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Sanitäter im Wiesn-Einsatz: Verletzter Engländer lässt Frau auf Station schlafen und büchst ins Festzelt aus

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Von: Jonas Hönle

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Die Station der Aicher Ambulanz auf der Wiesn.
Die Station der Aicher Ambulanz auf der Wiesn. Die Einsätze der Sanitäter am Donnerstag. (Symbolbild) © Aicher Ambulanz Union

Die Sanitäter der Aicher Ambulanz sind im Einsatz auf dem Oktoberfest in München und ziehen Bilanz. Verletzungen, Zahlen und Anekdoten - so lief der Donnerstag.

Die Aicher Ambulanz ist auf der Wiesn 2022 in München im Einsatz. Die aktuellen Zahlen, Verletzungen und Anekdoten der Oktoberfest-Sanitäter für Donnerstag.

Anekdoten der Sanitäter im Wiesn-Einsatz: Mann lässt Frau auf Station schlafen und geht ins Festzelt

„Der zweite Wiesn-Donnerstag war ähnlich ruhig wie der Mittwoch. Die Einsätze für die Aicher-Tragenstaffeln gingen wieder leicht nach oben,“ sagt Markus Strobl, Oktoberfest-Sprecher der Aicher Ambulanz Union.

Gegen 17 Uhr kam dann das englische Ehepaar Maggie und Pete, beide Mitte 50, auf die Wiesn-Sanitätsstation. Beim Verlassen eines Festzelts war der Mann gestürzt und hatte sich eine kleine Platzwunde am Kopf zugezogen. Aus seiner Sicht war der Regen Schuld, aus Sicht seiner Frauen waren es die zwei Maß Bier, die er intus hatte.

Für den Engländer ging es dann in den Behandlungsraum, für Maggie auf die Wartebank. Da es dort so schön warm war, nutzte die Engländerin die Zeit für ein kurzes Nickerchen. Als Pete nach der Behandlung entlassen wurde, und seine Ehefrau schlafen sah, nutze er die Gunst der Stunde und verschwand ohne sie erneut in einem der Festzelte.

Etwa 30 Minuten später erwachte Maggie und fragte nach Ihrem Pete. Sie griff anschließend sofort zum Mobiltelefon und rief Ihren Mann an. Dieser hob sogar ab, doch die Engländerin hörte nur die Musik einer Wiesn-Kapelle.

Schimpfend wie ein Rohrspatz verließ die Engländerin die Sanitätsstation. Ob und wann sie Ihren Pete wieder getroffen hat, ist den Aicher-Sanitätern nicht bekannt.

Der Donnerstag für die Aicher-Sanitäter auf der Wiesn in Zahlen

Der Donnerstag (29.9. 2022) in Zahlen:

Die Polizei München sucht nach einer Vergewaltigung einer Engländerin auf einer Wiesn-Toilette den unbekannten Täter und bittet Zeugen um Hinweise.

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Update: 29. September

Wiesn-Besucher trinkt zwei Maß auf Ex und landet bei den Sanitätern

„Der zweite Wiesn-Mittwoch war belebter als der Vortag. Es gab mehr ärztliche Versorgungen und mehr Tragentransporte als am Vortag.“ so Markus Strobl, Oktoberfest-Sprecher der Aicher Ambulanz Union.

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Gegen 17:30 Uhr wurden Sören, Anfang 30, auf der Sanitätsstation eingeliefert. Er wollte auch mal eine Maß Bier auf der Wiesn auf einen Zug trinken. Da dummerweise die Begleitungen vergessen hatten, dies zu dokumentieren, trank Sören auch die zweite Maß „auf Ex“ - zu viel für seinen Körper und seinen Kopf.

„Hey ich habe Probleme mit der Ex. Also Ex-Maß. Ich habe so ein Kopfweh.“ meinte er bei der Ankunft in der Aicher-Wiesn-Sanitätsstation zum Aicher-Arzt.

Gegen 20:00 Uhr wurde dann eine 57- jährige Münchnerin mit einer Kopfplatzwunde von den Rettungssanitätern auf der Station eingeliefert. Diese war von einem Mobiltelefon, das aus einem Fahrgeschäft geflogen war, am Kopf getroffen worden, und hatte dort eine schmerzhafte Platzwunde erlitten. Diese musste mit mehreren Stichen genäht werden.

