Dritte Streik-Runde

S-Bahn München: So fahren die Züge aktuell während des Bahn-Streiks der GDL

Die S-Bahn in München fährt nach Ersatzfahrplan wegen dem GDL-Streik bei der Deutschen Bahn. (Symbolbild)
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Die S-Bahn in München fährt nach Ersatzfahrplan wegen dem GDL-Streik bei der Deutschen Bahn. (Symbolbild)

Montag in München - und noch immer dauert der Bahn-Streik der GDL an. Wie die Münchner S-Bahnen aktuell fahren...

  • Die GDL ruft erneut zum Streik bei der Deutschen Bahn auf.
  • Am Donnerstag hat der Arbeitskampf begonnen und dauert dieses Mal fünf Tage.
  • Die S-Bahn in München fährt noch immer nur selten.

Update 6. September:

Nach der juristischen Niederlage der Bahn gehen die Streiks der Lokführergewerkschaft GDL weiter. Noch bis Dienstag soll der
Arbeitskampf laufen. Über das Wochenende konnte die Bahn das Grundangebot im Fernverkehr etwas aufstocken.

Bahn-Streik der GDL: Bei S-Bahnen fahren im Schnitt nur 40 Prozent der Züge.

Am Montag, 6. September, verkehren die S-Bahn-Linien wie folgt:

S 1: Verkehrt im 20/40 Minuten Takt zwischen Leuchtenbergring und Freising. Verkehrt nicht zwischen Neufahrn(b Freising) und Flughafen.

S 2: Verkehrt im Stundentakt zwischen Erding und Markt Schwaben sowie zwischen Dachau und Altomünster und zwischen Dachau und Petershausen. Zwischen Markt Schwaben und Dachau wird ein 20/40 Minuten Takt angeboten (Haltausfälle Heimstetten und Poing).

S 3: Verkehrt im Stundentakt zwischen Holzkirchen und Ostbahnhof und zwischen Maisach und Mammendorf. Zwischen Ostbahnhof und Maisach ist ein 20/40 Minuten Takt vorgesehen.

S 4: Verkehrt im Stundentakt zwischen Geltendorf und Buchenau sowie im Stundentakt zwischen Trudering und Grafing Bf. Zwischen Trudering und Buchenau ist ein 20/40 Minuten Takt vorgesehen.

S 6: Verkehrt im Stundentakt zwischen Ebersberg und Tutzing.

S 7: Verkehrt im Stundentakt zwischen Höhenkirchen-Siegertsbrunn und Wolfratshausen (Kreuzstraße - Höhenkirchen besteht SEV wegen Bauarbeiten).

S 8: Verkehrt im Stundentakt zwischen Herrsching und Germering-Unterpfaffenhofen, im 20/40 Minuten Takt zwischen Germering-Unterpfaffenhofen und Pasing sowie im 20 Minuten Takt zwischen Pasing und Flughafen. Zwischen 3 Uhr und 6 Uhr nur alle 40 Minuten zwischen Donnersbergerbrücke und Flughafen.

S 20: Entfällt.

Update 5. September

Bahn-Streik der GDL: Bei S-Bahnen fahren im Schnitt nur 40 Prozent der Züge.

Der Konzern konnte am Wochenende eigenen Angaben zufolge das Grundangebot im Fernverkehr während des Streiks etwas
aufstocken: Rund jeder dritte Fernzug sollte trotz des Arbeitskampfs fahren, hieß es. An den ersten beiden Streiktagen im Personenverkehr am Donnerstag und am Freitag war es demnach nur jeder vierte.

Im Regional- und S-Bahnverkehr hatte nach Angaben des Unternehmens bundesweit unverändert rund 40 Prozent des sonst üblichen Angebots Bestand, allerdings mit regionalen Abweichungen.

Bahn-Streik der GDL: Bei der Münchner S-Bahn teilweise nur drei Züge pro Linie im Einsatz

Die Auswirkungen auf die Münchner S-Bahn sind auch an diesem Sonntag spürbar. Auf der wichtigen und stark frequentierten Linie S3 sind aktuell beispielsweise nur drei Züge unterwegs. Wohlgemerkt in beiden Richtungen. Das geht aus der „Live-Map“ des MVV hervor.

