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Mehr Grün statt Asphalt: Lokalpolitiker fordern eine Erweiterung des Elisabethplatzes

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Von: Kassandra Fischer

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Lokalpolitiker wollen die Berufsschule sobald der Interimsmarkt verschwindet direkt an den Elisabethplatz anschließen.
Lokalpolitiker wollen die Berufsschule - sobald der Interimsmarkt verschwindet - direkt an den Elisabethplatz anschließen. © kf

Der Elisabethplatz soll größer und grüner werden, so das Lokalgremium – diese Pläne gibt es indes für den Schwabinger Markt ab 2024.

Schwabing-West Im Frühjahr 2024 ist es so weit, dann soll der neue Elisabethmarkt (siehe Infobox) eröffnen. Bis dahin befinden sich die Standl im Interimsquartier auf der Arcisstraße, gleich neben dem Elisabethplatz. Für den Autoverkehr ist der Abschnitt bis dahin nicht nutzbar. Wenn es nach dem örtlichen Bezirksausschuss geht, bleibt das auch langfristig so: Per Antrag forderte das Gremium jetzt, dass das Nordende der Arcisstraße dem Elisabethplatz nach Rückbau des Interimsmarkts in Teilen zuzuschlagen wird. Ein Problem? Keinesfalls, glaubt die BA-Vorsitzende Gesa Tiedemann (Grüne). „Jetzt geht es ja auch für mehrere Jahre“, betont sie gegenüber Hallo.

Schwabing-West: Lokalpolitiker fordern eine Erweiterung des Elisabethplatzes

Doch das Gremium geht sogar noch einen Schritt weiter: Gleiches soll auch für das Ostende der Agnesstraße – sprich dem Abschnitt beim Gisela-Gymnasium – sowie ergänzend oder alternativ der Abschnitt der Arcisstraße vom Knoten Agnesstraße bis zur neu geschaffenen Tiefgaragenausfahrt des Neubaukomplexes der Stadtsparkasse geprüft werden. Durch die Maßnahmen sollen sowohl die Berufsschule als auch das Gisela-Gymnasium direkt an den Elisabethplatz anschließen.

Auch das Gisela-Gymnasium soll, so Wunsch des Bezirksausschusses, künftig direkt an den Elisabethplatz anknüpfen.
Auch das Gisela-Gymnasium soll, so Wunsch des Bezirksausschusses, künftig direkt an den Elisabethplatz anknüpfen. © kf

Die Schüler könnten so von einer direkten und sicheren Querungsmöglichkeit zum Platz und zu den Grünflächen profitieren, heißt es im Antrag. Der Rest der gewonnenen Fläche soll der Begrünung und Baumpflanzungen dienen und so zur Entsiegelung des eng bebauten Viertels beizutragen. Auch zum Radverkehr haben sich die Lokalpolitiker bereits Gedanken gemacht: Dieser soll das Straßenstück, auf dem gerade noch die Interimscontainer stehen, zukünftig in beide Richtungen passieren dürfen. Sollte die geforderte Erweiterung des Platzes nicht nahtlos an den Rückbau des Marktes möglich sein, wünschen sich die Viertelvertreter zumindest, dass der Bereich künftig nur für das Rad freigegeben wird.

So soll der neue Brunnenplatz auf dem Elisabethmarkt aussehen. Auch eine Trinkwasserstele wird es dort geben.
So soll der neue Brunnenplatz auf dem Elisabethmarkt aussehen. Auch eine Trinkwasserstele wird es dort geben. © Visualisierung: bogevischs buero

Neuer Markt samt Hingucker

Die ersten Entwürfe der Freiflächenplanung des neuen Elisabethmarkts liegen jetzt vor. Demnach werden zahlreiche Elemente der ursprünglichen Gestaltung mit viertelprägenden Merkmalen ergänzt. Ein Beispiel: Die Standl werden typisch verwinkelt angelegt. „Insgesamt werden zehn Häuschen neu entstehen, in denen 22 Händler untergebracht werden“, erklärt Maren Kowitz, Sprecherin des Kommunalreferats. Außerdem entstehen drei Plätze auf dem neuen Markt: ein grünes Entree an der Arcisstraße, der Bankerlplatz mit Sitzgelegenheiten und der Brunnenplatz, an dem es auch eine Trinkwasserstele geben soll. Zwei der Stände beherbergen künftig zudem Dachterrassen, die restlichen Marktdächer werden begrünt. Für den Boden des Markts wird das für Schwabinger Innenhöfe so typische alte Klinkerpflaster verwendet. Dabei soll es auch sogenannte Hingucker-Pflastersteine geben, verrät Kowitz. „Auf denen ist beispielsweise vor einem Honigstand eine Biene eingraviert.“ 

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