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Der Mittwoch für die Aicher-Sanitäter auf der Wiesn in Zahlen

Der Mittwoch (28.9. 2022) in Zahlen:

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Update: 28. September

„Sisters in toe“ auf der Station - Die Sanitäter im Wiesn-Einsatz

„Der zweite Wiesn-Dienstag war der bisher ruhigste Tag mit 192 Patienten, statt vergleichsweise 552 Patienten an einem Wiesn-Samstag. Die Blasenpflaster waren sowohl bei Frauen, wie auch Männer hoch im Kurs.“ so Markus Strobl, Oktoberfest-Sprecher der Aicher Ambulanz Union.

So füllten sich ab ca. 20 Uhr die Plätze im Wartebereich der Aicher-Sanitätsstation überwiegend mit Damen, die sich an Ihren Füssen, bedingt durch das falsche Schuhwerk, Verletzungen zugezogen hatten.

So wie Nancy aus Orlando und Annemarie aus Pasing. Beide saßen mit blutigen großen Zehen nebeneinander und warteten auf einen behandelnden Arzt. Beim Betrachten ihrer beider Zehen stellten die beiden Damen fest, dass sie sich nicht nur beide den rechten großen Zeh verletzt hatten, sondern sogar auch noch die gleiche Farbe vom Nagellack gewählt hatten.

„We are sisters in toe.“, rief die US-Amerikanerin. Annemarie war da weniger euphorisch. „Nix Sisters. Wir sind beide stupid Beefanimals. Do you underdinx?“, entgegnete die Münchnerin in perfektem Bavarian English. Sie meinte wohl „Wir sind beides dumme Rindsviecher.“

Der Dienstag für die Aicher-Sanitäter auf der Wiesn in Zahlen

Am zweite Wiesn-Dienstag war wenig los. Der Dienstag (27.9. 2022) in Zahlen:

Erstes Fazit der Oktoberfest-Sanitäter: Moderne Technik hilft nicht nur dem Sanitätsdienst auf der Theresienwiese, auch die Kliniken profitieren.

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Update: 27. September

Sanitäter im Wiesn-Einsatz: „Hühner-Charly“ leiste Hendlhut Gesellschaft beim Schlafen

„Der zweite Wiesn-Montag war sehr ruhig. Gleich um kurz nach 9:00 Uhr begrüßten wir unseren 3000. Wiesn-Patient.“ so Markus Strobl, Oktoberfest-Sprecher der Aicher Ambulanz Union.

Gegen 20.30 Uhr kam dann der „Hühner-Charly“ auf die Station. Der Mann Anfang 30 hatte zu viel Bier getrunken und war vor der Ochsenbraterei zusammengeklappt. Bei der Einlieferung hatte der Charly noch sein tanzendes Brathendl, ein sehr beliebter Wiesn-Hut, auf dem Kopf.

Der Arzt fragte ihn wie es ihm denn ginge. Darauf der Charly: „Hören’s mal zu Herr Doktor. Bei mir passt alles, aber meinem Giggal geht’s Hundsmiserablig.“ Gemeint war sein Hendlhut. Dieser war seiner Meinung nach schuld an dem Schlamassel. Und nicht die drei Maß Bier, die er davor getrunken hatte.

“Nach der dritten Maß Bier hat mein Giggerl so wild getanzt, daß es mich dann auf die Lädschn (Gesicht) gelegt hat.“, erzählte der Patient.

Der Arzt schickte den „Hühner Charly“ in den Überwachungsraum zum Rauschausschlafen. „Hey hallo - bei mir passt alles. Aber ich leiste meinem Giggerl ein bisschen Gesellschaft beim Schlafen.“, so der bierseelige Patient. Beide konnte nach gut zwei Stunden wieder entlassen werden.

Der Montag für die Aicher-Sanitäter auf der Wiesn in Zahlen

Der Montag (26.9. 2022) in Zahlen:

In einem Zug am Hauptbahnhof München belästigte ein Wiesn-Besucher eine Frau sexuell, schlug ihrem Begleiter ins Gesicht und leistete massiven Widerstand gegen die Polizei.

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Update: 26. September

Bienenstich bei den Sanitätern auf der Wiesn-Station? Die Einsätze, Zahlen und Anekdoten vom Sonntag

„Der zweite Wiesn-Sonntag war eher vernünftig. Wir mussten grade in der ersten Tageshälfte meist nur kleinere Verletzungen besorgen. Ab 18:00 wurde es dann wieder mehr.“ so Markus Strobl, Oktoberfest-Sprecher der Aicher Ambulanz Union.

