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E-Scooter-Chaos in München dehnt sich aus ‒ Sind extra Roller-Parkplätz auch außerhalb der Innenstadt sinnvoll?

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Von: Kassandra Fischer, Katrin Hildebrand

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Die Abstellfläche in der Altstadt nahe der Alten Münze reicht offenbar nicht mehr aus: Einzelne Scooter parken schon am Gehweg.
Die Abstellfläche in der Altstadt nahe der Alten Münze reicht offenbar nicht mehr aus: Einzelne Scooter parken schon am Gehweg. © Kassandra Fischer

Die Hotspots sind nicht nur in der Innenstadt von München – Die E-Scooter-Flut erreicht auch die Außenbezirke. Sind auch hier extra Roller-Parkplätze sinnvoll?

Promenadeplatz, Rindermarkt, Maximilianstraße: Laut KVR stellen Münchens E-Scooter-Nutzer die Gefährte innerhalb des Altstadtrings dort am meisten ab.

Zu Stoßzeiten drängen sich die Flitzer auf und neben den vorgesehenen Parkflächen. Allein im August seien dem Referat zufolge 119 Verwarnungen für falsch abgestellte Leihfahrzeuge ausgestellt worden.

E-Scooter-Chaos in München: Sind Parkplätz außerhalb der Innenstadt sinnvoll?

Aber auch in den Außenbezirken wächst das Chaos. Beispiel Bogenhausen: Dort parkten jüngst 30 E-Scooter und -Roller den Geh- und Radweg an der Effnerstraße zu. „Es wurden täglich mehr“, berichtet Anwohnerin Sylvia Lantenhammer gegenüber Hallo.

Sylvia Lantenhammer
Sylvia Lantenhammer © Katrin Hildebrand

Erst als sich die Bürgerin deswegen an das Rathaus und die Lokalpolitik wandte, wurden die Gefährte abgeholt. Mittlerweile füllt sich der Gehweg aber schon wieder.

Sogar auf abgesperrten Privatgrundstücken parken die Geräte – so auch direkt vor den Haustüren von Lantenhammers Nachbarn.

„Die starke Rollernutzung hat auch mit der schlechten Verkehrsanbindung unseres Viertels zu tun“, glaubt die Bogenhauserin.

Die U-Bahn endet am Arabellapark. Wer weiter will, muss auf Tram oder Busse umsteigen. Letztere fahren oft nur alle 20 Minuten. „Kein Wunder, dass viele dann auf Roller ausweichen.“

E-Scooter-Parkplätze in München gibt es bis jetzt nur in der Innenstadt

Ausgewiesene Parkplätze für die Leihfahrzeuge – insgesamt derzeit 43 Stück – gibt es bisher nur in der Altstadt. Wer dort die Roller außerhalb der markierten Flächen abstellt, muss mit einem Bußgeld von 20 Euro rechnen.

Außerdem läuft die Gebührenuhr am Gerät weiter. Laut Mobilitätsreferat würden die Abstellplätze grundsätzlich gut angenommen. Seit deren Einführung hat das KVR dennoch 141 Verwarnungen wegen „Falschparkens“ erteilt.

Ob die neuen Parkflächen langfristig sinnvoll sind oder nicht, soll die Verwaltung nun auf einen Stadtratsantrag hin prüfen.

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