Das Zugangebot ist sehr ungleich auf die einzelnen Linien verteilt. Bei der S1 sind es aktuell zwei Züge (Stand: 12.30 Uhr), bei der S4 sogar nur einer. Bei der Linie S2 hingegen acht.

Einen offiziellen Ersatzfahrplan wie noch am Donnerstag und Freitag gab es bis zum frühen Sonntag-Nachmittag auf der Homepage nicht. Erst dann informierte die Bahn:

Die S 1 verkehrt im Stundentakt und nur zwischen Leuchtenbergring und Freising (nicht bis zum Flughafen).

Die S 2 verkehrt zwischen Dachau und Feldkirchen alle 20 bis 40 Minuten, auf den übrigen Linienabschnitten im Stundentakt. (wegen Bauarbeiten besteht SEV zwischen Feldkirchen und Markt Schwaben)

Die S 3 verkehrt im Stundentakt.

Die S 4 verkehrt am Samstag im Stundentakt zwischen Geltendorf und Ostbahnhof, am Sonntag im Stundentakt zwischen Geltendorf und Trudering.

Die S 6 verkehrt im Stundentakt.

Die S 7 verkehrt im Stundentakt. (Planmäßige Bauarbeiten mit SEV zwischen Höhenkirchen-Siegertsbrunn und Kreuzstraße)

Die S 8 verkehrt zwischen Pasing und Flughafen im 20-Minuten-Takt, in den westlichen Außenabschnitten ab/bis Germering alle 20 bis 40 Minuten und ab/bis Herrsching alle 60 Minuten.

Update: 02. September

Fünf-Tage-Streik bei der Deutschen Bahn ab Donnerstag ‒ Der Ersatzfahrplan der S-Bahn in München

Der bundesweite Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat begonnen, auch am Donnerstagmorgen kam es in Bayern zu Verspätungen und Ausfällen von vielen Zügen.

Die Lage im Berufsverkehr blieb zunächst vielerorts dennoch verhältnismäßig ruhig. Am Münchner Hauptbahnhof erkundigten sich am Donnerstag nur wenige Fahrgäste bei Bahn-Mitarbeitern nach Verbindungen, auch auf den bayerischen Autobahnen und den Straßen der Landeshauptstadt herrschte zunächst nicht ungewöhnlich viel Verkehr.

Der Ersatzfahrplan sei am Donnerstagmorgen stabil angelaufen, teilte ein Sprecher der Bahn mit. Dieser sehe vor, dass im Regionalverkehr 40 Prozent des regulären Fahrplans angeboten werde. In München soll die S-Bahn mindestens im Stundentakt fahren, wie ein Sprecher der Bahn weiter mitteilte. Im Fernverkehr sollte nach Angaben des Unternehmens jeder vierte Zug fahren.

Am Donnerstag und Freitag fährt die S-Bahn nach Ersatzfahrplan. Der Plan für die weiteren Streik-Tage wird jeweils am Vortag veröffentlicht

  • Die S 1 verkehrt im 20 bis 40 Minuten Takt und nur zwischen Leuchtenbergring und Freising (nicht bis zum Flughafen).
  • Die S 2 verkehrt zwischen Dachau und Markt Schwaben alle 20 bis 40 Minuten, auf den übrigen Linienabschnitten im Stundentakt. (Haltausfälle in Poing und Heimstetten wegen planmäßiger Bauarbeiten)
  • Die S 3 verkehrt zwischen Maisach und Ostbahnhof alle 20 bis 40 Minuten, auf den übrigen Linienabschnitten im Stundentakt.
  • Die S 4 verkehrt stündlich zwischen Geltendorf und Ostbahnhof sowie stündlich zwischen Buchenau und Grafing. Dadurch entsteht ein 20/40-Minuten-Takt zwischen Buchenau und Ostbahnhof.
  • Die S 6 verkehrt im Stundentakt. Gemeinsam mit der S4 besteht zwischen Ostbahnhof und Grafing ein 20/40-Minuten-Takt. (Der zwischen Trudering und Grafing Bahnhof für die S-Bahn geltende Baufahrplan wird vorübergehend außer Kraft gesetzt, die Busse des Schienenersatzverkehrs verkehren wie geplant.
  • Die S 7 verkehrt im Stundentakt. (Planmäßige Bauarbeiten mit SEV zwischen Hohenbrunn und Kreuzstraße)
  • Die S 8 verkehrt zwischen Pasing und Flughafen im 20-Minuten-Takt, in den westlichen Außenabschnitten ab/bis Germering alle 20 bis 40 Minuten und ab/bis Herrsching alle 60 Minuten.
  • Die S 20 entfällt.

