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Lösungen nur mit den Menschen vor Ort

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Der Bahnausbau München-Ost war Thema einer Podiumsdiskussion der Grünen im Kulturzentrum Trudering.
Der Bahnausbau München-Ost war Thema einer Podiumsdiskussion der Grünen im Kulturzentrum Trudering. © oh

Unter dem Titel „Bahnausbau im Münchner Osten – Grüne Verkehrspolitik vor Ort“ haben die Grünen Ortsverbände im Münchner Osten zu einer Podiumsdiskussion ins Kulturzentrum Trudering eingeladen. Neben Experten auf dem Podium kamen vor allem anwesende Anwohner zu Wort. 

Roland Barfus, Sprecher des Grünen-Ortsverbands Berg am Laim, Trudering, Messestadt/Riem: „Wir Grüne sind die ersten, die Vertreter aller Ebenen aus Bundestag, Landtag, Stadtrat, Bezirksausschüsse und Bürgerinitiativen mit den Bürgern zusammenbringen, um zu informieren, zuzuhören und nach Lösungswegen zu suchen. Wir freuen uns, dass so viele Menschen zu unserer Informations-Fahrradtour und der Podiumsdiskussion gekommen sind.“

Nach einer kurzen Einführung in die großen Projekte Truderinger/Daglfinger Kurve/Spange und viergleisiger Ausbau der Strecke Zamdorf nach Johanneskirchen, nahmen Matthias Gastel, Grüner Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, Markus Büchler, Mitglied der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag und Sprecher für Mobilität, Chrisitian Smolka, Mitglied der Grünen-Stadtratsfraktion, sowie Peter Brück für die Bürgerinitiative TDKS Anwohner und Klaus-Walter Kroell für die Bürgerinitiative Bahntunnel von Zamdorf nach Johanneskirchen, Platz.

„Wir Grüne unterstützen den Ausbau des Schienenverkehrs natürlich. Aber wir sagen auch: Er muss unbedingt so umgesetzt werden, dass sich die Menschen in unseren Stadtbezirken weiterhin wohl fühlen und vor zusätzlicher Lärmbelästigung und anderen möglichen Einschnitten in ihren Alltag durch zusätzliche Trassen geschützt werden. Deshalb arbeiten wir dafür, dass am Ende die von Anwohnern präferierten Varianten gebaut werden“, erklärte Fabian Sauer, Vorstandsmitglied der Grünen Bogenhausen, der die Diskussion leitete. „Gemeinsam mit den engagierten und fachlich extrem versierten Bürgerinitiativen und den Kollegen aus den Bezirksausschüssen an unserer Seite, sind wir diejenigen, die auf verschiedensten politischen Ebenen die Möglichkeit und damit auch Pflicht haben, unseren Bürgern Gehör zu verschaffen.“

Nach knapp zweistündiger Diskussion mit den Fachleuten nahmen sowohl die anwesenden Bürger als auch die Grünen-Ortsverbände folgende Erkenntnisse mit: Der neue Bundestag stimmt über jedes Ausbauprojekt noch einmal ab – inklusive alternativer Trassen (sofern Varianten auf gleichem Stand, außerdem werden dafür natürlich Mehrheiten in den Fraktionen benötigt). Matthias Gastel hat versprochen, die Münchner Projekte in Berlin auch bezüglich etwaiger Neubehandlungen immer im Hinterkopf zu haben. Die Grünen wollen den Freistaat auf Landesebene dazu bringen, sich mehr in Sachen Personennahverkehr einzubringen und seiner Rolle als Vermittler gerecht zu werden. Am wichtigsten aber: Grüne Mandatsträger, Ortsverbände und Fraktionen vor Ort wollen sich auf Grundlage der neu erhobenen Prognosen für den Güterverkehr weiter für die Varianten einsetzen, die die Menschen sich vor Ort wünschen.

Roland Barfus: „Der Informations- und Redebedarf ist riesig. Wir Grüne werden deshalb auch in Zukunft Foren zum Austausch bieten und im engen Kontakt mit den Bürgern bleiben.“

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