Neubauprojekt auf dem ehemaligen Siemens-Areal

3300 neue Bewohner – aber kaum Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel

Die ehemalige Kantine auf dem Siemens-Areal in Obersendling.
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Die ehemalige Kantine auf dem Siemens-Areal in Obersendling.

München, Obersendling: Bezirksausschuss nimmt zu den Plänen für das ehemalige Siemens-Areal Stellung

München, Obersendling - Wo früher Siemens beheimatet war, sollen künftig etwa 3300 Menschen leben. Die Neugestaltung des zehn Hektar großen Areals ist eines der größten Bauprojekte im Münchner Süden. Der Bezirksausschuss Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln hat nun ausführlich Stellung bezogen.

Neues Siemens-Areal: keine zusätzlichen ÖPNV-Linien geplant

Die Viertelpolitiker kritisieren vor allem die mangelnde Anbindung des Quartiers an die öffentlichen Verkehrsmittel. „Es kann nicht sein, dass keine über das bestehende ÖPNV-Angebot hinausreichenden Linienergänzungen geplant sind“, heißt es in der Stellungnahme, die das Gremium in seiner jüngsten Sitzung mit einer Gegenstimme mehrheitlich verabschiedete.

3300 Menschen sollen in das Neubaugebiet ziehen, 950 Arbeitsplätze werden geschaffen, 280 Wohnheimplätze bleiben im Bestand. Zuzüglich 3500 neuer Arbeitsplätze, die im nebenan angesiedelten Siemenshochhaus entstehen.

Das ehemalige Siemens-Hochhaus soll saniert werden. Es entstehen Büros.

Weiter kritisiert das Gremium, dass zu wenig geförderte Wohnungen vorgesehen sind. Vor allem im Hinblick darauf, dass sich die Baumasse und die Anzahl der Wohnungen um 35 beziehungsweise 37 Prozent im Vergleich zum Masterplan aus 2016 erhöht habe. Es müsse die langfristige Sicherung von bezahlbarem Wohnraum im Vordergrund stehen. Das Areal werde zudem übermäßig versiegelt.

Letzte Bürgerbeteiligung zum Siemens-Areal in Obersendling vor fünf Jahren

Der Bezirksausschuss fordert entgegen des Vorschlags der Verwaltung, eine erneute Bürgerbeteiligung durchzuführen. Diese liegt zum jetzigen Zeitpunkt bereits fünf Jahre zurück.

soph

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