Deutsche Bahn will GDL-Forderung erfüllen - Gewerkschaft äußert sich nicht

Noch am Mittwochabend teilte die Bahn mit, zentrale Forderungen der Gewerkschaft erfüllen zu wollen. Die Gewerkschaft äußerte sich zunächst allerdings nicht. Der Ausstand ist der dritte innerhalb weniger Wochen und soll voraussichtlich fünf Tage dauern. Er betrifft den Freistaat genauso wie den Rest Deutschlands.

Die GDL-Mitglieder streiken für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Unter anderem verlangen sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen.

Die Bahn will die Erhöhung nach den Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken. Dahinter schwelt in der Belegschaft ein Streit zwischen GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG darum, wer letztlich die Tarifverträge mit dem Unternehmen maßgeblich aushandelt.

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Update: 01. September

Streik bei der Deutschen Bahn - In München fährt die S-Bahn nach Ersatzfahrplan

Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn hat auch Auswirkungen auf die S-Bahn in München. Hier gilt von Donnerstag um 2 Uhr bis Dienstag um 2 Uhr ein Ersatzfahrplan.

Dieser sieht vor, das alle Linien mindestens im Stundentakt fahren, auf einige Abschnitten sollen Züge alle 20 bis 40 Minuten verkehren. Um eine maximal mögliche Kapazität zu ermöglichen, sollen Langzüge eingesetzt werden.

Die Münchner S-Bahn veröffentlicht aktuell den Ersatzfahrplan für Donnerstag und Freitag. Am Wochenende gilt ein angepasster Plan, da mit zusätzlichen Ausfälle wegen Bauarbeiten gerechnet wird. Die Ersatzfahrpläne für die weiteren Streiktage werden jeweils am Vorabend veröffentlicht.

Der Ersatzfahrplan der S-Bahn in München am Donnerstag und Freitag

  • Die S 1 verkehrt im 20 bis 40 Minuten Takt und nur zwischen Leuchtenbergring und Freising (nicht bis zum Flughafen).
  • Die S 2 verkehrt zwischen Dachau und Markt Schwaben alle 20 bis 40 Minuten, auf den übrigen Linienabschnitten im Stundentakt. (Haltausfälle in Poing und Heimstetten wegen planmäßiger Bauarbeiten)
  • Die S 3 verkehrt zwischen Maisach und Ostbahnhof alle 20 bis 40 Minuten, auf den übrigen Linienabschnitten im Stundentakt.
  • Die S 4 verkehrt stündlich zwischen Geltendorf und Ostbahnhof sowie stündlich zwischen Buchenau und Grafing. Dadurch entsteht ein 20/40-Minuten-Takt zwischen Buchenau und Ostbahnhof.
  • Die S 6 verkehrt im Stundentakt. Gemeinsam mit der S4 besteht zwischen Ostbahnhof und Grafing ein 20/40-Minuten-Takt. (Der zwischen Trudering und Grafing Bahnhof für die S-Bahn geltende Baufahrplan wird vorübergehend außer Kraft gesetzt, die Busse des Schienenersatzverkehrs verkehren wie geplant.)
  • Die S 7 verkehrt im Stundentakt. (Planmäßige Bauarbeiten mit SEV zwischen Hohenbrunn und Kreuzstraße)
  • Die S 8 verkehrt zwischen Pasing und Flughafen im 20-Minuten-Takt, in den westlichen Außenabschnitten ab/bis Germering alle 20 bis 40 Minuten und ab/bis Herrsching alle 60 Minuten.
  • Die S 20 entfällt.