Der erste Patient auf der Aicher-Rettungsrikscha war der Münchner Egon (76). Er hatte sich mit aller Gewalt mit seinen „Corona-Kilos“ in seine Lederhose gezwängt. Durch die enge Schnürung - und nicht durch die erste getrunkene Maß - habe es ihn dann umgehauen.

In Sanitätsstation lag er dann im Triage-Bereich. Dort werden die Patienten aufgenommen und an das Aicher-Ärzte-Team übergeben. Über ihn sah er auf den Einsatz-Monitor. Dort haben die Aicher-Ärzte einen Überblick welche Patienten demnächst auf sie zukommen. Auf dem Monitor über Egon stand gleich viermal hintereinander Bienenstich.

Als der Bayer von der behandelnden Ärztin gefragt wurde, wie es ihm denn geht, meinte Egon: „Sag mal habt‘s ihr auch eine Schwarzwälder Kirsch-Torte? Oder habt’s ihr nur einen Bienenstich?“ Offenbar hatte Egon die Sanitätsstation kurzzeitig mit einen Café-Zelt verwechselt - oder trotz der Situation immer noch viel Humor.

Anschließend wurde er dann vom Ärzte-Team behandelt. Zwar nicht mit Bienenstich-Kuchen oder Schwarzwälder Kirsch-Torte, aber so gut, dass er nach einer kurzen Ruhepause wieder entlassen werden konnte.

Der Sonntag für die Aicher-Sanitäter auf der Wiesn in Zahlen

Der Sonntag (25.9. 2022) in Zahlen:

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Update: 25. September

Sanitäter im Einsatz auf dem Oktoberfest - Zahlen und Anekdoten zur Wiesn-Halbzeitbilanz

Die Besucher auf dem Oktoberfest in München scheinen vernünftiger geworden zu sein. Laut den Sanitätern der Aicher Ambulanz ist das Patientenaufkommen um 30 Prozent gesunken.

„Wir als Sanitätsdienstleister sind mit dem Verlauf der ersten Halbzeit des Oktoberfestes 2022 mehr als zufrieden. Im Gegensatz zu Wiesn-Wirten, Schaustellern und den Marktkaufleuten freuen wir uns über sinkenden Besucherzahlen, zumindest wenn es sich um die Besucher unserer Sanitätswache handelt,“ sagt Michel Belcijan, Oktoberfest-Einsatzleiter der Aicher Ambulanz Union.

„Alle unsere Neuerungen, von der Telemedizin über das CT (Computertomographie) bis hin zum virtuellen Klinikclown, waren schon mehrfach im Einsatz.“, so Peter Aicher Geschäftsführer der Aicher Ambulanz Union. 

Besonders erfolgreich sei die „Aicher-Wiesn-Herberge“ - der 24 Stunden-Betrieb der Überwachungsstation - gewesen. Dieses Jahr konnte dadurch die Abgabequote an die Kliniken auf nur 6 Prozent gesenkt werden. Alle anderen Patienten wurden von den Ärzten und Sanitätern direkt auf dem Oktoberfest versorgt.

Die Überwachungsbetten waren laut Aicher Ambulanz an allen Tagen gut ausgelastet und sparten bislang fast einhundert unnötige Klinikeinweisungen ein. Ein US-Amerikaner kam jedoch an drei Tagen hintereinander wieder zur Behandlung auf die Station, bis der Chefarzt in am vierten Tag streng belehrte.

Rund die Hälfte aller medizinischen Behandlungen im Wiesn-Sanitätszentrum seien auch in diesem Jahr alkoholbedingt gewesen. Der Anteil der volltrunkenen Patienten - wie auch schon in den Vorjahren - habe sich jedoch weiter reduziert hat.

Den zweitgrößten Anteil hätten wie immer die chirurgischen Notfälle eingenommen.

Die Halbzeitbilanz in Zahlen:

Die Zahlen bis Sonntag 25.09.2022 1:30 Uhr

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Update: 23. September

Bilanz und Anekdoten der Wiesn-Sanitäter - Viele Einsätze am Donnerstag auf dem Oktoberfest

Bei dem sonnigen Wetter am Donnerstag hat es viele Besucher auf die Wiesn gezogen und für die Sanitäter der Aicher Ambulanz bedeutete das dementsprechend viele Einsätze.

Laut Mitteilung war es der bisher einsatzreichste Tag - 332 Patienten wurden gestern von den Ärzten und Sanitätern versorgt

Der erste schwer betrunkene Patient wurde bereits um kurz nach 9:00 Uhr morgens eingeliefert - er war wohl noch vom Vortag alkoholisiert.

