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Polizei statt Baustoffhandel: Verhandlungen über neuen Standort für Polizeiinspektion Planegg in Steinkirchen

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Die Polizeiinspektion Planegg ist seit Jahren baulich marode. Nun laufen Verhandlungen für einen potenziellen Neubau-Standort: am alten Baustoffhandel in Steinkirchen.
Die Polizeiinspektion Planegg ist seit Jahren baulich marode. Nun laufen Verhandlungen für einen potenziellen Neubau-Standort: am alten Baustoffhandel in Steinkirchen. © Romy Ebert-Adeikis

Die Fläche des früheren Baustoffhandels in Steinkirchen war erst nur als Interims-Inspektion für Planegg gedacht, jetzt werden die Gespräche konkret.

Planegg - Die Polizei Planegg möchte nach Steinkirchen ziehen. Eigentlich hatte die Gemeinde das Grundstück des ehemaligen Baustoffhandels am Kreisverkehr vorgeschlagen, um dort Container für die Beamten aufzustellen. Etwa, wenn der derzeitige, marode Standort an der Josef-von-Hirsch-Straße neu gebaut worden wäre. „Aber die Interimsfläche hat ihnen auch so gut gefallen“, erklärte Planeggs Bürgermeister Hermann Nafziger (CSU) jetzt. Deswegen würden der Privateigentümer und der Freistaat nun verhandeln.

Vom Interim zum Neubau: Standort in Steinkirchen für neue Polizeiinspektion Planegg im Gespräch

Damit scheint sich eine langwierige Grundstückssuche dem Ende zuzuneigen: Neben einem Neubau am aktuellen Standort waren auch Flächen am nördlichen Bahnhofsareal oder am Wertstoffhof im Gespräch. Ebenfalls geprüft wurden zwei Grundstücke in Gräfelfing – ohne Erfolg. Vom Interimsstandort sei die Polizei laut Nafziger hingegen begeistert gewesen. Obwohl ein Teil im Überschwemmungsgebiet der Würm liege, wäre das Grundstück für die neue Inspektion groß genug. Zudem ist der Standort am Kreisverkehr Steinkirchen gut zu Fuß und öffentlich erreichbar – für die Bürger in Planegg wie Gräfelfing.

Ein Knackpunkt sei der Zeitplan gewesen, berichtet der Bürgermeister. Mit dem Freistaat wolle er nun vereinbaren, dass der Polizei-Neubau innerhalb von fünf Jahren stehen muss – sollten die Verhandlungen mit dem Eigentümer gelingen. „Außerdem muss das aktuelle Gebäude so ertüchtigt werden, dass es für die fünf Jahre noch passt. Das würde der Freistaat auf eigene Kosten bei laufendem Betrieb machen“, sagte Nafziger. Mit dem Gemeinderat will er das Vorgehen in der Sitzung am Donnerstag, 22. September, besprechen. Nach dem Umzug soll die Gemeinde die alte Polizeiinspektion dann selbst nutzen können. Wie, da sei man „ganz frei“.

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