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Gegen Radl- und Roller-Rambos: Seniorenvertretung in Schwabing-Freimann im Gespräch mit Hallo München

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Von: Benedikt Strobach

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An der Münchner Freiheit fordert Schwabing-Freimanns neue Seniorenvertretung, dass Radler vorsichtiger fahren sollen.
An der Münchner Freiheit fordert Schwabing-Freimanns neue Seniorenvertretung, dass Radler vorsichtiger fahren sollen. © Benedikt Strobach

Die neue Seniorenvertretung in Schwabing-Freimann will gegen rücksichtslose Radler an der Münchner Freiheit und abgestellte Roller vorgehen. Was sonst noch auf der Agenda steht...

Sie vertreten die Interessen aller Münchner ab 60: die Mitglieder der Seniorenvertretung. Zu Beginn der neuen Amtszeit hat Hallo die neu oder wiedergewählten Beiräte getroffen – um über die Belange, Probleme oder Chancen in den jeweiligen Vierteln zu sprechen.

Nicht der strömende Regen beim Termin verdirbt der neu gewählten Seniorenvertretung im zwölften Stadtbezirk die Laune. Es sind die Probleme, welche die fünf der insgesamt acht Mitglieder, (Foto oben, v. li.) Karola Klein, Teodor Lomas, Siegfried Moser, Susanne Faußner-Ringer und Walter Linder, für die Menschen über 60 in Schwabing-­Freimann lösen möchten.

Die Agenda der neuen Seniorenvertretung in Schwabing-Freimann -Radler an der Münchner Freiheit

Ein Thema: „Radfahrer rasen an der Münchner Freiheit den Weg nach Norden entlang“, sagt Klein, die erneut zur Seniorenbeirätin des Stadtbezirks gewählt wurde. Das sei für ältere Passanten gefährlich.

„Außerdem fahren Radler einfach außerhalb des Radwegs an den Cafés der Münchner Freiheit entlang“, ergänzt Linder. Die Seniorenvertreter haben auch eine Lösung parat: „Man müsste entweder ein Schild aufstellen oder den Radweg mit einem Hinweis markieren, dass hier Schrittgeschwindigkeit gefahren werden soll“, sagt Klein. Moser findet, dass auch mehr Radampeln helfen könnten.

Rücksichtlos abgestellte Roller stehen für die Seniorenvertretung in Schwabing-Freimann auch auf der Agenda.
Rücksichtlos abgestellte Roller stehen für die Seniorenvertretung in Schwabing-Freimann auch auf der Agenda. © Schlaf

Grünphase der Fußgängerampel über die Leopoldstraße ist zu kurz

Ein weiteres Problem für Senioren: „Die Grünphase der Fußgängerampel von der Feilitzsch- über die Leopoldstraße ist zu kurz für mobilitätseingeschränkte Personen“, sagt Faußner-­Ringer.

Auch am Kieferngarten gebe es einen schwierigen Übergang. „Hier wohnen viele Senioren. Um zum Heidemarkt zu gelangen, müssen sie von der Burmester- über die Kieferngartenstraße. Dort ist es mit Rollator nicht leicht, die Straße zu queren“, sagt Klein. Grund sei der hohe Bordstein der Mittelinsel.

Ein besserer Übergang an der Burmester- und Kieferngartenstraße  für Menschen mit Rollator soll entstehen.
Ein besserer Übergang an der Burmester- und Kieferngartenstraße für Menschen mit Rollator soll entstehen. © Benedikt Strobach

Außerdem blockieren wild abgestellte E-Scooter die Gehwege im Bezirk. „Wir brauchen auch bei uns feste Abstellzonen“, fordert Klein. Alternativ wäre auch eine Sondernutzungsverordnung, wie in Nürnberg geplant, denkbar. Dort sollen Roller nur auf festen Abstellflächen entliehen und zurückgegeben werden können.

Auch für Neufreimann haben die Seniorenvertreter Ziele. „Wir brauchen ein medizinisches Versorgungszentrum“, sagt Klein. Zudem wünschen sie sich dort Wohnungen mit bis zu 60 Quadratmetern explizit für Senioren. „Wenn es zehn Prozent der Gesamtzahl wären, würde uns das freuen“, sagt Lomas.

Auch die Seniorenvertretungen der Altstadt, aus Feldmoching-Hasenbergl und Moosach stellen sich in Hallo München vor.

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