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Schwimmbäder in Bayern senken Wasser-Temperatur ‒ Wegen Ukraine-Krieg und Gas-Streit mit Russland

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Von: Jonas Hönle

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Eine Frau mit Mütze im Freibad
Eine Frau mit Mütze im Freibad © Friso Gentsch/dpa

Um Gas zu sparen, haben einige Schwimmbäder in Bayern die Wasser-Temperatur gesenkt. Bei einem Stopp der Lieferungen aus Russland könnten sie auch komplett schließen.

Der Ukraine-Krieg und der Gas-Streit mit Russland lassen in manchen bayerischen Schwimmbädern das Wasser kälter werden. Um Energie zu sparen, haben einige Bäder in Bayern die Temperatur in den Becken gesenkt.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Niedrigere Wasser-Temperatur in mehreren Schwimmbädern in Bayern wegen Ukraine-Krieg und Gas-Streit mit Russland

Das Westbad in Regensburg verringerte die Wasser-Temperatur im Wellenbecken auf 28 Grad und im Schwimmerbecken auf 26 Grad, wie ein Sprecher der Stadtwerke sagte.

Auch in den Bädern in Würzburg werden die Temperaturen um zwei Grad vermindert, wie eine Sprecherin der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH mitteilte. Zudem gebe es in den Duschen eines Bades nur kaltes Wasser. Würde es einen Stopp der russischen Gas-Lieferungen geben, müssten die Schwimmbäder in Würzburg schließen, hieß es weiter.

Doch nicht überall wird es in den Schwimmbädern kälter: In München wird den Stadtwerken zufolge die Temperatur noch nicht abgesenkt. Sollte sich der Gas-Streit mit Russland verschärfen, werde über Maßnahmen nachgedacht. Generell wollen sich die Schwimmbäder mit Solaranlagen und Ökostrom unabhängiger von Gas machen.

Wegen Streit mit Russland und Ukraine-Krieg - Schwimmbäder in Deutschland sparen Gas

In Deutschland bereitet sich die Bundesregierung wegen des Ukraine-Krieg und Drohungen aus Russland auf eine erhebliche Verschlechterung vor. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte Ende März die Frühwarnstufe als erste von drei Krisenstufen des sogenannten Notfallplans Gas in Kraft gesetzt und an alle Verbraucher appelliert, Gas zu sparen.

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) hatte erklärt, dass Bäder die Temperaturen senken, um Gas zu sparen und sich auf den kommenden Winter vorzubereiten.

Schwimmbäder könnten auch zu weiteren Maßnahmen greifen und beispielsweise auf beheizte Außenbereiche oder auf weitere Attraktionen verzichten. Bei einem Stopp der Gas-Lieferungen aus Russland könnten die Schwimmbäder auch komplett schließen.

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