraße in Pasing wird für ein Jahr zur Einbahnstraße. Eltern hatten sich um die Sicherheit ihrer Kinder gesorgt. Dem BA geht das nicht weit genug ...

Pasing - Die Oselstraße in Pasing wird zwischen Theodor-Storm-Straße und Kanalbrücke probeweise für ein Jahr zur Einbahnstraße. Das ist nur ein Punkt, auf den sich der Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing, Vertreter des Mobilitätsreferat und der Elternbeiräte der Grundschule und des Kindergartens bei einem Ortstermin einigen, um dort die Sicherheit zu erhöhen. 

Pasing: Verkehr auf der Oselstraße als Gefahr für Schulkinder

Schon länger haben Eltern Bauchschmerzen, wenn ihre Kinder an der Oselstraße zur Schule oder zum Kindergarten gehen. In der schmalen Straße sei eine „gefährliche Kombination aus Lastwagen, Schleich- und Bringverkehr unterwegs“, kritisierte Elternbeirat Michael Unger bereits bei einer BA-Sitzung im Mai. Auch die Viertelpolitiker sahen Handlungsbedarf, das Mobilitätsreferat erklärte sich schließlich zu einem Ortstermin bereit.

Der Vertreter der Stadt stellte dabei fest, „dass die Verkehrssituation auf der Oselstraße tatsächlich zu Gefahren für Schulkinder führt“. „Ich konnte mit eigenen Augen sehen, dass Pkw-Nutzende rücksichtslos über den Gehweg fahren, um Ausweichsituationen aufzulösen. Er plädierte daher für eine Einbahnregelung von Nord nach Süd. Auch der Bezirksausschuss sprach sich dafür aus. Um zu schnelles Fahren zu unterbinden, fordert das Gremium aber mit Bodenmarkierungen versetztes Parken anzuordnen.

Pasing: Weitere Maßnahmen um Sicherheit auf der Oselstraße zu erhöhen

Das Mobilitätsreferat will des Weiteren an der Kreuzung von Osel- und Orthstraße ein absolutes Halteverbot. Dadurch werde die Sicht auf den Zebrastreifen verbessert, der sich unmittelbar nördlich davon befindet. Auch zusätzliche Hinweise auf die Schule und den Kindergarten sowie das Lkw-Durchfahrtsverbot will die Stadt anbringen.

Auf der Oselstraße sind nur Lastwagen von Anliegern erlaubt. Dies ist allerdings laut Polizei schwer zu kontrollieren. Die Eltern haben beobachtet, dass auch mehrere Baufirmen aus dem Neubaugebiet an der Paul-Gerhardt-Allee die Route nutzen. Das Mobilitätsreferat kann sich deshalb eine komplette Sperrung für Lkw vorstellen. Dafür könnte die Offenbachstraße wieder geöffnet werden. „Natürlich ist sie bereits verkehrsbelastet. Aber die Oselstraße als Ausweichstrecke ist noch ungeeigneter“, begründet das Referat. Der Bezirksausschuss will zuerst ein Gesamtkonzept für den Lkw-Verkehr im Pasinger Norden, denn auch auf anderen Straßen wie der Grandlstraße sorgt der Lastwagenverkehr für Unmut.

Pasing: Grüne wollen Straße verschmälern

Zudem wünscht sich das Gremium, dass die Kreuzung Osel-/Theodor-Storm-Straße verbessert wird. Beispielsweise könnte die Grünfläche am Wensauerplatz nach Westen verlängert werden, sodass Autofahrer nicht mehr links in die Oselstraße abbiegen können. Der Bereich rund um den Pasinger Bahnhof soll sowieso umgestaltet werden.

Die Grünen hätten sich mehr gewünscht. Sie hatten in einem Antrag gefordert, die Straße mittelfristig zu verschmälern, etwa durch Baum­pflanzungen. „Wir wollten eine Verbesserung im Hinblick auf die Aufenthaltsqualität. Die Art und Weise, wie die Straße gestaltet wird, sollte sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren“, sagt Initiatorin Lena Schneck.

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