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Fünf-Tage-Streik bei der Deutschen Bahn beginnt am Donnerstag ‒ S-Bahn in München bereitet Ersatzfahrplan vor

Erstmeldung: 31. August

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigt einen neuen Streik bei der Deutschen Bahn an - dieses Mal für fünf Tage. Ab Donnerstag um 2 Uhr beginnt der Arbeitskampf, erst am Dienstag um 2 Uhr soll Schluss sein, erklärte der Gewerkschaftsvorsitzende Claus Weselsky, am Montag.

Damit ist beim dritten Streik innerhalb weniger Wochen nun im Personenverkehr auch ein Wochenende betroffen. Im Güterverkehr sollen die GDL-Mitglieder schon am Mittwochabend die Arbeit niederlegen.

Die Deutsche Bahn kündigte am Montag an, auch im dritten Streik „ein verlässliches Mobilitätsangebot“ von rund einem Viertel der üblicherweise geplanten Züge im Fernverkehr zu machen.

„Wer kann, sollte seine Reise auf die Zeit vor oder nach dem Streik verschieben“, teilte der Konzern mit. Reisende könnten Fahrkarten für den Streik-Zeitraum flexibel nutzen und ihre Reisen vorziehen oder bis zum 17. September verschieben. Auch eine Erstattung sei möglich.

Im Regional- und S-Bahn-Verkehr soll es demnach erneut ein Grundangebot von 40 Prozent der Züge geben.

Die S-Bahn in München erarbeitet derzeit einen Ersatzfahrplan für den Zeitraum des Streiks, um ein verlässliches Grundangebot sicherzustellen. Demnach sollen alle Linien mindestens im Stundentakt fahren, auf manchen Strecken auch alle 20 bis 40 Minuten.

Erst in der Nacht zu Mittwoch vergangener Woche war der jüngste Streik zu Ende gegangen. Am Tag danach lief der Verkehr wieder weitgehend normal.

Erneuter GDL-Streik bei der Deutschen Bahn - S-Bahn in München bereitet Ersatzfahrplan für fünf Tage vor

„Es ist eine der längsten Arbeitskampfmaßnahmen, die wir durchführen, und zwar absichtlich“, sagte Weselsky. „Wir sehen uns angesichts der Blockadehaltung der DB-Manager nicht bereit und nicht gewillt, hier kürzere Arbeitskampfmaßnahmen durchzuführen.“

Niemand solle glauben, dass die GDL nicht auch längere Streiks könne, betonte er. Einen unbefristeten Arbeitskampf schloss Weselsky zunächst allerdings aus.

Im Tarifkonflikt gab es bisher keine Annäherung mit dem Management. In Interviews der vergangenen Tage hatte Bahnchef Richard Lutz die Gewerkschaft aufgerufen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Dem GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky warf er zugleich vor, mit Falschbehauptungen die Belegschaft zu spalten.

Die Worte des Konzernchefs gingen ihm „gelinde gesagt am Steiß vorbei“, erwiderte Weselsky am Montag.

GDL verschärft Arbeitskampf und ruft fünf tage zum Streik bei der Deutschen Bahn auf

Die Bahn will zwar die Löhne und Gehälter wie von der GDL gefordert um 3,2 Prozent erhöhen. Umstritten ist jedoch, zu welchen Zeitpunkten die einzelnen Stufen greifen sollen und wie lange der neue Tarifvertrag gelten soll. Die GDL will eine Laufzeit von 28 Monaten. Das Bahnangebot liefe auf 40 Monate hinaus. „Das ist ein vollkommen anderer Tarifabschluss“, betonte Weselsky.

Aufgerufen ist erneut nicht nur das Personal in den Zügen, etwa Lokführerinnen und Lokführer, sondern auch Beschäftigte in der Infrastruktur.

Die GDL will damit ihren Einfluss unter den Beschäftigten in Konkurrenz zur EVG ausweiten. Sie sieht ihre Stärke vor allem durch das sogenannte Tarifeinheitsgesetz gefährdet. Dieses sieht vor, dass in einem Betrieb mit mehreren Gewerkschaften nur der Tarifvertrag der mitgliederstärkeren Arbeitnehmervertretung angewendet wird.

Aus Sicht der Deutschen Bahn ist das in einem Großteil der rund 300 Bahn-Unternehmen die EVG. Die GDL zweifelt das an.

dpa/jh

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