Am Abend kam dann ein Patient aus dem Hofbräuhaus mit einer Platzwunde am Kopf auf die Oktoberfest-Sanitätsstation und fiel dort lautstark auf. Bereits beim Transport mit der Rettungs-Rikscha schimpfte er unaufhörlich auf Englisch.

Auf die Frage vom behandelnden Arzt, warum er denn keinen Schottenrock trägt, erklärte er, dass ihm am Vortag einer seiner Banknachbarn „draufgekotzt“ hätte. Deshalb sei er am Donnerstag mit einer Hose statt Schottenrock auf das Oktoberfest gegangen. Dort wollte er cool von einer Bierbank springen, sei dann aber blöd von dieser heruntergefahren.

Der Donnerstag für die Aicher-Sanitäter auf der Wiesn in Zahlen

Der ersten Wiesn-Donnerstag war sehr belebt. „Gestern hatten die Ärzte und Sanitäter der Aicher Sanitätsstation die meisten Patienten der bisherigen Wiesn. 332 Patienten und 206 ärztliche Versorgungen.“ so Markus Strobl, Oktoberfest-Sprecher der Aicher Ambulanz Union.

Der Donnerstag (22.9. 2022) in Zahlen:

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Update: 22. September

Bilanz und Anekdoten der Wiesn-Sanitäter - So lief der Mittwoch auf dem Oktoberfest

Beim ersten Tag mit schönem Wetter auf der Wiesn waren die Biergärten gut gefüllt. Und wenn Sonne auf dem Oktoberfest auf Alkohol trifft, sind auch die Sanitäter der Aicher Ambulanz beschäftigt. Zwei Besucher der Sanitätsstation blieben besonders im Gedächtnis.

Sanitäter auf der Wiesn
Die Bilanz der Sanitäter auf der Wiesn für den Mittwoch. (Symbolbild) © Aicher Ambulanz

Da war zum einen Drago - einer angetrunkener Voll-Bayer Ende 50 - der zu Fuß auf der Wache eingeliefert wurde. Er versprach zunächst keine Umstände zu machen.

„Leid (Leute) ich mach koa Drama, versprochen.“ Daran hielt er sich, bis er bemerkte das sein Zeigefinger blutete. Da ging es schon los und alle Worte waren vergessen. „Ah, ah, ah ich kann doch kein Blut sehn. Auwehzwick. Bitte helft‘s mir doch.“ Das Aicher-Ärzte Team versorgten die kleine Wunde, ohne chirurgischen Eingriff, mit einem Pflaster und Drago war wieder ruhig.

Ein anderer Patient war Brian, ein junger Unternehmer aus San Francisco. Beim Versuch das Löwenbräuzelt zu verlassen, versagten ihm kurz nach Verlassen des Biergartens seine Beine. Die Aicher-Tragestaffel brachte ihn daraufhin zur Station, wo ihm jedoch übel wurde und er erstmal zur Beobachtung blieb.

Nach gut zwei Stunden durfte er die Sanitätsstation verlassen. Beim Gehen schwor er dem Alkohol ab und gelobte Besserung. Nur leider hörte er sich selbst nicht zu.

Etwa 90 Minuten später war „Boomerang-Brian“ wieder da. Scheinbar hatte er nochmal Durst bekommen und diesen dann mit der einen oder auch anderen Maß Bier gestillt. Dieses Mal fanden ihn die Aicher-Sanitäter mit einer ordentlichen Schürfwunde an der rechten Hand vor. Also ging es für ihn zunächst in den Untersuchungsraum, und dann in den Ruheraum. Nach gut 60 Minuten Schlaf durfte er, auf eigenen Wunsch, die Sanitätsstation verlassen.

Der Mittwoch für die Sanitäter auf der Wiesn in Zahlen

Im Vergleich zur Wiesn 2019 war es auch am Mittwoch ruhiger, aber deutlich belebter als an den beiden Vortagen. Der Mittwoch (21.9. 2022) in Zahlen:

Polizei-Einsätze auf der Wiesn wegen Körperverletzung, Angriff auf Beamte und Security-Mitarbeiter und Attacken mit Maßkrügen am Mittwoch.

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Update: 21. September

Bilanz der Wiesn-Sanitäter für den Dienstag - Virtueller Klinikclown trocknet Kinder-Tränen

Am gestrigen Kindertag auf der Wiesn nutzten viele Familien das bessere Wetter, um die Fahrgeschäfte zu fahren.

