Zeitpunkt noch unklar

Bürgerversammlung Laim: Sorge um Seniorenresidenz an der Westendstraße - Sanierung steht an

Seniorenresidenz an der Westendstraße
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Die Seniorenresidenz an der Westendstraße muss saniert werden. Noch unklar ist, wann das geschieht.

Das Seniorenheim an der Westendstraße muss saniert werden. Deshalb sorgten sich BA-Chef und Besucher der Bürgerversammlung Laim um die Zukunft der Bewohner. Was der Betreiber sagt...

Der Verkehr, der Umbau des Laimer S-Bahnhofs, die Veränderungen in der Alten Heimat, das Warten auf ein Kulturzentrum: Es waren zunächst die üblichen Themen, über die BA-Chef Josef Mögele (SPD) in der Bürgerversammlung informierte. Doch dann präsentierte er einen neuen Aufreger: Aufgrund einer Sanierung sei die Zukunft von über 400 Senioren im Viertel ungewiss, so der BA-Chef vor Ort.

Seniorenresidenz Westendstraße: Besucher berichtet von „Unruhe unter den Bewohnern“

An der Westendstraße 174, an der Schnittstelle der Bezirke Laim, Sendling-Westpark und Schwanthalerhöhe, befindet sich ein Hochhaus, die „Seniorenresidenz am Westpark“. Das Gebäude, Baujahr 1972, muss generalsaniert werden. Von „etwa 424 Mietern im betreuten Bereich“, sprach Mögele. Der BA werde ein Auge darauf haben, bekräftigte der Vorsitzende.

Die Unruhe bei den Bewohnern sei groß, berichtete auch ein Bürger, dessen 95-jährige Mutter in der Residenz wohnt. Auch er wollte sich informieren, wie der aktuelle Stand sei.

Unterstützung für die Mieter sagte Eva Maria Huber, Leiterin der Abteilung Altenhilfe und Pflege im Sozialreferat, im Anschluss an die Bürgeranliegen zu. Mit dem Betreiber habe die Stadt bereits Kontakt aufgenommen, dieser würde die Verantwortung jedoch „ein bisschen von sich weisen“ – der Vorbetreiber wiederum habe viel versäumt. Als Begründung für die Sanierung habe man Huber mitgeteilt, dass im Gebäude „extrem viel Asbest verbaut“ und es „sehr schimmelbefallen“ sei.

Seniorenresidenz Westendstraße: Betreiber versichert, die Bewohnerverträge sind noch ungekündigt

Hallo hat beim Betreiber nachgehakt: Laut Majana Bittner von der Seniorenresidenz leben derzeit 190 Senioren – also nur rund die Hälfte der vermuteten Anzahl – in dem Gebäude, das einer Wohnungseigentümergemeinschaft gehört. Zu den Mitarbeitern möchte man keine Auskünfte geben.

Als Grund für die Generalsanierung verweist Bittner auf „eine gewisse Halbwertszeit“ der Bauteile wie beispielsweise Rohre. Zudem soll in dem Zuge „betriebstechnisch den heutigen Normanforderungen Rechnung getragen werden“. Ein nicht barrierefreies Betreutes Wohnen sei nicht mehr zeitgemäß.

Wann die Sanierung beginnen wird, sei aktuell noch nicht absehbar, aber sicherlich werde es sich um ein mehrjähriges Unterfangen handeln. Die Bewohnerverträge seien noch ungekündigt, so Bittner. Bewohnerumzüge seien nicht notwendig.

Lesen Sie hierzu auch das Interview vom 4. August 2021 mit Majana Bittner, der Leiterin der Seniorenresidenz

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