Gegen 13.30 Uhr kam die 3-jährige Katharina zu den Sanitätern der Aicher Ambulanz. Sie war hingefallen und musste am Unterarm mit einem Pflaster versorgt werden.

Doch trotz der Charm-Offensive der Ärzte auf der Station wollte das Mädchen nicht stillsitzen und Tränen kullerten über ihr Gesicht.

Dann kam die Spezialkraft -  der virtuelle Klinikclown FrédARico - für solche Fälle. Er trieb auf dem Krankenbett neben Katharina mittels Augmented Reality-Technologie seine Späße.

Der virtuelle Klinikclown FrédARico der Aicher Ambulanz trocknet Kinder-Tränen im Wiesn-Einsatz.
Der virtuelle Klinikclown FrédARico der Aicher Ambulanz trocknet Kinder-Tränen im Wiesn-Einsatz. © aicherambulanzunion

Die kleine Dame war verwirrt. „Wieso ist der Clown da, wenn ich durch Dein Handy schaue, aber wenn ich nur so ins Buch schau ist er nicht da?“

Die junge Ärztin entgegnete: „Das Handy ist mein Zauberstab- dann erscheint FrédARico plötzlich. Den kannst dann nur Du sehn!“. Der Mund stand nun vor Begeisterung offen: „Wow!“

Dann die Überraschung: Die kleine Patientin Katharina hatte vor lauten Lachen und Suche nach dem virtuellen Clown gar nicht bemerkt, dass ihr Unterarm mittlerweile mit einem Pflaster versorgt wurde. „Du Schlawiner-Clown“, kommentierte Katharina. Clownsmission erfüllt: Kind glücklich und verarztet.

„Die Aicher Ambulanz setzt auch auf die Technologien der Zukunft. Wie zum Beispiel die Telemedizin oder dem Einsatz eines virtuellen Klinikclowns.“ so Markus Strobl, Oktoberfest-Sprecher der Aicher Ambulanz Union.

Der Dienstag für die Sanitäter auf der Wiesn in Zahlen

Im Vergleich zur Wiesn 2019 war es auch am Dienstag ruhiger. Der Dienstag (20.9. 2022) in Zahlen:

Maßkrug-Attacke, verbotener Hitler-Gruß und verletzte Security ‒ Die Polizei-Einsätze am Dienstag auf der Wiesn

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Gstanzl-Anderl trifft Turban-Toni - Wiesn-Sanitäter der Aicher Ambulanz ziehen Bilanz für Montag

Erstmeldung: 20. September

Mit dem gestrigen Montag starteten die Wiesn-Sanitäter eher ruhig in die Woche. In der ersten Hälfte des Tages kam es hauptsächlich zu kleineren Verletzungen.

Ab Nachmittag kamen dann immer mehr Wiesn-Besucher mit Rettungstragen auf die Sanitätsstation. Ab 18:00 Uhr mehrten sich die alkoholisierten Patienten, auch mit kleineren und größeren Platzwunden am Kopf.

Laut Aicher Ambulanz wurde der Abend durch einen Münchner Ende 60 - den Gstanzl Anderl - aufgelockert. Dieser sei nach ein paar Maß Bier zu viel eingeliefert worden und rief beim Betreten des Ruheraums vor den Liegen stehen: „Tor 1, Tor 2 oder Tor 3“. Am Ende landete er auf der Liege Nummer 3 und rief lachend: „entschieden hat Augustiner - Tor 3“.

Von da an habe er den Ruheraum mit lauthals vorgetragenen bayerischen Gstanzl-Gesängen unterhalten - bis ihn ein anderer Patient mit einer verbundenen Kopfverletzung zurechtwies und um Ruhe bat.

Daraufhin habe der Gstanzl Anderl geantwortet: „Turban Toni, was willst Du denn? Wir sind doch auf der Wiesn.“

Der Montag für die Sanitäter auf der Wiesn in Zahlen

Im Vergleich zur Wiesn 2019 war es am Montag ruhiger. Der Montag (19.9. 2022) in Zahlen:

„Die Münchner scheinen etwas vernünftiger geworden zu sein. Ein paar Ausreißer, die zu tief in den Maßkrug geschaut haben gibt es natürlich.“ so Markus Strobl, Oktoberfest-Sprecher der Aicher Ambulanz Union.

Polizei-Streifen in München griffen auf dem Oktoberfest wegen Taschendieben, Angriff und Widerstand gegen Beamte und einem Sexualdelikt ein.

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